Was guckt ihr grade? Mit Juno, The World's End, Sherlock und mehr

Timo Löhndorf 27

Neue Woche, neues Glück! Das Wochenende ist vorbei und es wurden wieder jede Menge Filme und Serien konsumiert. Was es gab und wie es uns gefiel verraten wir hier.

Timo

Juno_EllenPage

Juno

Zum Entspannen nach der Arbeitswoche hab ich mir am Freitag Abend mal wieder „Juno“ angesehen. Jason Reitmans Film, der inzwischen schon sieben Jahre auf dem Buckel hat, ist hervorragend gealtert und hat von seinem Charme nichts eingebüßt. Die Story um die schwangere Teenagerin Juno (Ellen Page), den unsicheren Vater Paulie (Michael Cera) und die potentiellen Adoptiveltern (Jason Bateman, Jennifer Garner) ist immer noch ein spaßiger und angenehmer Film. Einziger Minuspunkt war in meinen Augen immer die etwas lasche Herangehensweise an die viel zu frühe Schwangerschaft und ihre Konsequenzen.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Seitdem ich letzte Woche meine Heiligsprechung des Films geschrieben habe, musste ich ihn schnellstmöglich wieder sehen. Samstag Nachmittag war es dann soweit. Blu-Ray in den Player, Tonanlage auf 11 gedreht und los ging die Fahrt. Wer wissen möchte, was ich von „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ halte, sollte sich meinen Artikel aus der letzten Woche durchlesen.

"SCOTT PILGRIM gegen den Rest der Welt" | Trailer Deutsch German & Kritik Review [HD].

Collateral

Eine niemals ruhende Großstadt, das pulsierende, anonyme Leben und mittendrin zwei Menschen, die durch eine Laune des Schicksals gemeinsam die Nacht bewältigen müssen. Jamie Foxx und Tom Cruise glänzen in Michael Manns „Collateral“ und spielen sich über die Dauer des Films langsam aber sicher gegenseitig in Rage. Ein sehr atmosphärischer Film mit einer perfekten Spannungskurve, in dem zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, gegeneinander antreten.

The Blacklist (Staffel 1, Episoden 4&5)

Durch den Tipp eines Freundes bin ich vor einigen Tagen auf die neue Serie „The Blacklist“ aus den USA gestoßen und verfolge sie jetzt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten findet die Krimi/Action-Serie in der vierten Folge ihren Rhythmus und den ersten Höhepunkt. Zwar fehlen die Plausibilität und der Stil einer Serie wie „Breaking Bad“, trotzdem ist „The Blacklist“ eine unterhaltsame und spannende Geschichte, die hauptsächlich vom Hauptdarsteller James Spader getragen wird.

Robin

Sherlock_BenedictCumberbatch

This is the End

„This is the End“ bietet genau das, was man sich von dem Film erwartet - unglaublich dämliche, größtenteils improvisierte Dialoge mit sympathischen Schauspielern. Leider habe ich diese Art von Humor in den letzten Jahren schon etwas zu oft von Seth Rogen, Jonah Hill und co. gesehen - trotz der völlig abstrusen Geschichte konnte mich „This is the End“ deshalb nur noch selten überraschen. Nichtsdestotrotz ein unterhaltsamer Film mit einem absolut großartigen Ende.

"DAS IST DAS ENDE" | Trailer Deutsch German & Kritik Review [HD].

12 Years a Slave

12 Years a Slave“ ist oftmals schwierig anzusehen. Minutenlang hält die Kamera teilweise ohne Bewegung auf das Leiden des Hauptcharakters drauf - ohne Musik, ohne dramatische Schnitte. Mit seiner Laufzeit von knapp über 2 Stunden konnte mich der Film völlig gefangen nehmen. Dank der großartigen Dialoge, starken Bilder, tollen Musik und hervorragenden Schauspieler stellt“12 Years a Slave“ auf schonungslose Art das Leiden der Sklaven in den USA des 18. Jahrhunderts dar. Unbedingt im Kino ansehen!

"12 Years a Slave" | Trailer & Kritik Review Deutsch German [HD].
Sherlock (Staffel 3)

Als ich die dritte Staffel von „Sherlock“ anfing, hatte ich keinerlei Zweifel daran, dass ich sie großartig finden würde. Die ersten beiden Staffel boten mir gemeinsam mit Breaking Bad die beste Fernsehunterhaltung der letzten Jahre. Doch nun bin ich enttäuscht. Die dritte Staffel von „Sherlock“ wirkt wie auf mich wie Filler - mit einem Bösewicht, der im Vergleich zu Moriaty verblasst und dem viel zu wenig Screentime gewährt wird. Dazu halte ich den zentralen Plot-Twist der letzten Folge für völlig unglaubwürdig. Von der vierten Staffel verspreche ich mir aufgrund des Endes wieder mehr, doch Staffel 3 war für mich leider „nur“ noch gute Unterhaltung.

Tom

community-was-guckt-ihr-gerade

Sherlock (Season 3)

Hört nicht auf Robin, „Sherlock“ ist auch in der dritten Staffel noch in absoluter Höchstform! Gerade weil diese Serie eine so hohe Geschwindigkeit an den Tag legt, mag ich sie so sehr. Dass sie dabei noch so verdammt spannend bleibt und so dermaßen witzig ist, ist schon fast das eigentliche Verbrechen dieses Fernseh-Highlights. Keine andere Serie hat mir in den letzten Jahren so viel Spaß gemacht wie diese und Staffel 3 bildet für mich den aktuellen Höhepunkt des Duos Cumberbatch & Freeman. Ich kann aber durchaus nachvollziehen, wenn einem das „Getwiste“ ein bisschen zu viel wird und wenn sie Sherlocks Deduktionsfähigkeiten in Zukunft noch mehr wie überirdische Magie aussehen lassen, darf er in Staffel 4 gleich einen Zauberhut tragen.

Community (Staffel 1 &2)

Ich hole aktuell die amerikanische NBC-Serie „Community“ nach und bin nach Staffel 2 absolut begeistert. Nachdem die erste Season noch die tagtäglichen Erlebnisse einer unfreiwilligen Studiengruppe an dem Community-College Greendale beschreibt (was dank toller Besetzung schon richtig komisch war), trat die darauf folgende Staffel einfach mal alle Türen ein und zelebrierte das witzigste TV-Erlebnis, das ich seit Scrubs hatte. Jede Folge fühlt sich wie ein Serien-Special an - mal bricht in Greendale ein Paintball-Krieg aus, mal überfallen Zombies die Klassenräume, in der nächsten Folge bestehen alle Schauspieler plötzlich aus Knete und werden via Stop-Motion animiert und die obligatorische Flashback-Folge spult zu Momenten zurück, die man in der Staffel gar nicht gesehen hat. Dazu kommen die cleveren Dialoge, der Meta-Humor durch Charakter Abed und ein kleiner Touch Drama - ich bin gerade ein bisschen verliebt in diese Serie.

The World’s End:

Als großer Edgar Wright-Fan musste ich letzte Woche zum einen Timo bei seiner „Scott Pilgrim“-Heiligsprechung zustimmen und zum anderen endlich den letzten Teil der Cornetto-Trilogie nachholen. „The World’s End“ hat mich dann richtig überrascht, weil ich absolut nicht damit gerechnet hätte, dass dieser Film in die Richtung geht, die er eben geht. Simon Pegg und Nick Frost sind dabei wieder in Hochform, die Gags sitzen, der Schnitt ist gewohnt „Wright“. Nur ob mir das Ende gefällt, das weiß ich noch nicht so richtig; auch finde ich sowohl „Shaun of the Dead“ als auch „Hot Fuzz“ noch ein wenig witziger als „The World’s End“.

"THE WORLD's END" | Trailer Deutsch German & Kritik Review [HD].
 

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