Veto der Woche: Schluss mit dem Piano-Geklimper im Action-Trailer!

Marek Bang 3

So langsam reicht es mir! Was soll denn dieser unsägliche Trend, harte Action in Trailern mit softem Piano-Geklimper zu unterlegen? Der Terminator braucht seinen klassischen Beat!  Zeit, sich aufzuregen und zwar in unserem Veto der Woche!

Veto der Woche: Schluss mit dem Piano-Geklimper im Action-Trailer!

Als Fan alter Schule habe ich mich auf den Trailer zu „Terminator 5: Genisys“ gehörig gefreut und war maßlos enttäuscht, was ich auch sofort in unserer News der Woche zum „Terminator 5: Genisys“-Trailer negativ vermerkt habe. Natürlich hat mich an den ersten Bildern zu Arnold Schwarzeneggers Rückkehr als T-800 nicht nur eine einzige Sache oder ein einsames Detail gestört. Die Story ist seit dem überragenden „Terminator 2“ einfach zu Ende erzählt und schon „Terminator 3“ war einfach nur ein Abschiedsfilm des Governators und kein wirklich nötiges Sequel zum Franchise. Doch es gab im Trailer zu „Terminator 5: Genisys“ einen weiteren Faktor, der mich unzufrieden zurückließ und den ich auch schon in anderen aktuellen Trailern zu meinem Bedauern vorgesetzt bekam. Es handelt sich dabei um die musikalische Untermalung von Trailern zu Actionfilmen. Hier kommt das erste Beispiel:

Terminator 5: Genisys - Trailer Deutsch.

Wie ihr seht, ist vom charakteristischen Sound von Brad Fiedel zunächst nichts zu hören und stattdessen wird bedeutungsschwanger auf dem Piano rumgeklimpert. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich habe per se nichts gegen gediegene Piano-Musik und von mir aus hat der Piano-Man auch seine Berechtigung, aber bitte auch dort, wo er hinpasst (Hier einige Ideen: Bar, Fahrstuhl, Romantic Comedy, Jazz-Fest, u.s.w.). Ich fände es andererseits auch irritierend, wenn ein Trailer zu einer Romanze mit Hugh Grant und Julia Roberts mit Hells Bells von AC/DC unterlegt wäre. In diesem Sinne, Hollywood: „Terminator 5: Genisys“ ist ein Actionfilm und Arnold Schwarzenegger ein Bolide aus den 1980er Jahren, der als T-800 bereits eine gepflegt ruppige Erkennungsmelodie hat, also Geld sparen und ruhig nochmal verwenden.

Es handelt sich in dieser Angelegenheit leider nicht um ein einzelnes Problem, wie ihr im eigentlich ansonsten recht überzeugenden Trailer zur Katastrophen-Action „San Andreas“ bewundern dürft:

San Andreas - Trailer englisch.

Hallo, hier explodiert Kalifornien! Und der Retter ist kein Wissenschaftler oder ein frisch verliebtes Pärchen, sondern The Rock! Und wir bekommen es sicherlich nicht mit einer hoch komplexen oder intellektuell wertvollen Physikstunde im Stile eines Christopher Nolan und dessen „Interstellar“ zu tun, sondern mit krachender Action und einem ehemaligen Wrestler als Kampfpaket. In so einem Zusammenhang geht mir eine Klavierballade eher auf den Senkel, als dass ich nun anfangen würde zu glauben, dies sei ein von Arte coproduzierter tiefgreifender Arthaus-Film mit Fehlbesetzung.

In diesem Sinne: Gediegene Piano-Balladen können sicherlich als kontrastierendes Stilmittel im Actionkino funktionieren, aber nur wenn sie bewusst und sparsam gestreut sind. Einem kompletten Trailer zu einem ordentlichen Actionfilm aber mit solch einer musikalischen Untermalung einen besonders dramatischen oder pseudo-nachdenklichen Touch verleihen zu wollen, halte ich hingegen für unfreiwillig komisch.

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