News der Woche: Martin Scorsese goes Shakespeare

Philipp Schleinig 2

72 Jahre ist Martin Scorsese nun schon alt. Doch vom etwaigen Ruhestand hält der Meister-Regisseur nichts. Vielmehr hat er eine Reihe von Filmen auf seiner Liste, die er als nächstes unbedingt umsetzen will. Eben jener Liste wurde nun noch ein Werk hinzugefügt, welches für Scorsese ein „erstes Mal“ bedeuten würde: Die Verfilmung eines Shakespeare-Stücks. Das wollen wir uns doch mal genauer anschauen!

News der Woche: Martin Scorsese goes Shakespeare
Bildquelle: © Universal.

„Nichts ist gewonnen, alles ist dahin. Stehn wir am Ziel mit unzufriednem Sinn.“

Es war keine anonyme Quelle, auch kein Freund des Regisseurs oder anderweitige Personen, die mit der Nachricht an die Öffentlichkeit ging. Nein, die Nachricht, dass Martin Scorsese („The Wolf of Wall Street“) sich womöglich an die Verfilmung des Shakespeare-Stücks „Macbeth“ machen werde, kam vom Shakespeare-Enthusiasten Kenneth Branagh. Der Mann ist kein Unbekannter: Nicht nur sahen wir ihn schon als Gilderoy Lockhart in „Harry Potter“ oder als Bösewicht in „Jack Ryan: Shadow Recruit“, sondern ist er auch als Regisseur von „Thor“ und zuletzt „Cinderella“ in Erscheinung getreten.

Das wahre Steckenpferd von Kenneth Branagh sind allerdings Shakespeare-Verfilmungen, von denen er schon „Heinrich V.“, „Viel Lärm um nichts“ und „Hamlet“ abgeliefert hat. 2013 inszenierte er für das Theater das berühmte Werk „Macbeth“, welches zu jener Zeit auch von Martin Scorsese in New York angesehen wurde. Dieser zeigte sich sehr begeistert davon und sprach mit Kenneth Branagh im Anschluss über eine mögliche Verfilmung des Stücks.

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Nun gab Kenneth Branagh in einem BBC-Radio-Interview ein Update zur Story:

Wir sind praktisch an der Stelle, an der es passieren wird. Wir werden die Produktion nochmal auflegen und Mr. Scorsese wird eine Film-Version dieser Produktion anfertigen. Die Finger schweben über dem Papier. Wir haben darüber gesprochen. Alle Beteiligten wollen den Film machen, es ist nur eine Frage des Zeitplans. Ich bin sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr hoffnungsvoll, dass es passieren wird.

Das klingt alles sehr vielversprechend, zumal es von einem direkt Beteiligten kommt. Doch einen wunden Punkt gibt es und diesen stellt Kenneth Branagh auch heraus - den Zeitplan.

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Kino-Highlights 2014.

Martin Scorseses Liste der zukünftigen Projekte

Während Scorsese gerade in Taiwan seinen neusten Film mit dem Titel „Silence“ über zwei Jesuitenpriester (Adam Driver, Andrew Garfield), die im feudalen Japan ihren Mentor (Liam Neeson) ausfindig machen wollen, dreht, stehen andere Projekte schon Schlange.

So hegt der Regisseur die Wünsche, sein ewig verschobenes Frank-Sinatra-Biopic (mit Leonardo DiCaprio?) zu drehen, Al Pacino, Robert De Niro und Joe Pesci in „The Irishman“ wieder zusammenkommen zu lassen und Jamie Foxx im Mike-Tyson-Biopic zu inszenieren. Zusammengezählt ist das eine Beschäftigung über die nächsten sieben Jahre.

Da bleibt nur die Frage, an welche Stelle er den „Macbeth“-Film schieben wird und welches lang gehegte Projekt wieder einmal verschoben werden muss! Was meint ihr?

 

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