Tatort Erfurt: Das Aus nach nur zwei Folgen

Daniel Schmidt 1

Nur zweimal ging das junge Ermittler-Trio in Erfurt für den MDR an den Start. Der Sender gab heute morgen überraschend das frühzeitige Aus für den „Tatort“ aus Thüringen bekannt, der der erfolgreichsten Deutschen Krimireihe das längst überfällige Facelift hatte verpassen sollen.

In der Thüringischen Landeshauptstadt hat es sich vorerst aus-ermittelt. Wie am Morgen des 07. Januar berichtet wurde, hat sich der Sender dazu entschlossen den „Tatort“ aus Erfurt nicht weiterzuführen. Laut MDR Sprecherin Susanne Odenthal hätten sich die Schauspieler Friedrich Mücke (Henry Funck) und Alina Levshin (Johanna Grewel) dazu entschlossen, keine weiteren Folgen mehr zu drehen . Damit verabschiede man sich nicht nur wunderbaren Schauspielerpersönlichkeiten, sondern in der Folge auch von der Idee des Erfurter Ermittler-Trios, so Odenthal. Den Link zur Pressemitteilung des MDR findet ihr hier.

Trotz zufriedenstellender Zuschauerzahlen, die erste Folge schalteten gar über 10 Millionen Deutsche ein, waren die Erfurter Ermittler bei den Kritikern fast durchweg durchgefallen. Auch wir waren von den Erfurter Folgen nicht gerade begeistert, was ihr in der GIGA-Kritik zum „Tatort: Der Maulwurf“ nachlesen könnt. Der Vorwurf; der als jugendlich angepriesene Ableger hatte frischen Wind in die zuweilen etwas angestaubten Ränge der altehrwürdigen Komissare bringen sollen, sei jedoch kläglich gescheitert. Statt  als unverbrauchte Charaktere kamen die Drei oft eher als ungeschickt und unfreiwillig komisch rüber. Ob der Mitteldeutsche Rundfunk in Zukunft ein neues Konzept für den Tatort plant, ist bisher nicht bekannt. Erhalten bleibt den Thüringern aber auf jeden Fall das Weimarer Ermittlerpaar Lessing (Christian Ulmen) und Dorn (Nora Tschirner).

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