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Shining

Martin Beck

„Shining“ stellt längst einen geschätzten Klassiker des Horrorgenres dar, selbst wenn 1980, als der Film erschien, die Reaktionen noch vorzugsweise negativ ausfielen. Regisseur Stanley Kubrick hat sich von der literarischen Vorlage von Stephen King zu weit entfernt, hieß es damals vor allem - was dem Film tatsächlich nur mäßigen Erfolg einbrachte und erst im Laufe der Jahre, forciert durch Filmfestivals und diverse Heimkino-Veröffentlichungen, die verdiente Anerkennung ermöglichte. „Shining“ ist ein raffiniert inszenierter, markanter Nervenschocker, der inzwischen eine stattliche Fangemeinde besitzt und in jeder Top-irgendwas-Liste mit allergrößter Sicherheit einen vorderen Platz belegt.

Die Handlung dreht sich um den ehemaligen Lehrer Jack Torrance (Jack Nicholson), der mit seiner Frau Wendy (Shelley Duvall) und seinem Sohn Danny (Danny Lloyd) in die bergige Abgeschiedenheit Colorados reist, um hier im über den Winter geschlossenen Overlook-Hotel als Hausmeister zu fungieren. Schon bald nach der Ankunft hat der hellsichtige Danny, der in regem Kontakt mit einem imaginären Freund namens Tony steht, seltsame Erscheinungen und wird vom spirituell begabten Hotelkoch Dick Hallorann (Scatman Crothers) als kleiner Seelenverwandter erkannt. Schleichend entsteht eine fatale Dynamik, die Jack schließlich zum wahnsinnigen Feind seiner eigenen Familie mutieren lässt.

Entlang einer stimmigen, rasant spannend ansteigenden Dramaturgie hat Stanley Kubrick mit „Shining“ einen verstörend-beunruhigenden Horrorfilm geschaffen, dem es rasch gelingt, den Zuschauer in seinen Bann zu reißen. Kameramann John Alcott, der zuvor schon „Uhrwerk Orange“ (1971) und „Barry Lyndon“ (1975) mit Stanley Kubrick gedreht hatte, legt hier eine Meisterschaft von effektvollen Bildern und Kompositionen hin, die filigranes, ausgereiftes Filmkunsthandwerk repräsentiert. Doch zuallererst ist es äußerst engagiert loslegende Schauspieler Jack Nicholson, der hier mit seinem schockierend beeindruckenden Spiel dominiert und diesem Film mit wild-wahnsinnigem Gebaren vehement einen unverwechselbaren Stempel aufdrückt.

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