Kult-Figur: Goldene Steve Jobs-Büste soll chinesische Arbeitnehmer motivieren

Ansgar Warner

Viele Chinesen vergöttern Steve Jobs. Nun hat ein Unternehmen aus Shanghai dem großen Vorbild in Sachen Entrepreneurship sogar eine goldene Büste gewidmet.

Kult-Figur: Goldene Steve Jobs-Büste soll chinesische Arbeitnehmer motivieren
Bildquelle: Screenshot.

Andere mögen Big in Japan sein, Steve Jobs ist auch posthum noch verdammt groß in China: den Unternehmern im Land der Mitte gilt der Apple-Gründer als wichtige Identifikationsfigur auf dem Pfad der ökonomischen Erleuchtung. Die offizielle Steve-Jobs Biographie von Walter Isaacson ist auf Mandarin ein Megaseller. Manche, wie etwa Xiaomi-Chef Lei Jun, imitieren den 2011 gestorbenen Visionär sogar bis hin zu Kleidungsstil und Präsentations-Dramaturgie auf fast schon beängstigende Weise.

Noch einen Schritt weiter beim proaktiven Personenkult um Steve Jobs geht nun aber das Unternehmen Wujitianxia aus Shanghai: im Eingangsbereich des Mobile-Games-Entwicklers wurde eine goldene Steve Jobs-Büste aufgestellt. Sie zeigt den späten Jobs mit (goldenem) Rollkragenpullover, schütterem Haar und Nickelbrille, ein wenig erinnert das stoisch blickende Bildnis an einen buddhistischen Mönch.

Dem Nachrichtenportal Chinanews.com zufolge soll die Büste die Mitarbeiter dabei inspirieren, dieselbe „Hartnäckigkeit“ wie das große Vorbild zu zeigen, wenn es darum geht, den „idealen Weg für die Realisierung von Projekten“ zu finden. Ob damit auch Steve Jobs Eigenschaft gemeint ist, die Realität im Zweifelsfall auch mal komplett zu ignorieren (das berühmte „reality distortion field“), darf man allerdings bezweifeln.

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