In den seltensten Fällen übertrifft ein Remake seine Vorlage, doch mit dem Gangster-Drama „Scarface“ ist Regisseur Brain de Palma im Jahr 1983 genau das gelungen. Nach über 30 Jahren soll die Geschichte um Tony Montana nun ein weiteres Update bekommen. Der Regisseur steht schon fest und mit Jonathan Herman hat das Projekt nun auch einen Drehbuchautoren.

 

Scarface

Facts 

Bevor sich mit Pablo Larraín ein Regisseur für das geplante Remake von „Scarface“ gefunden hat, machten große Namen wie David Ayer und David Yates die Runde. Mittlerweile scheint Universal das Projekt lieber in die Hände von verhältnismäßig unbekannten Filmemachern geben zu wollen, denn auch der Drehbuchautor Jonathan Herman war bislang noch nicht an einer Hollywood-Produktion dieser Größenordnung beteiligt.

Zuletzt entwickelte Herman das Skript zu dem NWA-Biopic „Straight Outta Compton“, nun soll er die Drehbuch-Entwürfe von Paul Attanasio und David Ayer überarbeiten. Gleichzeitig arbeitet der Autor an einem Remake von Alfred Hitchcocks „Die Vögel“.

Der neue Scarface soll seinen kriminellen Aufstieg diesmal in Los Angeles starten. In der 1983er Version von Brain de Palma spielte der Film in Miami und erzählte die Geschichte von dem kubanischen Flüchtling Tony Montana ( Al Pacino), der in den 80er Jahren mit leeren Händen in die Stadt kommt und sich zu einem mächtigen Drogenbaron mausert. Marc Shmuger, Scott Stuber, Dylan Clark und Marty Bregman, der auch bei „Scarface“ von 1983 mit an Bord war, werden den Film produzieren.

Wann wir Scarface‘ kleinem Freund wieder Hallo sagen dürfen, ist bisher noch nicht bekannt. Zurzeit gibt es keinen Kinostart für das Remake, genauso wenig wie einen Hauptdarsteller, der in die großen Fußstapfen von Al Pacino treten darf.

Jan-Thilo Caesar
Jan-Thilo Caesar, GIGA-Experte.

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