Spy - Susan Cooper Undercover - Kritik

Marek Bang

In der actionreichen Agenten-Komödie „Spy - Susan Cooper Undercover“ darf sich Melissa McCarthy so richtig austoben und wandelt sich von einer grauen Büromaus zur Super-Agentin. Ob der Spaß von „Brautalarm“-Regisseur Paul Feig auch etwas taugt, erfahrt ihr in unserer Kritik zu „Spy - Susan Cooper Undercover“ 

Nach den erfolgreichen Komödien „Brautalarm“ und „Taffe Mädels“ steht Melissa McCarthy in „Spy - Susan Cooper Undercover“ erneut vor der Kamera von Regisseur und Autor Paul Feig. Der Star aus der Serie „Mike & Molly“ ist voll in seinem Element und schlüpft in die Rolle der CIA-Analytikerin Susan Cooper, deren Hauptaufgabe darin besteht, für den so eleganten wie blasierten James-Bond-Verschnitt Bradley Fine (Jude Law) die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Mittels einer Linse in dessen Auge leitet ihn die vermeintliche Büromaus souverän an jedem Hinterhalt vorbei und bekommt zum Dank, statt Liebe und einer Schaar gemeinsamer Kinder, nur eine lächerliche Kette mit einer hübsch-hässlichen Torte als Anhänger geschenkt.

Hier geht es zu den Interviews mit Melissa McCarthy und Paul Feig

Eines Tages passiert dann das Unfassbare, die Verbindung zwischen Susan und Bradley bricht ab, der orientierungslose Agent offenbart seine Talentlosigkeit und ist Sekunden später tot. Zeit für Trauer bleibt jedoch keine, denn eine Atombombe ist auf dem besten Weg, in die falschen Hände zu geraten und alle renommierten Agenten wurden dummerweise enttarnt. Susan Cooper ist Bradley noch etwas schuldig und beschließt, endlich ihrer wahren Bestimmung zu folgen und selbst an die Front zu gehen. Doch niemand bei der CIA hat großes Vertrauen in ihre kämpferischen Qualitäten und so wird Susan ausdrücklich gebeten, lediglich zu observieren und zu berichten.

Wenige Tage später beginnt ihr Einsatz in Rom und Susan zeigt entgegen ihren Anweisungen vollen Körpereinsatz und hat bald dank des vertrottelten selbsternannten Top-Agenten Rick Ford (Jason Statham) eine Menge Probleme am Hals, die sie mit zunehmend wachsendem Selbstbewusstsein immer waghalsiger zu lösen vermag. Die Bombe ist jedoch immer noch außer Reichweite und Susans von der CIA geschickter Aufpasser Aldo (Peter Serafinowicz, deutsche Stimme: Rick Kavanian) ist mehr ein Aufreißer der anstrengendsten Sorte als eine wahre Hilfe...

Hier geht es zu den Interviews mit Jason Statham und Rick Kavanian

„Spy - Susan Cooper Undercover“ macht dank gut aufgelegter Stars, einigen zündenden Gags und rasanter Action Laune

Es knallt an allen Ecken, Fäuste fliegen, Agenten werden erschossen und eine rasante Kampfszene reiht sich an die nächste. Regisseur Paul Feig inszeniert seine hauptsächlich in Budapest gedrehte Komödie als temporeiche Abfolge von Action und Gags. Letztere funktionieren vor allem dank der furiosen Melissa McCarthy über weite Strecken bestens und es macht einfach Spaß, der Komödiantin dabei zuzusehen, wie sie sich von einer peinlichen Kostümierung zum nächsten Fettnäpfchen hangelt. Auch die Tatsache, dass Jason Statham sichtbar viel Freude dabei hat, sein Image als beinharter Actionheld ohne Rücksicht auf Verluste durch den Kakao zu ziehen, steht auf der Habenseite von „Spy - Susan Cooper Undercover“. Das ist auch gut so, denn ganz befreit von deftigen Zoten unter der Gürtellinie ist der insgesamt unterhaltsame Agenten-Spaß leider nicht durchgehend.

Fazit:

Melissa McCarthy und Paul Feig enttäuschen auch in ihrer dritten gemeinsamen Komödie nicht und „Spy - Susan Cooper Undercover“ ist unterhaltsames Popcorn-Kino ohne höheren Sinn, das dank einiger schöner Gags, ironischen Spitzen gegen selbstverliebte Actionhelden und straffem Tempo für einen gelungenen Kinoabend sorgen kann - vorausgesetzt, man ist bereit, über die ein oder andere derbe Zote hinwegzusehen.

rating7

 

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