News der Woche: Der Tod von Fantasy-Genie Terry Pratchett

Jan-Thilo Caesar 1

Unsere News der Woche ist diesmal eine traurige Meldung, denn Terry Pratchett, der britische Fantasy-Autor ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 66 Jahren an den Folgen seiner Alzheimererkrankung verstorben. Wir verabschieden uns von einem der scharfsinnigsten und genialsten Künstler unserer Zeit und werfen einen Blick auf sein einmaliges Schaffen, mit dem er unzählige Menschen zum Lachen gebracht hat und ihnen gleichzeitig einen Spiegel vorgehalten hat, der ihnen gnadenlos ihre kleinen und großen Schwächen aufgezeigte.

Schon im Alter von 13 Jahren veröffentlichte der britische Schriftsteller Terry Pratchett sein erstes Werk, doch erst mit den Scheibenwelt-Romanen wurde der Autor weltbekannt. Seine humoristische Persiflage auf die Fantasyliteratur und eigentlich die ganze Menschheit nahm mit dem Buch „Die Farben der Magie“ ihren Anfang. Es sollten noch 39 weitere Romane mit Geschichten aus der absurden Scheibenwelt folgen, einer mittelalterlichen Fantasywelt, deren scheibenförmige Landmasse von vier Elefanten getragen wird, die wiederum auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte durch das All gleiten. Klingt abgefahren? Ist es auch! Wer wirklich in das skurrile Universum abtauchen will, muss neben einer Vorliebe für hintersinnigen Humor und ungewöhnliche Figuren, auch ein Quäntchen blanken Wahnsinns ertragen können, denn der bestimmt in dieser Welt das Tagesgeschehen.

Einer der ungewöhnlichsten Charaktere der Scheibenwelt ist sicher Gevatter Tod, der stets in GROSSBUCHSTABEN redet und mit großer Faszination das menschliche Verhalten beobachtet und mit deduktiver Logik zu verstehen versucht. Eigentlich ein ganz sympathischer Zeitgenosse, vor dem man keine Angst haben muss, denn um es mit den Worten von Terry Pratchett zu sagen: „Tod ist nicht grausam, obwohl verschiedene Gerüchte etwas anderes behaupten. Er beweist nur ein hohes Maß an Kompetenz bei seiner Arbeit.“ Mit diesen tröstlichen Gedanken verabschieden wir uns von dem genialen Fantasy-Autor, der am 12.03.2015 von uns gegangen ist, nachdem er den jahrelang andauernden Kampf gegen seine Alzheimererkrankung verloren hat. Seine eigene Begegnung mit dem Tod hat der Schriftsteller noch auf seinem Twitter-Account beschrieben, wo nach seinem Ableben folgende Worte zu lesen waren:

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„Ich würde den Hintern eines toten Maulwurfs essen, wenn mir damit geholfen wäre“, sagte Pratchett als er 2007 mit seiner Krankheit an die Öffentlichkeit ging. Den Humor hat er trotz seines Leidens nie verloren und auch sein literarisches Werk hat er bis zum Ende fortgeführt. Sein letztes Buch „Ein gutes Omen“ ist vergangenes Jahr erschienen und ein weiterer Roman aus der Scheibenwelt soll noch dieses Jahr im September erscheinen. Außerdem setzte sich Pratchett aktiv für die Sterbehilfe ein, denn er wollte dem Unausweichlichen, wenn es mal soweit ist, lieber auf seine eigene Weise begegnen. Mit dem Tod und dem Sterben hat sich der Schriftsteller nicht nur in seinen Romanen beschäftigt: Im Jahr 2010 produzierte er für die BBC den Film „Shaking Hands of Death“, den ihr euch weiter unten angucken könnt. Das war übrigens nicht sein erstes Mal hinter der Kamera, für die Orang-Utan Foundation reiste der engagierte Tierschützer nach Borneo und filmte Orang-Utans in ihrer natürlichen Umgebung.

Der Tod von Terry Pratchett ist nicht nur ein großer Verlust für die Literatur, auch in Film und Fernsehen sowie zahlreichen Video Games können Fans einen Blick auf die faszinierende Scheibenwelt werfen. Die Adventure-Klassiker „Discworld“, „Discworld 2“ und „Discworld Noir“ gehören sowieso bei jedem Genrefan ins Regal und transportieren den Humor so perfekt auf den Computermonitor, wie es nur möglich ist. Auch die Filme „Hogfather“,“Terry Pratchett – Ab die Post“ und „The Color of Magic – Die Reise des Zauberers“ mit „Herr der Ringe“-Star Christopher Lee als Gevatter Tod sind sehr gelungen und fangen die Vorlage gut ein, so dass sie besonders für Einsteiger einen Blick wert sind. Wer tatsächlich noch kein Buch aus der Reihe in den Fingern hatte, sollte das unbedingt nachholen. Das Erbe von Terry Pratchett umfasst 70 Romane und wird hoffentlich auch zukünftige Generation noch oft zum Lachen bringen.

Die erhältlich. Auf Maxdome könnt ihr euch ansehen.

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