Gute Zombie-Filme, die anders sind: So macht die Zombie-Apokalypse wieder Spaß

Tobias Heidemann 8

Pontypool

Bruce McDonalds „Pontypool“ ist DER alternative Zombie-Film schlechthin. Es fällt schwer, seine geniale Wendung des altbekannten Szenarios zu preisen, ohne sofort zu spoilern. Deshalb hülle ich mich hier auch lieber in Schweigen. Doch „Pontypool“ verdankt seine große Qualität nicht nur einem fantastischen Drehbuch – auch die schauspielerische Leistung von Stephen McHattie und die zurückgenommene Inszenierung von McDonald tragen viel zum Erfolg dieses Films bei. „Pontypool“ ist der perfekte Film für alle, die glauben, dem Genre sei kein neuer Ansatz mehr zu entlocken. Selten wurde man so spannend und intelligent vom Gegenteil überzeugt.

Pontypool Trailer.

 

 

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The Living Dead at Manchester Morgue

Non si deve profanare il sonno dei morti“ aus dem Jahr 1974 (auch bekannt als Let Sleeping Corpes Lie) und zuletzt als „“ auf dem Blu-ray Markt aufgetaucht, hat in dieser Liste strenggenommen nicht viel zu suchen. Der italienische Zombie-Film kennt bereits die Spielarten des damals noch sehr jungen Genres und bringt sie ohne große Abwandelungen auf den Bildschirm. Allerdings ist dieses Machwerk so vollständig in der Filmgeschichte untergegangen, dass kaum jemanden aufgefallen ist, dass „Non si deve profanare il sonno dei morti“ einer der besten Zombie-Filme überhaupt ist. Das hier ist nicht schlechter als Romero!

 

Der spanische Found-Footage-Film [Rec] hat wie auch „28 Days Later“ viel frische Luft in die Genre-Gruft geblasen. Beide Filme bilden ihre Untoten eher all tollwütige Bestien denn als hirnloses Kanonenfutter ab. Im direkten Vergleich dürfte allerdings der unkonventionellere von beiden Filmen sein. Die Wackelkamera, das Mietshaus-Szenario und die nervenaufreibendsten letzten 10 Minuten, die das Genre in den letzten Jahren hervorgebracht hat, machen aus einen klassischen Zombiefilm ohne Klischees.

 

 

Deadgirl

Mir persönlich hat „Deadgirl“ nicht besonders gut gefallen. Für eine wachsende Zahl von Genrefans ist das intelligente Werk von Marcel Sarmiento aber eine echte Genreperle. Im Mittelpunkt stehen zwei Studenten, die in einer verlassenen Psychiatrie eine junge, gefesselte Frau finden, die nicht sterben kann. Was psychologische Gesellschaftsstudie sein will, bricht irgendwann unter dem Gewicht von Vergewaltigung und Geschlechtskrankheiten in sich zusammen. Nice Try – mehr leider nicht.

 

The Revenant – Untote wie wir

The Revenant“ schließt meine Liste ungewöhnlicher Zombie-Filme. Die kleine Indie-Produktion war auf vielen Festivals eins Publikumsliebling, weil er in erster Linie als charmantes Buddy-Movie überzeugt. Die Geschichte um einen untoten Kriegsheimkehrer hat aber noch sehr viel mehr zu bieten als ein paar Schmunzler. Indie-Horror at it´s best.

 

 

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