Paul Edgecomb und seine Kollegen arbeiten schon seit langem im Todestrakt eines Gefängnisses. Die Exekutionen sind bereits zur Routine geworden. Doch als eines Tages John Coffey, der wegen dem Mord an zwei kleinen Mädchen zum Tode verurteilt wurde, eingeliefert wird, geschehen plötzlich sehr seltsame Dinge. Besitzt Coffey etwa übernatürliche Kräfte?

“The Green Mile“ ist nach “Die Verurteilten“ die zweite Regiearbeit von Frank Darabont, die auf einem Roman von Stephen King basiert. Zu Anfang ist das noch ein klassischer Gefängnisfilm, doch mit diesen seltsamen Dingen tauchen auch etliche Fragen auf – wie zum Beispiel: Hat Coffey diese Kinder wirklich getötet? Soll er aus dem Gefängnis geschmuggelt werden, um der todkranken Frau des Vorstehers zu helfen? Und: Ist die Geschichte des Films so stark, dass er eine Laufzeit von drei Stunden unbeschadet übersteht?

Die Antwort auf die letzte Frage hängt vor allem an der Bewunderung für Stephen King. Wo vielen Verfilmungen der Bücher des Horrormeisters oberflächliche Verkürzungen vorgeworfen werden, geht Frank Darabont genau den gegenteiligen Weg. „The Green Mile“ legt ausgeprägten Wert auf eine werkgetreue Umsetzung der literarischen Vorlage, inklusive ausgedehnter Hintergrund-Geschichten und einer betont langsamen, gediegenen Inszenierung.

 

The Green Mile

Facts 

Ein Knastdrama von epischer Größe, zum Glück durchsetzt mit einigen spannenden Plot-Twists und exzellenten Schauspielleistungen. Es treten auf: Tom Hanks, David Morse, Bonnie Hunt, Michael Duncan, James Cromwell, Michael Jeter, Graham Green, Doug Hutchison, Sam Rockwell, Barry Pepper, Jeffrey DeMunn, Patricia Clarkson und Harry Dean Stanton. Das Drehbuch stammt ebenfalls von Frank Darabont – der Jahre später (=2007) erneut eine Stephen King-Geschichte vor die Kameras bekam: „Der Nebel“.

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