True Detective: Wie eine TV-Serie das Kino neu erfindet

Timo Löhndorf 5

TRU_Banner_3

Das Gerüst von “True Detective“ ist ein herkömmlicher Krimi. Im Jahr 2012 werden die beiden ehemaligen Kriminalbeamten Rustin Cohle (Matthew McConaughey) und Martin Hart (Woody Harrelson) einberufen und zu einem alten Fall befragt. In diesem Rahmen spielt sich eine Geschichte ab, die 1995 anfing und noch immer nicht beendet zu sein scheint.

TRU_Artikel_7

Der Fall von Martin und Rust, in dem es unter anderem um okkulte Sekten, Teufelsanbetung und Menschenopfer geht, rutscht dabei mehrfach in den Hintergrund des Geschehens. Im Zentrum von „True Detective“ stehen die beiden Hauptfiguren, die für sich genommen zwei grenzenlos interessante und facettenreiche Charaktere sind. Zusammen bilden sie ein konfliktreiches, aber effektives Gespann, das während der acht Folgen durchgehend fasziniert.

Bilderstrecke starten(10 Bilder)
Pornos, Pleiten & Peinlichkeiten: Die Anfänge von Arnie, Stallone & Co.

TRU_Artikel_5

Bereits zur diesjährigen Oscar-Verleihung outete ich mich als großer Fan von Matthew McConaughey und schrieb über die bewundernswerte Entwicklung des Schauspielers. Dieser Entwicklung setzt Matthew jetzt den sprichwörtlichen Krone auf. Sein Detective Rustin Cohle wird (hoffentlich) als einer der besten Serien-Charaktere in die Geschichte eingehen.

TRU_Artikel_9

Gequält von einer traumatischen Vergangenheit und den Geistern seiner eigenen Entscheidungen irrt der zynische und deprimierte Cohle rastlos durchs Leben und jagt die Monster, mit denen sein Job ihn konfrontiert. Gegengewicht zu Cohle ist Martin Hart, ein funktionierender und „normaler“ Familienmensch, der ebenfalls Dämonen zu bekämpfen hat, sowohl seine eigenen, als auch die seiner Mitmenschen.

TRU_Artikel_8

Die makellosen Leistungen der beiden Hauptdarsteller sind nur der erste Punkt einer langen Liste, auf der die Vorzüge von „True Detective“ stehen. Regisseur Cary Fukunaga („Jane Eyre“, „Sin nombre“) verpackt die Sümpfe und Marschen Louisianas in eine Atmosphäre, die so dicht ist, dass man sie schneiden kann. Mein persönlicher Maßstab für hammerharte Krimi-Thriller war bislang „Sieben“, doch „True Detective“ kommt mühelos an David Finchers unbehaglichen Film heran und übertrifft ihn teilweise sogar.

Warum „True Detective“ euch gleich vier Kinobesuche erspart, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung