THE LEGO MOVIE 3D - Kritik

Philipp Schleinig
"THE LEGO MOVIE" 3D | Trailer & Kritik Review Deutsch German [HD].
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Philipps Text-Kritik findet ihr hier:

Die Phrase „Everything is awesome“ schwirrt die Tage in den Köpfen vieler Menschen herum. Eine weitere Errungenschaft kommt hinzu, wenn die Wörter noch vertont werden können. Dann hat die Marketing-Kampagne von „The Lego Movie“ volle Wirkung gezeigt und darf zu Recht als gelungen betrachtet werden. Der Film ist somit – mal bewusst, mal unbewusst – in aller Munde und wirft die Frage auf: Was steckt eigentlich hinter dem Hype, welcher den Film seit seiner US-Veröffentlichung ergriffen hat?

Der Hype kommt nicht von irgendwoher, die Neugier einen Film betreffend, welcher fast vollständig aus Lego-Figuren und -Animationen besteht, ist groß: Allein am Eröffnungswochenende hat der Film in den USA 69 Millionen Dollar eingespielt, momentan liegen die Einnahmen in den Vereinigten Staaten bei rund 251 Millionen Dollar. Das weltweite Einspielergebnis dürfte in den nächsten Wochen noch um einiges ansteigen. Zudem zeigt die Bewertung auf IMDb von 8,3, dass der Film sehr beliebt ist.

In meiner Kindheit habe ich, wie viele von euch sicherlich auch, wie ein Verrückter mit Lego gespielt. Ganze Welten und Fantasiegebilde entstanden zu dieser Zeit in meinem Kinderzimmer. Natürlich horchte ich auf, als zum ersten Mal vermeldet wurde, dass es die Bausteinchen mit einem eigenen Spielfilm ins Kino schaffen. Der erste Trailer überzeugte vor allem durch eines: seinen Humor, der durch die Arten, Formen und Möglichkeiten der Lego-Steine einen besonderen Charme bekam. Der Film behält dieses Konzept nicht nur durchgängig bei, er schafft es auch damit eine fantastische Geschichte zu schaffen.

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Das innere Kind…

Doch eines nach dem anderen: Der Humor, der in „The Lego Movie“ an den Tag gelegt wird, basiert vor allem Slapstick-Komik und Wortwitzen. Hierbei haben sich die Drehbuchautoren, zu denen auch die beiden Regisseure des Films – Phil Lord und Christopher Miller – zählen, hervorragende Arbeit geleistet. Kein Witz ist zu erzwungen, die Situationen sind perfekt platziert und sorgen für ordentliche Lacher im Kino. Hinzu kommt ein Feingefühl für die Figuren, die allesamt große Sympathiewerte verursachen, da sie so einzigartig mit wunderbaren Sprechern und Charaktereigenschaften ausgestattet sind.

Man könnte in der Welt von „The Lego Movie 3D“ einiges an Gesellschaftskritik herauslesen – der Überwachungsstaat, monotone Lebensgestaltung, der willenlose Arbeiter. Doch der Film appelliert in seiner gesamten Handlung vor allem an eines: an die eigene Fantasie. Was als leiser Unterton in einer Geschichte, in welcher Emmet Brickowski („Guardians of the Galaxy“ Chris Pratt)  – unser Held des Films – das Böse in der Lego-Welt in Form von Präsident Business (Will Ferrell) besiegen will, beginnt, wandelt sich am Ende zum Appell an das eigene Ich des Zuschauers im Kino, ein Appell an das innere Kind in uns allen.

Das Finale des Films, welches ich euch hier natürlich nicht verraten werde, wurde in anderen Meinungen zum Teil kritisiert. Zu kitschig, war dort immer mal wieder zu lesen. Ich dagegen war vom grandiosen Clou von „The Lego Movie“ nicht nur überrascht, sondern auch überaus positiv beeindruckt. So viel Tiefe hatte ich bei einem solchen (Kinder-)Spaßfilm nicht erwartet. Für diese wenigen Minuten des Twists war im Kinosaal selbst kein Geräusch zu vernehmen, das Gelächter war verstummt, jeder kümmerte sich um seine eigenen Emotionen – wie auch immer diese in dem Fall ausgefallen sind.

LEGO Movie: Filmkritik-Fazit

Ihr habt nie mit Lego gespielt oder könnt den Bausteinen keine Faszination abgewinnen? Dann ist der Film umso mehr etwas für euch. Ein Lego-Wissen gibt es nicht (höchstens Film-Anspielungen machen bei Erkennen mehr Freude), die Geschichte bleibt universal. Und sie ist für jedes Alter gemacht!

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