X-Men: Zukunft ist Vergangenheit - Kritik

Philipp Schleinig 8

Die GIGA Film-Kritik zu „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“

Die Vorfreude auf „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ war groß. Angesichts der vielen Superhelden-Themen, die uns unter den Filmen 2014 erreichen, gilt es doch auch, sich irgendwie von seinen Konkurrenten abzusetzen. Ob das dem Film gelungen ist und wie wir ihn allgemein fanden, erfahrt ihr hier in unserer Text-Kritik.

"X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" | Trailer & Kritik Review Deutsch German Marvel 2014 [HD].
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X-MEN-Zukunft ist Vergangenheit-Kritik

Was uns die filmischen Adaptionen der unzähligen Comic-Vorlagen in den letzten Jahren so bescheren, muss, bei aller Abneigung zu Superhelden oder Unzufriedenheit mit einigen Werken, einmal gelobt werden. Es ist sicherlich nicht einfach, die Handlungen, welche unglaublich vernetzt sind und sich über mehrere Comic-Reihen, -Ableger, etc. entwickeln, für ein Publikum aufzubereiten, welches durchaus oft nicht mit der Materie vertraut ist. Nein, die Produzenten und Regisseure wollen nicht nur die Fans in die Kinos locken, sondern auch neue Fans generieren. Wer sich einst der filmischen X-Men-Reihe angenommen hat, wird mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ nun dafür belohnt.

Als Einsteiger-Film ist der siebente Film der X-Men-Reihe (inklusive den Wolverine-Ablegern) nicht nur aufgrund seiner Handlung, sondern auch aufgrund der ansonsten fehlenden Wirkung nicht geeignet. Den Mutanten ergeht es in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit 3D“ schlecht, ihre Vernichtung ist kaum noch abzuwenden. Diese Not, diese Bedrängnis spürt man, wenn man die Geschichten um Wolverine (Hugh Jackman), Professor X (Patrick Stewart), Magneto (Ian McKellen), Storm (Halle Berry) und Co. bis dato verfolgt hat. Doch auch Wiedersehen macht bekanntlich Freude. Ob Hoffnung oder Trauer – das Schicksal jedes einzelnen Mutanten verdient es, in seiner Gänze aufgenommen zu werden.

Natürlich ist „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ auch die Fortsetzung einer Reihe, die im Jahr 2000 mit „X-Men“ begann. Und nicht nur das: Der Film ist auch der bisherige Höhepunkt der Auseinandersetzung der Menschen mit den Mutanten. Während Magento jeher den Fortschritt der Mutanten betonte, ist es Charles Xavier, der nach Gleichstellung strebt. In der Zukunft von „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ ist dieses Szenario nicht mehr gegeben, beide arbeiten gemeinsam, um den Untergang zu verhindern. Mit dieser ganzen Dramatik schafft es der Film mit seiner Laufzeit von 131 Minuten zu jeder Sekunde zu überzeugen, zu beeindrucken, zu fesseln.

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I don’t want your suffering! I don’t want your future!

Was Regisseur Bryan Singer und die Drehbuchautoren Simon Kinberg, Matthew Vaughn und Jane Goldman mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ geschaffen haben, ist nicht zu verachten. Doch auch abseits der Dramaturgie gibt es Unterhaltung par excellence. Witzige Situationen (Quicksilvers „Küchen-Run“) wechseln mit packenden, Freude und Trauer gehen Hand in Hand. Dabei gelingt es den Machern sehr gut, sowohl ein tolles Finale aufzubauen, als auch nicht alle Handlungsebenen nur darauf zu richten. Der Film baut gleich zu Beginn einen Unterhaltungspegel auf, welchen er auch konstant zu halten weiß. Langeweile oder langatmige Sequenzen sind in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ nicht zu finden.

Der Film weist mit der Verknüpfung der unterschiedlichen Generationen an Mutanten ein gehöriges Angebot an namhaften Darstellern auf. Für viele Spielfilme aus Hollywood wurde dies oftmals zum Fluch, für „X-Men; Zukunft ist Vergangenheit“ ist es ein Segen. Der Film ist nicht einfach eine Aneinanderreihung von Superhelden/Mutanten. Die Hauptcharaktere haben tiefgreifende Persönlichkeiten und die Figuren mit irgendwelchen Schauspielern zu besetzen, würde der Vermittlung dieser Vielschichtigkeit nicht dienlich sein. Doch die Darsteller sind nicht nur namhaft, sondern auch herausragend, allen voran James McAvoy, der den jungen, unsicheren und verzweifelten Charles Xavier spielt, welcher als Alter Ego in der Zukunft vom stoischen Patrick Stewart zwar (aufgrund der Entwicklung des Charakters) anders, aber ebenso brillant gespielt wird.

Daneben reihen sich neben den oben bereits Genannten auch bekannte Gesichter wie „Juno“-Darstellerin Ellen Page, „About A Boy“-Star Nicholas Hoult und „Game of Thrones“-Liebling Peter Dinklage. Doch ausdrucksstark wird es besonders dann, wenn eben James McAvoy, der Oscar-Nominierte Michael Fassbender und die Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence vor der Kamera stehen. Dann zeigt sich charakteristische Schauspielkunst, auch – wie oftmals einige Zuschauer nicht vermuteten – in einer Comic-Verfilmung.

Fazit

„X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ krönt die bisherigen X-Men-Verfilmungen mit einem fulminanten Werk. Der Film vereint alle möglichen Elemente großartiger Unterhaltung – Gänsehaut, Tränen, Lachen, stockender Atem, Anspannung, Freude und Epik. Geschaffen wird dies durch eine Story, die die vorherigen Filme bedenkt und ehrt, das X-Men-Universum aber gleichzeitig auch auf eine neue Stufe hebt, sowie durch die Darsteller, die in einem unterschätzten Genre Höchstleistung erbringen.

Es empfiehlt sich, nach dem Abspann noch etwas sitzen zu bleiben!

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