Deadpool: Ryan Reynolds über die Rettung der Comic-Verfilmung

Jan-Thilo Caesar 3

Es war ein langer Weg für die „Deadpool“-Verfilmung, doch im März ist es endlich soweit und die Dreharbeiten starten. Welche Hürden der Superheld für seinen Leinwand-Auftritt nehmen musste und was die Produzenten nach langem Sträuben letztendlich dazu bewogen hat, dem Projekt doch noch grünes Licht zugeben, erfahrt ihr bei uns!

Deadpool: Ryan Reynolds über die Rettung der Comic-Verfilmung
Bildquelle: © Marvel.

Schon seit Jahren fordern Comic-Fans eine Leinwand-Adaption von einem der durchgeknalltesten Superhelden, den das Marvel Universum zu bieten hat und nun ist es bald soweit. Doch auf die Frage, wem wir es eigentlich zu verdanken haben, dass Deadpool bald ins Kino darf, gab es bisher noch keine eindeutige Antwort. Einer hatte aber ganz gewiss die Finger im Spiel: Schauspieler und Ex-„Green Lantern“ Ryan Reynolds, der sich für die Kino-Adaption in das schwarz-rote Superhelden-Outfit zwängen wird und das Projekt schon seit Jahren vorantreibt. In einem Interview mit Yahoo Movies sprach der Darsteller jetzt über den steinigen Produktionsweg von „Deadpool“ und was die Verantwortlichen bei Fox davon überzeugt hat, das Projekt durchzuwinken.

Fragt man Reynolds selbst, war dafür zu 100% das im Juli 2014 geleakte Test-Footage verantwortlich, das vor drei Jahren das Licht der Welt erblickte und von Tim Miller inszeniert wurde. Kurz nach diesem Vorfall gab Fox grünes Licht für eine „Deadpool“-Verfilmung und die Spekulationen, wer das Material ins Internet gestellt hat, schossen in alle Richtungen. Einige glaubten Reynolds selbst hätte das Testvideo hochgeladen, andere hatten den Regisseur im Verdacht und wieder andere dachten, das alles wäre nur cleveres Marketing. Im Interview räumt Reynolds mit den Gerüchten auf:

Ich hätte es auf jeden Fall getan, wenn ich gewusst hätte, was das bewirkt. Ehrlich, wir alle dachten, dass Tim Miller, der Regisseur, das Material geleakt hat. Aber mittlerweile hab ich da Gewissheit, in einem ruhigen Moment (…) sagte er mir, dass er es wirklich nicht gewesen ist. Sie glauben, die Initialzündung kam von irgendjemandem bei Fox, der das Material mit dem iPhone aufgenommen und dann veröffentlicht hat.

Es sieht so aus, als hätte sich die Beharrlichkeit von Ryan Reynolds und Tim Miller am Ende ausgezahlt und das Glück ihnen in die Hände gespielt.

Wenn man sich den E-Mail-Verkehr von damals anschaut, sagen wir Sachen wie „Wir sollten das leaken“ oder „Hey, wenn das Ding nicht vorankommt, sollte einfach einer von uns sagen: ‚Ups, ich hab’s aus Versehen online gestellt.'“ Aber niemand, mich selbst eingeschlossen, hatte den Mut, sowas zu machen. Irgendjemand hat das dann Jahre später für uns übernommen, als wir alle schon dachten, das Projekt sei längst gestorben.

„Deadpool“ wird mit deutlich weniger Produktionsaufwand betrieben, als das bei den meisten Comic-Verfilmungen üblich ist. Dafür haben Reynolds und Miller nicht den Druck, den rauen Charme der Vorlage entschärfen zu müssen und können den Film vielleicht mit einem R-Rating rausbringen. Hoffentlich gelingt Reynolds zweiter Lauf als Deadpool besser, als sein erster Versuch in „X-Men: Wolverine Origins“ - der Film wird mittlerweile ja sogar vom eigenen Franchise geleugnet und viele wissen vielleicht nicht mal, dass der Kerl im roten, ärmellosen Shirt Deadpool darstellen sollte.

Am 11. Februar 2016 kommt der Film zu uns in die Kinos. Das komplette Interview gibt es bei Yahoo zu lesen. Hier könnt ihr euch nochmal die Test-Aufnahmen von „Deadpool“ angucken:

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