„Spiel mir das Lied vom Tod“ ist einer der berühmtesten Italo-Western der Filmgeschichte und zählt neben „Zwei glorreiche Halunken“ und „Es war einmal in Amerika“ zu Regisseur Sergio Leones Hauptwerken. Bereits der Anfang mit der legendären Sequenz am Bahnhof, als eine Fliege sich partout auf Charles Bronsons Gesicht niederlassen möchte, strotzt nur so vor ikonischen Einstellungen. Und wenn dann noch der berühmteste Western-Score überhaupt einsetzt, komponiert von „il maestro“, Ennio Morricone, dann darf man endgültig den imaginären Colt zücken.

„Spiel mir das Lied vom Tod“ zelebriert die Konventionen seines Genres als Opern-gleiches Melodram. Immer wieder Großaufnahmen im Gegenschnitt mit weiten Panoramen, wortkarge Schallerfressen, deren Schusswechsel in goldene Rahmen gehören, die inbrünstige Musik und knarzige, von pulpiger Poesie getragene Dialoge. Charles Bronson hat mit diesem Film sein prägendes Image wegbekommen, Henry Fonda durfte das erste Mal in seiner Karriere einen Bösewicht spielen und Claudia Cardinale ist so überirdisch schön, dass man sie am liebsten in Öl tunken und an die Wand hängen möchte.

 

Spiel mir das Lied vom Tod

Facts 

Die Geschichte von „Spiel mir das Lied vom Tod“ dreht sich um den Killer Frank (Henry Fonda), der im Auftrag des Eisenbahnunternehmers Morton den Ehemann von Jill McBain (Claudia Cardinale) tötet. Die frisch gebackene Witwe übernimmt daraufhin die Bahnstation, die Morton nach dem Mord schon sein Eigen glaubte, und tritt damit, unterstützt von Revolverheld Cheyenne (Jason Robards), das Erbe ihres Mannes an. Bald taucht zudem ein geheimnisvoller Mundharmonikaspieler (Charles Bronson) auf, der mit Frank noch eine Rechnung zu begleichen hat. Es kommt zum unausweichlichen Duell...

„Spiel mir das vom Tod“ ist ein Muss-Film für alle Western-Fans – natürlich vorzugsweise im Kino, wo die Scope-Bilder besonders wuchtig herniederprasseln können.

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