Oscar Analyse 2015: Beste Nebendarstellerin

Daniel Schmidt

1976 gewann Beatrice Straight für einen nur 5 Minuten und 40 Sekunden dauernden Auftritt den Oscar als beste Nebendarstellerin. Dadurch sollte aber auf keinen Fall der Eindruck entstehen, man müsse in dieser Kategorie keine Leistung erbringen oder es handle sich gar um eine unwichtige Auszeichnung. Das Gegenteil beweist die Gruppe fantastischer Schauspielerinnen, die mit kleinen aber trotzdem ganz großen Rollen in diesem Jahr nominiert ist.

Oscar Analyse 2015: Beste Nebendarstellerin

Die Nominierten in der Kategorie Beste Nebendarstellerin

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Die Chancen der Nominierten

Spätestens seit ihrem Triumph bei den diesjährigen Golden Globes in der gleichen Kategorie dürfte Patricia Arquette wohl als Titelfavoritin feststehen. Sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum kam der Film durch die Bank weg gut an und heimste ganze fünf Nominierungen ein, darunter auch als bester Film. Glaubt man den Hollywood-Experten (zu finden auf goldderby.com), hat Patricia Arquette den goldenen Nackedei so gut wie in der Tasche.

Ebenfalls gute Chancen dürfte allerdings auch Emma Stone mit ihrem Auftritt in „Birdman“ haben. Zwar hat es schon bei den Golden Globes nicht ganz gereicht, dafür führt „Birdman“ gemeinsam mit „The Grand Budapest Hotel“ die Liste der meisten Nominierungen mit jeweils neun Chancen auf die Statue an.

 

In „The Imitation Game“ hat Hollywood-Star Keira Knightley eine glanzvolle Leistung in einem anrührenden Film erbracht. In fast allen der acht Kategorien, in denen der Streifen nominiert ist, werden aber eher Außenseiter-Chancen eingeräumt. Zu stark ist die Konkurrenz der großen Gesamtfavoriten. Knightley, für die es nach 2006 mit „Stolz und Vorurteil“ die zweite Nominierung ist, kann zwar durchaus hoffen, einen Platz in der Vitrine muss sie aber noch nicht vorsorglich freiräumen.

Wenig bis gar keine Erwähnung unter den Favoriten für den Award findet auch Laura Dern für „Der große Trip - Wild“. Zumindest Meryl Streep, die für „Into the Woods“ bereits mit ihrer 19ten Oscarnominierung geehrt wurde, dürfte eine Niederlage wohl gut verkraften. Immerhin stehen schon drei Oscars bei ihr zu Hause. Trotz ihrer gewohnt brillanten Darstellung, gilt sie als unwahrscheinlichste Kandidatin.

  • größte Chance: Patricia Arquette „Boyhood“

Persönliche Meinung

Bei der diesjährigen hochkarätigen Konkurrenz ist es wirklich schwierig, einen klaren Favoriten festzumachen. Aber gerade weil es so schwierig ist, bin ich geneigt, den Kritikern zuzustimmen und mich für Patricia Arquette zu entscheiden. Wenn die völlig neue und ziemlich heftige Art und Weise wie ein einziger Film über so einen langen Zeitraum entstehen konnte den Unterschied macht, dann weiß ich auch nicht. Patricia Arquette hat meiner Meinung nach ganz klar Neuland betreten und wird mit „Boyhood“ in die Filmgeschichte eingehen. Mein Oscar geht demnach an sie.

Eure Meinung

Und jetzt noch einmal ihr: Wer gewinnt den Oscar als beste Nebendarstellerin? Stimmt ab:

Oscar Umfrage - Beste Nebendarstellerin

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