Oscar-Analyse 2015: Bestes adaptiertes Drehbuch

Jan-Thilo Caesar 1

Am Wochenende haben wir euch mit Oscar-Tipps für den „Besten Animationsfilm“ versorgt. Zum Start der neuen Woche nehmen wir in unserer Oscar-Analyse diesmal die Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“ unter die Lupe. Wer die besten Chancen bei den Oscars 2015 hat, erfahrt ihr hier!

Die Nominierten in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch

Alle Oscar-Nominierungen 2015

Die Chancen der Nominierten

Vermutlich gibt es dieses Jahr keine Kategorie bei den Oscars, bei der die Chancen so ungleich verteilt sind, wie bei den Nominierten für das Beste adaptierte Drehbuch. Und das obwohl sich hier gleich vier Anwärter für die Auszeichnung Bester Film tummeln. Während sich “Inherent Vice“, “American Sniper“ und “Die Entdeckung der Unendlichkeit“ mit aller Wahrscheinlichkeit mit dankbaren Erwähnungen begnügen müssen, liefern sich „The Imitation Game“ und “Whiplash“ ein spannendes Oscar-Rennen.

Wenn man den amerikanischen Experten und Filmkritikern Glauben schenkt, ist jedoch „The Imitation Game“ der eindeutige Favorit. Die Academy hat in den vergangenen Jahren immer wieder Biopics mit dem Goldjungen ausgezeichnet und anders als „Whiplash“ wurde der Film mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle bei den Golden Globes immerhin in schon in derselben Kategorie nominiert.

größte Chance: „Imitation Game“

Persönliche Meinung

Seien wir ehrlich, das Beste adaptierte Drehbuch war noch nie die spannendste Kategorie im Oscar-Rennen und dieses Jahr ist sogar ein Film dabei, der genau genommen gar keine Vorlage und hier somit eigentlich nichts zu suchen hat. Die Rede ist von „Whiplash“: Regisseur Damien Chazelle hat die Geschichte zwar schon als Kurzfilm verwirklicht, ursprünglich war das Drehbuch aber für einen abendfüllenden Spielfilm gedacht und wurde, da sich kein Produzent finden wollte, erst mal nur in kompensierter Form realisiert.

Während ich „Imitation Game“ den Oscar von Herzen gönne und nur etwas betrübt bin, dass Paul Thomas Anderson mit seinem „Inherent Vice“ auch dieses Jahr erneut leer ausgehen wird, hätte ich „Whiplash“ gerne bei den Besten Original-Drehbüchern gesehen, aber die Entscheidung der Academy gibt vielleicht erste Rückschlüsse darüber, wie viel die Experten aus Hollywood von dem Außerseiter-Kandidaten halten. Sehr schade, denn auch wenn es vielleicht nicht unbedingt das „adaptierte“ Drehbuch hätte sein müssen, hat sich das Drummer-Drama den Goldjungen auf jeden Fall verdient. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil ich selbst ganz gerne mal die Trommelstöcke schwinge…

Eure Meinung

Und jetzt seid ihr wieder dran: Wer gewinnt den Oscar für das Beste adaptierte Drehbuch? Stimmt ab:

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