Eine bizarre Mordserie ruft die Kommissare William Somerset und David Mills auf den Plan. Ein gewiefter Killer namens John Doe lässt seine Opfer durch die sieben biblischen Todsünden sterben. Nur die letzte, die siebte Todessünde ist noch nicht vollbracht – doch dazu braucht Doe die „Mithilfe“ von David Mills.

„Sieben“ ist einer stilprägendsten und erfolgreichsten Thriller der 90er Jahre. Regisseur David Fincher hatte zuvor lediglich einige Musikvideos und „Alien 3“ inszeniert, und verbuchte hier seinen ersten großen Hit: Einen Film, der nicht nur mit einer spannenden Geschichte, sondern auch einer formvollendet morbiden Inszenierung, einer großartigen Besetzung und einem DER spektakulärsten Enden der Filmgeschichte punkten kann.

Zu Beginn ist der Film auffallend ruhig. Es regnet andauernd, Fincher kostet seine Vorliebe für dunkle Schauplätze aus, die Charaktere werden in aller Ruhe eingeführt und geformt. Nach einiger Zeit und einigen ganz schön ekligen Tatorten nimmt „Sieben“ auf einmal Fahrt auf und kulminiert zunächst in einer Verfolgungsjagd zwischen Mills und Doe. Die einen Tag später damit endet, dass John Doe seelenruhig in eine Polizeistation spaziert und sich dort ergibt.

 

Sieben

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Spätestens ab diesem Kniff wird „Sieben“ ein großartiger Film, der dem Zuschauer einen satten Spannungsklops vorsetzt. Nach der Polizeistation ist alles möglich, denn John Doe ist offensichtlich extrem intelligent und verspricht somit ein schockierendes Finale. Das dann tatsächlich die nötigen Eier hat, seinem Publikum kein rosiges Happy End zu kredenzen. Und damit einen der seltenen Beweise antritt, dass Hollywood schon kann - wenn es denn nur will.

In den Hauptrollen von „Sieben“ spielen Brad Pitt, Morgan Freeman, Kevin Spacey und Gwyneth Paltrow.

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