Was wurde aus: Hayden Christensen

Christoph Koch 17

Nach „Star Wars“ verschwand Hayden Christensen in der Versenkung und niemand weiß so richtig, wo er eigentlich geblieben ist. Wir haben mal ein wenig nachgeforscht und beantworten die Frage: Was wurde eigentlich aus Hayden Christensen?

Was wurde aus: Hayden Christensen
Bildquelle: ©20th Century Fox.

Wo zur Hölle ist eigentlich Hayden Christensen abgeblieben? Als Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“ vor 13 Jahren in die Kinos kam, schlüpfte der Schönling in die Rolle des legendären Anakin Skywalker. Allein mit dieser Chance sagte man dem Schauspieler eine steile Karriere voraus.  Doch leider kam es anders als gedacht und der Film, der eine Karriere so richtig nach vorn bringen sollte, zerstörte mehr oder weniger seine berufliche Laufbahn.

Bis heute sind „Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“ und „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“ die beiden Filme, für die Christensen am bekanntesten ist. Sie waren weder besonders gut, noch besonders grausam und da liegt auch das Problem: Christensen gelang es nicht, Anakin einen eigenen Ton oder Charakter zu verleihen, geschweige denn eine würdige Performance abzuliefern, sondern enttäuschte Fans und Kritiker. Seitdem fällt es ihm schwer, seine Reputation wieder aufzubauen.

Andere Stars, die ebenfalls in den von Fans zerrissenen „Star Wars“-Prequels mit dabei waren, gelang dagegen der Befreiungsschlag: Ewan McGregor, Samuel L. Jackson und Natalie Portman konnten danach in Rollen auftrumpfen, in denen sie ihr Können unter Beweis stellten und ihr Star Wars-Ausflug blieb ein kleines Missgeschick. Auch wenn Portman erst vor kurzem zugab, dass auch sie nach „Star Wars“ Probleme hatte, neue Rollen zu ergattern.

Doch für Christensen war das alles noch eine Stück schwieriger, denn auf ihm lag die Last, die Prequels zu tragen und einen der ikonischsten Leinwand-Helden zum Leben zu erwecken. Doch er brach unter dieser Last zusammen und brachte einen cheesigen, merkwürdigen Anakin Skywalker auf die Leinwand, der gegen ein verwirrendes Skript und schreckliche Zeilen antreten musste. Beispiel gefällig? Bitte sehr:

Dennoch verteidigte er seine Rollenwahl: „Es gab kein ‚Sollte ich, oder sollte ich nicht?‘. Ich kam frisch aus der High School. Ich machte mir Sorgen, wo der nächste Gehaltscheck herkommen sollte. Dann war da diese große Chance. Sie kam, offensichtlich, mit viel Verantwortung und ich war nicht naiv, was das betraf. Aber es gab dennoch keinen Teil von mir, der sagte ‚Nee, ich denke ich werde auf die nächste Chance warten'“.

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Was kam nach Star Wars?

Nach „Star Wars“ waren seine Rollen kaum hervorstechend, denn seine Filme wurden mehr von dem Konzept an sich getragen, als von den Charakteren: Das war bei „Jumper“ so und auch bei „Takers“ gelang es ihm nicht, sich aus dem optisch ansprechenden Film hervorzuspielen. Auch der Thriller „Awake“ war kein Publikumsmagnet und „Virgin Territory“ war so lange in der Produktion, dass den Film am Ende niemanden mehr interessierte.

Dennoch arbeitet er weiterhin unermüdlich daran, endlich aus dem „Star Wars“-Loch zu entkommen, und sich als Schauspieler fernab seiner Rolle des Anakin Skywalker zu etablieren. Als nächstes wird er in „90 Minutes to Heaven“ zu sehen sein, in dem er einen Überlebenden eines Autounfalls spielt, der 90 Minuten lang tot war, bis er auf mysteriöse Weise wieder zum Leben erwachte. Dafür verändert er sein Aussehen radikal, wie hier zu sehen ist.

Wer jedoch schon jetzt eine Portion Hayden Christensen braucht, der kann sich ab dem 17. April den Film antun. Nicolas Cage und Christensen als Tempelritter in China. Müsst ihr entscheiden, ob ihr euch das wirklich ansehen wollt. Hier der Trailer:

Outcast - Trailer Englisch.

Und wer es noch eine Runde absurder möchte, der darf sich auf den 2. Weltkriegs-Zombiefilm „Untot“ freuen, in dem Hayden Christensen ebenfalls dabei sein wird. Wir ihr seht: So richtig wird das nichts mehr mit der Schauspiel-Karriere. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt…

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