Oscar-Analyse 2015: Bester Nebendarsteller

Marek Bang 1

Am kommenden Sonntag ist es soweit und die Oscars werden endlich verliehen. Natürlich schauen wir alle gebannt auf die Königsdisziplinen der besten Hauptdarsteller und des besten Films, aber kaum ein Schauspieler kann einen Film im Alleingang stemmen und so richten wir heute erst einmal unser Augenmerk auf den Sidekick des Jahres. Wer wird das Rennen um den Oscar für den besten männlichen Nebendarsteller machen? Erfahrt es bei uns!

Oscar-Analyse 2015: Bester Nebendarsteller
Bildquelle: © Sony Pictures Releasing .

Die Nominierten in der Kategorie Bester Nebendarsteller

Alle Oscar-Nominierungen 2015

Die Chancen der Nominierten

Es ist ein Jahr mit vielen überzeugenden schauspielerischen Leistungen und so ist auch die Kategorie des besten Nebendarstellers prominent bestückt. Altstar Robert Duvall ist bei den Nominierungen vielleicht die größte Überraschung, zumal der Film  „Der Richter – Recht oder Ehre“ anderweitig gar nicht auftaucht. Der gute Mann hat also insgesamt die geringsten Chancen auf die Trophäe, dürfte sich aber über eine weitere Nominierung sicherlich dennoch freuen. Bei Mark Ruffalo sieht die Sache schon anders aus, denn seine Performance als Ringer im Biopic „Foxcatcher“ hat es durchaus in sich und falls Hauptdarsteller Steve Carell den Preis mit nach Hause nehmen sollte, wäre auch eine Auszeichnung für seinen Sidekick denkbar.

Dennoch ist es ein anderer Schauspieler, der in diesem Jahr als größter Favorit in dieser Kategorie gilt. Als sadistischer Musiklehrer brilliert in Damien Chazelles Drama „Whiplash“ nämlich der Schauspieler J.K. Simmons und liefert eine fulminante Vorstellung ab, die bereits mehrfach preisgekrönt wurde (unter anderem mit einem Golden Globe), was oftmals ein sicherer Indikator für eine Auszeichnung mit dem Oscar ist. Da dürfte selbst der starke Edward Norton keine Chance haben.

  • größte Chance: J.K.Simmons für „Whiplash 

Persönliche Meinung

J.K. Simmons hat sich die Trophäe redlich verdient und vor allem hervorragend erspielt, so dass ich mit einem Favoritensieg in dieser Kategorie vollends einverstanden wäre und mich an dieser Stelle einfach guten Gewissens dem Trend der Voraussagen anpassen kann.

Sollte es jedoch zum großen Favoritensterben kommen, geht meine Stimme an Edward Norton, der in der Tragikomödie „Birdman“ neben dem groß aufspielenden Michael Keaton nicht untergeht und der ebenfalls eine eindrucksvolle Performance abgegeben hat. Allein die seltsam knisternden Szenen mit Emma Stone sind auch dank Nortons unterkühlt-souveränem Auftritt einen Preis wert, allerdings wird es der gute Mann wohl gegen Herrn Simmons schwer haben. Mit einem dieser beiden Schauspieler als bestem Nebendarsteller des Jahres könnte ich letztlich auf jeden Fall mehr als gut leben.

Eure Meinung

Was meint ihr? Wer gewinnt den Oscar? Stimmt ab:

Wer gewinnt den Oscar als bester männlicher Nebendarsteller?

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