Der zweite Teil der „Transformers“-Saga wirbelt seit seinem Release in 2009 jede Menge Staub auf, ein Großteil davon hat sich zu einem Wirbelsturm aus Hass entwickelt. Ich erkläre euch heute nicht nur, warum „Transformers 2“ zu Unrecht verurteilt wurde, sondern auch, warum es sich dabei um das wahrscheinlich großartigste filmische Werk seit „Citizen Kane“ handelt.

Das Wichtigste sollte ich direkt vorweg nehmen:  So toll intellektuelle und hochgeistige Filme auch sein mögen, hin und wieder darf und muss es einfach mal eine Ladung oberflächliche Action mit möglichst vielen Explosionen sein. Gefordert werden unsere Gehirne im Alltag schließlich genug!

Nach dem ersten Teil der epischen Reihe treibt Regisseur Michael Bay seine magische Formel in „Transformers – Die Rache“ auf die Spitze und liefert den wohl makellosesten Action-Kracher des dritten Milleniums unseres Herren Jesus Christus. Warum der Film so gut funktioniert, ist allerdings kein Hexenwerk, sondern lässt sich spielend leicht in verschiedene Faktoren aufteilen.

Das Drehbuch

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Das Fundament eines Films ist – natürlich – das Drehbuch! Auf dem Papier werden die Charaktere lebendig und gewinnen an Tiefe, bevor die Schauspieler sie mit ihrem Talent füllen und auf der Leinwand verkörpern. Und auch die verschiedenen Punkte der Handlung werden miteinander verknüpft und ergeben ein schlüssiges Ganzes.

Im Fall von „Transformers 2“ ähnelt das Drehbuch einem Schweizer Uhrwerk, so genial werden die fulminanten Action-Szenen mit einer kohärenten und nachvollziehbaren Geschichte verwoben. Es geht wie im Vorgänger um Shia LaBeoufs Sam Witwicky, der vom Krieg der Autobots und Decepticons die Nase voll hat und ein ruhiges Leben an der Uni verbringen will. Daraus wird natürlich Nichts, denn vor seinem geistigen Auge sieht er fremde, Transformers-artige Symbole, die ihn aus der Ruhe bringen. Außerdem wird er von einer absolut heißen Kommilitonin verführt, die sich leider prompt in einen Decepticon verwandelt und ihn angreift.

Von da aus entwickelt sich eine facetten- und farbenreiche Geschichte, die sich über Jahrtausende in die Vergangenheit und Lichtjahre in den Weltraum erstreckt und trotz der Laufzeit von zweieinhalb Stunden stets die Zügel in der Hand hält. So weiß man zu jeder Zeit, wer auf wessen Seite ist, worum es geht und was genau die Absicht von Protagonisten und Antagonisten ist.

Doch das brillante Drehbuch ist noch nicht einmal das stärkste Element des Films, die wahre Offenbarung des Films stelle ich euch auf der nächsten Seite vor.