The Expendables 3: Ein Cast-Special zu Mel Gibson

Philipp Schleinig 2

Er trug blaue Kriegsbemalung auf, ritt lässig vor den Männern hin und her und schrie nicht nur einmal „Freiheit!“. „Braveheart“ machte Mel Gibson unsterblich, doch es ist bei Weitem nicht der einzige Film, aus dem wir Gibson kennen und lieben. Ehe er also nun in „The Expendables 3“ den Bösen mimt, schauen wir noch einmal auf seine restlichen Rollen.

In den 1980ern war er der smarte Held aus der Zukunft, in den 90er der coole Cop und heute ist er  ambitionierter Filmemacher historischer Epen: Mel Columcille Gerard Gibson, geboren am 3. Januar 1956 in Peeksill, New York, gehört zu den großen Actionstars der 1980er und passt wie kaum ein anderer zum kultigen Actionfilm „The Expendables 3“.

Schon früh nach Australien ausgewandert, verbrachte er seine Kindheit unter der Sonne von New South Wales. Gibson tat seine ersten Schritte auf den Brettern, die die Welt bedeuten, im National Institute of Dramatic Art in Sydney. Zunächst als klassischer Bühnendarsteller im Theater zu sehen, erhielt er nach einigen kleineren Rollen im australischen Fernsehen die Hauptrolle in dem postapokalyptischen Low-Budget-Film „Mad Max“ (1979). Die Rolle des harten Polizisten in einer Welt ohne Ordnung brachte Mel Gibson nicht nur internationale Berühmtheit ein, sondern machte ihn über Nacht zum Actionstar.

Von da an nahm seine Karriere weiter an Fahrt auf: In der Romanverfilmung „Die Bounty“ (1984) nach Richard Houghs Buchvorlage „Meuterei auf der Bounty“ etablierte er sich an der Seite von Anthony Hopkins, Daniel Day-Lewis und Liam Neeson in Hollywoods Schauspielriege. Mit der „Lethal Weapon“-Reihe (1987- 1998), den „Mad Max“-Fortsetzungen (1982; 1985), „Tequila Sunrise“ (1988) und „Air America“ (1990) festigte er seine Position als gefragter Actiondarsteller. In Filmenwie „Ein Vogel auf dem Drahtseil“ (1990), „Forever Young“ (1992) und „Maverick“ (1994) zeigte Gibson aber auch eine sanfte und selbstironische Seite.

Seinen absoluten Karrierehöhepunkt schaffte sich Mel Gibson selbst: als Regisseur und Hauptdarsteller im Historienepos „Braveheart“ (1995) wurde er mit fünf Oscars, unter anderem in der Kategorie Bester Film und Beste Regie, ausgezeichnet.

Trotz seines Talents zum Draufgänger und Frauenhelden zeigte sich Gibson auch nach diesem Erfolg von einer vielschichtigen Seite: Ob als paranoider Verschwörungstheoretiker in „Fletcher’s Visionen“ (1997), als rachsüchtiger Gangster in „Payback - Zahltag“ (1999), als Frauenversteher in „Was Frauen wollen“ (2000) oder als verwirrter Vater in „Signs“ (2002), Gibson weiß sich immer wieder neu zu erfinden.

Fast nebenbei entwickelte sich auch Gibsons Zweitkarriere als Produzent und Regisseur weiter. Dabei zeigten seine Filme „Die Passion Christie“ (2004) und „Apocalypto“ (2006) auch seinen Sinn für kontroverse Themen.

Immer als solider Sidekick zu gebrauchen, wie im Film „Machete Kills“ (2013), stattete Gibson auch seinem Ursprung im Actiongenre gerne einen Besuch ab. Sein Mitwirken in „The Expendables 3“ ist daher nur die logische Folge seiner glanzvollen Karriere.

In „The Expendables 3“ (Kinostart: 21.08.2014) spielt Gibson keinen Expendable, sondern ist  Barnies (Sylvester Stallone) größter Feind. Als Conrad Stonebanks, Gründungsmitglied der Expendables und ehemaliger SASR Officer einer Spezialeinheit, hat er Barnie hintergangen und muss jetzt gegen seine ehemaligen Kollegen kämpfen.

The Expendables 3 - Finaler Trailer Englisch.

 

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung