Rogue One Nachdrehs: Disney heuert namhaften Regisseur an, um noch mehr Panik zu verbreiten

Tobias Heidemann

Ein Bericht. Alles was es brauchte, um die wohlig warme Vorfreude auf „Rogue One: A Star Wars Story“ in blanke Angst zu verwandeln, war ein einziger Bericht mit unbestätigten Quellen. Seitdem sind Star Wars-Fans und das halbe Netz mit ihnen selbst im „Panikmodus“. Disney ordnet also Nachdrehs bei „Rogue One“ an. Fast die Hälfte des Films! Wird das, was im Trailer eigentlich gut aussah, am Ende etwa eine ganz herbe Enttäuschung? Möglich wäre es. Und das reicht dieser Tage im Internet bekanntlich schon aus, um das Ende der Welt auszurufen. Dass nun bekannt wurde, dass Regisseur Gareth Edwards namhafte Unterstützer zur Regie-Seite gestellt bekommt, wird trotz aller von Disney verteilten Beruhigungspillen wohl nur noch mehr Öl ins Feuer kippen.

Rogue One Nachdrehs: Disney heuert namhaften Regisseur an, um noch mehr Panik zu verbreiten

Regisseur und Autor Tony Gilroy („Michael Clayton“) wird als Supervisor die offiziell angeordneten Nachdrehs überwachen. Auch Gareth Edwards ist weiterhin an Bord. Das klingt so, als würde Disney Gareth Edwards nicht mehr zutrauen, „Rogue One“ sicher in den erwarteten Milliarden-Hafen zu manövrieren.

Star Wars Rogue One Trailer 1.

Es kann aber auch ganz anders klingen. Tatsächlich ist Gilroy nämlich wie auch sein Co-Autor Scott Z. Burns („Das Bourne Ultimatum“) schon von Anfang an für Drehbuch-Tweeks von „Rogue One“ verantwortlich. Die Beschäftigung von mehreren, kontrollierenden und optimierenden Autoren ist bei modernen Blockbustern durchaus üblich. Dass Gilroy seine ursprüngliche Aufgabe nun auch bei den zusätzlichen Scripts-Seiten für die Nachdrehs wiederholt, sollte eigentlich niemanden überraschen. Eigentlich.

Neuer, alter Co-Autor und ein renommierter Second-Unit-Regisseur 

Ähnlich sieht es bei genauer Betrachtung auch mit den neuen Actionszenen aus, die derzeit gedreht werden. Wie der Hollywood Reporter meldete, ist Simon Crane zum Projekt hinzugestoßen. Crane ist regelmäßig als Stunt-Koordinator und Second-Unit-Regisseur bei Big Budget Produktionen wie „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, „World War Z“ oder „Edge Of Tomorrow“ zugegen und ist aktuell bei „Jason Bourne“ für die Action verantwortlich. Auch Cranes Verpflichtung ist an sich nichts Ungewöhnliches. Weder sollte man daraus Rückschlüsse auf die bereits gedrehten Action-Szenen schließen, noch sollte man Simon Cranes Einfluss auf das Gesamtwerk„Rogue One“ zu hoch einschätzen.

„Rogue One: A Star Wars Story“ ist ein sehr heikles Projekt. Eine Enttäuschung würde alle für die Zukunft geplanten Spin-offs gefährden. Das allein macht bei diesem Projekt schon allerhand Pferde scheu. Doch ein Nachdreh zum jetzigen Zeitpunkt ist alles andere als eine Hiobsbotschaft. Zwar ist es durchaus möglich, dass Disney nun Angst vor der eigenen Courage bekommt, und „Rogue One“ mit Hilfe von Nachdrehs näher an Abrams Arbeit bringen möchte, doch selbst das lässt noch keine Rückschlüsse über die Qualität des Films zu.

 

 

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