Wagemutige Todessprünge, knochenbrechende Faustschläge, zerberstende Scheiben und die obligatorische Last Minute-Flucht vor Explosionen – Hollywood liebt die Zeitlupe. Immer dann wenn es um Haaresbreiten, Heldenposen und Handgemenge geht, steigen die Chancen auf den Einsatz der Slow Motion-Technik ganz gewaltig. Die Ästhetik der Zeitlupe ist allgegenwärtig. Doch nicht alle Filmemacher beherrschen sie auch.

 
The Big Lebowski
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Mit Verlangsamung allein erreicht man nämlich noch gar nichts. Eine wirklich gelungene Zeitlupen-Sequenz braucht ein Ziel, ein Konzept, ein Gefühl und vor allem das richtige Timing. Die folgenden zehn Slow Motion-Momente sind virtuos entwickelte Beispiele einer Kunsttechnik, die richtig eingesetzt absolut atemberaubend sein kann, durch ihren inflationären Gebrauch aber viel von ihrer Faszination eingebüßt hat. Zeit also, die wahren Meisterstücke an dieser Stelle einmal angemessen zu feiern. Hier ist unsere Top 10 der besten Zeitlupen-Sequenzen aller Zeiten.

Platz 10

Watchmen / Zombieland – Titelsequenz

Super Slow Motion-Titelsequenzen gehören mittlerweile zum guten Ton des Blockbuster-Metiers. Mit dem richtigen Händchen lassen sich Stimmung und Haltung eines Films an dieser Stelle prima kondensieren. Leider verkommt das beliebte Stilmittel dabei nicht selten zu einer überflüssigen Demonstration alberner Titel-Effekte.

Wie man es richtig macht, das belegen „Zombieland“ und „Watchmen“ gleichermaßen eindrucksvoll. Und deshalb dürfen sich die beiden auch den Platz 10 auf unserer Liste teilen. Während sich Zack Snyders stilsichere Kombination aus historischen Motiven, Comic-Zitaten und Charakter-Einführung mit der Hilfe von Bob Dylan einen Eintrag sichert, vermag es Ruben Fleischers genial verspielte Exposition zu „Zombieland“ in nur anderthalb Minuten, sein gesamtes Genre auf den Zeitlupen-Punkt zu bringen. Zwei Titelsequenzen, die so gut sind, dass sie ihr nachfolgendes Filmmaterial zwangsweise in den Schatten stellen.

 

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