Der Mann, der Mitte der 70er-Jahre Steve Jobs‘ Interesse für Typografie weckte und damit Fonts auf dem Mac inspirierte, starb am Freitag im Alter von 83 Jahren. Zwischen 1969 und 1984 gab Robert Palladino Kalligrafie-Kurse am Reed College.

Steve Jobs besuchte einen von Palladinos Kalligrafie-Kursen, nachdem er sein eigentliches Studium abgebrochen hatte und Kurse nach Interesse heraussuchte.

In seiner berühmten Stanford-Rede erinnert sich der ehemalige Apple-CEO an die Zeit (ab Minute 2:50): „Wenn ich diesen einen Kurs im College nicht besucht hätte, hätte es auf dem Mac niemals mehrere Schriftarten oder Proportionalschriften gegeben. Und weil Windows den Mac nur kopiert hat, gäbe es das vermutlich auf keinem PC.“

Palladino, der dem Trappistenorden angehörte, half später dabei, die ersten griechischen Buchstaben für den Mac zu entwerfen. In einem Interview im Jahr 2012 erinnerte er sich an den jungen Steve Jobs: „Er besuchte meinen Unterricht und begann, sich sehr für Buchstabenformen zu interessieren. Vielleicht ein Jahr später kam er wieder auf mich zu und bekundete Interesse an meinem griechischen Alphabet“.

Einen Computer besaß Robert Palladino übrigens nie, schreibt die „New York Times“.