News der Woche: Neustart vom Marvel-Comic-Universum

Jan-Thilo Caesar 9

Das Marvel-Universum, so wie wir es kennen, ist Geschichte. Wie Marvel-Chefredakteur Tom Brevoort und Herausgeber Axel Alonso während einer Pressekonferenz in New York ankündigten, wird es im Marvel-Comic-Universum einige grundlegende Veränderungen geben. Mit dem Mega-Event „Secret Wars“ bekommt das Universum dieses Jahr einen Neustart verpasst.

News der Woche: Neustart vom Marvel-Comic-Universum
Bildquelle: © Marvel.

Wie ein Damoklesschwert hängt diese Meldung nun seit einigen Tagen über dem Marvel-Franchise: Das achtteilige Comic-Event „Secret Wars“ soll in wenigen Monaten an den Start gehen und das Marvel-Comic-Universum umfassend renovieren. Bei der Superhelden-Zusammenkunft aus der Feder von Jonathan Hickman, der sich unter anderen für die „Avengers“-Comicreihe verantwortlich zeichnet, werden Charaktere aus dem klassischen Marvel-Universum und Figuren aus den Ultimate-Comics, wie zum Beispiel Spider-Man oder die X-Men, für einen großen Showdown versammelt, der das Ende des bisherigen Comic-Universums einleiten wird, das nun schon seit den 60er-Jahren Bestand hat.

Ende des Marvel-Universums

Nicht weniger, als das „Ende des Marvel-Universums, so wie wir es kennen“, haben uns Marvel-Chefredakteur Tom Brevoort und Hauptherausgeber Axel Alonso für den Mai dieses Jahres versprochen, wenn das Mega-Event „Secret Wars“ nach langen Vorbereitungen starten wird. „Es ist schwierig, sich etwas größeres und umfangreicheres als „Secret Wars“ vorzustellen.“, sagte Brevoort und ergänzte scherzhaft: „Das zu überbieten, wird hoffentlich die Aufgabe von jemand anderem sein.“ Laut Alonso wird Marvel mit „Secret Wars“ einige Risiken eingehen: „Es wird der Abschluss von jahrzehntelangen Geschichten. Es ist ein Ort, um neue Dinge auszuprobieren und alte Sachen zu verwerfen.“ Marvel verfolgt damit einem ähnlichen Ansatz, wie der große Konkurrent DC-Comics bei der „The New 52“-Reihe, mit der seit 2011 fast alle DC-Superhelden-Serien neuaufgelegt werden.

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Was wird aus dem Marvel-Cinematic-Universe?

Marvel-Fans haben diesen Schritt sicher schon mit der ersten Ankündigung von „Secret Wars“ vorausgesehen und mit den „Avengers“- und „New Avengers“-Comics wurden bereits vor Jahren die Weichen für einen Neustart des Universums gestellt. Dort kommt es zu einem kosmischen Zwischenfall, der dazu führt, dass die beiden Marvel-Universen (das klassische 616-Universum und das Ultimate-Universum) miteinander kollidieren und dabei zerstört werden. Dabei entsteht die „Battleworld“, ein Universum mit unzähligen Zeit- und Realitätsebenen und außerdem der Austragungsort der „Secret Wars“. Comic-Fans aus der ganzen Welt halten bei dieser Meldung natürlich den Atem an, aber welche Auswirkungen hat das Ende des bisherigen Marvel-Comic-Universums auf die 23 geplanten Marvel-Film-Adaptionen der kommenden fünf Jahre?

Ein wesentlicher Grund für den Reboot ist sicher der durchschlagende Erfolg der Filme: Mit dem Neustart sollen das Marvel-Comic-Universum und das Marvel-Cinematic-Universe miteinander verschmelzen. Die Ereignisse und Handlungselemente der Filme können nun auf die Comics übertragen werden, zum Beispiel die Tatsache, dass Quicksilver und Scarlet Witch nicht die Kinder von Magneto sind, wie es die Comics bisher nahelegten. Die Geschichte folgt also nicht mehr strikt der Comic-Vorlage, stattdessen werden wohl die Filme der Maßstab der Dinge. Gerüchte, dass durch diesen Schritt auch Charaktere anderer Filmstudios - wie Spider-Man - einen Auftritt in den „Avengers“-Filmen bekommen könnten, wurden von Marvel bereits dementiert. Ganz auszuschließen ist eine derartige Entwicklung in Zukunft aber nicht, schließlich wollen wir alle das Superhelden-Ensemble und den Spinnenmann auf der großen Leinwand vereint sehen.

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