Teenage Mutant Ninja Turtles - Kritik

Philipp Schleinig 2

"Teenage Mutant Ninja Turtles" Kritik & Trailer Deutsch German Review | Megan Fox 2014 [HD].

Filmkritik zu „Teenage Mutant Ninja Turtles“

Erfahrt auch in unserer Text-Kritik zu „Teenage Mutant Ninja Turtles“, wie sich die Realverfilmung der ikonischen 1990er Jahre Figuren geschlagen hat.

"Teenage Mutant Ninja Turtles" Kritik & Trailer Deutsch German Review | Megan Fox 2014 [HD].
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Die Meinung über einen Film schon im Voraus zu bilden, ist eigentlich keine faire Geste. Jedes Werk sollte im Grunde genommen erst nach der Sichtung bewertet werden und somit eine gleichwertige Chance bekommen. Dass diese Idealvorstellung kaum möglich ist, merken wir immer wieder. Zu schnell verlieren wir uns in vorgefertigte Meinungen, wenn es zum Beispiel um Teenie-Romanzen geht, der Hauptdarsteller Tom Cruise heißt oder gewisse Produzenten-Namen in den Credits auftauchen. Und so traf die Realverfilmung der Teenage Mutant Ninja Turtles“ schon von Anfang an ein harter Gegenwind, der wenig Gutes versprach.

Zugegeben: Die Voraussetzungen des Films „Teenage Mutant Ninja Turtles“ versprachen nicht gerade einen Oscar-Favoriten. Michael Bay, an dessen Regie-Stil und Filmauswahl sich die Geister scheiden, sprang als Produzent ein, während „World Invasion: Battle Los Angeles“- und „Zorn der Titanen“-Regisseur Jonathan Liebesman den großen Leinwandauftritt der „Teenage Mutant Ninja Turtles“ inszenierte. An der Filmografie der beiden wohl wichtigsten Verantwortlichen des Films wurde angesetzt, um flammende Diskussionen schon vorab zu führen. Als schließlich der erste Trailer veröffentlicht wurde, war das Schreckensszenario perfekt: Was zum Henker hatte „Shrek“ bei den Ninja Turtles zu suchen?

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Ein Hauch von Erinnerung

Wohlwollende Filmfans hatten die Hoffnung noch nicht aufgegeben, schließlich machte der Trailer zu den „Teenage Mutant Ninja Turtles“ den Eindruck, als wolle der Film auf die humorvolle, weniger epische und dadurch lässige Darstellungsschiene aufspringen und einen kurzweiligen Herbst-Blockbuster schaffen. Das Ergebnis ist ernüchternd: „Teenage Mutant Ninja Turtles“ ist definitiv ein kurzweiliger Film, aber in keinster Weise zufriedenstellend. Stören wir uns nicht einmal am Aussehen der vier Schildkröten Donatello, Raphael, Leonardo und Michelangelo - geschweige denn am furchtbaren Erscheinungsbild von Meister Splinter - bleiben der fehlende Humor, die Unsinnigkeit der Story und das Ausbleiben des Rückbezugs auf die 1990er Jahre - das stilprägende Jahrzehnt für die Ninja Turtles.

Man achte bei der Sichtung einmal auf den Erkenntnisprozess von April O’Neil (Megan Fox), die der Geschichte der geheimnisvollen Rächer auf den Grund geht. Ohne den ‚ultimativen‘ Plot-Twist an dieser Stelle vorweg nehmen zu wollen, sei nur erwähnt, dass sich ein verständnisloses Kopfschütteln über soviel Ideenreichtum wohl kaum vermeiden lässt. Daneben lassen vor allem die vier Protagonisten der „Teenage Mutant Ninja Turtles“ einen Reigen an Witzen los, die leider zu selten zünden. In meiner Verwendung des Wortes ‚leider‘ verbirgt sich auch der Ärger, dass die wunderbare Comic- und Zeichentrick-Grundlage, die wir wohl alle an irgendeinem Punkt in unserem Leben kennengelernt haben, nur zu selten ausgeschöpft wird.

Es gibt eine Sequenz, die im Ansatz andeutet, was „Teenage Mutant Ninja Turtles“ hätte werden können, beziehungsweise wie das Vorhaben des unterhaltsamen Films hätte gelingen können. Es ist die Abfahrtssequenz, die uns seit dem ersten Trailer immer wieder begegnete und im Schneeszenario stattfindet: Mit einer mitreißenden Geschwindigkeit rauschen April O’Neil, ihr Kollege Vern Fenwick (Will Arnett) und die Schildkröten, verfolgt von Shredders Fußsoldaten, den Berg runter. Dabei geht alles drüber und drunter und dennoch macht die Szenerie Spaß. Die Wortfetzen sind lustig und stimmig, die Action beeindruckt und die Machart noch mehr. Doch nur fünf Minuten später hat sich das erledigt und der Film geht seinem wenig packenden und absurden Finale entgegen.

Fazit:

Die Mittel und das Potenzial, den ersten großen Leinwandauftritt der „Teenage Mutant Ninja Turtles“ mit einem Ausrufezeichen zu versehen, waren vorhanden, doch das Ergebnis ist für den Zuschauer unbefriedigend, für einen Ninja-Turtles-Fan umso mehr.

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