Silence: Martin Scorseses Herzensprojekt geht an den Start

Philipp Schleinig

Seit nunmehr fast 20 Jahren hat der Meister-Regisseur Martin Scorsese versucht, sein Herzensprojekt „Silence“ über den inneren Glaubenskrieg dreier Priester im fernen Japan umzusetzen, nun bekommt der Film grünes Licht und die Dreharbeiten beginnen schon nächste Woche. Alle Infos findet ihr unten.

Den Wunsch, Shusakus Endos Roman „Silence“ zu verfilmen, hegt Oscar-Preisträger Martin Scorsese schon lange. Seit 20 Jahren bemüht er sich um eine Umsetzung, entwarf mehrere Drehbuchentwürfe und klopfte bei möglichen Produzenten persönlich an die Haustür. Dass der Regisseur zwischendurch natürlich nicht untätig war, dürfte jeder von uns wissen. So brachte er erst im vergangenen Jahr den großartigen „The Wolf of Wall Street“ mit Leonardo DiCaprio an den Start.

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Mit der Verpflichtung von Fábrica de Cine und SharpSword Films, die als zusätzliche Geldgeber fungieren werden, bekam „Silence“ nun endlich grünes Licht, sodass die Dreharbeiten bereits Ende Januar in Taiwan beginnen können (Deadline berichtet). Paramount Pictures wird sich indes um den Verleih kümmern. Der voraussichtliche Kinostart wird dann im Jahr 2016 liegen. Hoffentlich am Anfang des Jahres!

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In „Silence“ geht es um die beiden Priester Sebastião Rodrigues und Francisco Garrpe, gespielt von Andrew Garfield und Adam Driver, die im Jahre 1638 gemeinsam nach Japan reisen, um ihren ehemaligen Mentor, Cristóvão Ferreira (Liam Neeson), zu treffen. Sie sollen prüfen, ob sich dieser wirklich vom christlichen Glauben abgewendet hat. Als sie schließlich im feudalen Japan ankommen, müssen sie schreckliche Dinge miterleben, denn Christen und andere westliche Einflüsse werden auf der Insel zu dieser Zeit nicht toleriert.

Fans von Martin Scorsese warten indes allerdings wohl auch noch auf ein anderes Projekt des Regisseurs: So zirkuliert gefühlt seit Jahren die Idee von „The Irishman“ durch die Filmwelt. Für diesen Mafia-Film, zu dem wohl auch schon Drehbuchentwürfe vorliegen sollen, will Scorsese die Zugpferde Robert De Niro, Joe Pesci und Al Pacino in einem Film vereinen. Bei der Vorstellung klappt mir seit Jahren die Kinnlade runter. (Was ist eigentlich aus Joe Pesci geworden?)

Doch konzentrieren wir uns erst einmal auf „Silence“ und hoffen, dass gut Ding wirklich Weile haben will!

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