Mit Archetypen und Farben zum Sieg: Das perfekte Deck beim Boosterdraft

ANZEIGE (11. September 2020)

Kaum etwas macht bei Magic: The Gathering so viel Spaß wie das Draften, oder? Die Vorfreude auf ein frisches Pack neuer Karten, der Nervenkitzel des ungewissen Decks – doch wie wird das beim Boosterdraft eigentlich gebaut? Wir erklären euch die Grundlagen und besten Tipps und Tricks für euer perfektes Draft-Deck.

Limited-Format Boosterdraft

Bei Magic: The Gathering (MTG) habt ihr die Wahl, ob ihr Constructed – also ein fertiges Deck, das ihr selbst gebaut habt – oder Limited spielt. Bei Limited öffnet ihr mit euren Mitspielern vor Beginn der Partie eine bestimmte Anzahl an Boosterpackungen und baut euch jeweils daraus ein eigenes Deck mit Standardländern zusammen. Der Boosterdraft ist ein spezielles Format davon, das sich für Gruppen ab sechs und idealerweise acht Spielern eignet. Jeder Spieler erhält drei Boosterpackungen, die „gedraftet“ werden. Das heißt, jeder öffnet eine Packung und nimmt eine der 15 Karten heraus und legt sie vor sich auf einen verdeckten Stapel – diese Karten dürfen die Gegenspieler nicht sehen – dann geben alle die Packungen an den Spieler auf ihrer Linken weiter. Jeder Spieler sucht sich wieder eine neue Karte aus – das geht solange, bis alle Booster-Packs leer sind. Als nächstes wird die zweite Boosterpackung geöffnet – hier folgt das gleiche Prinzip nur rechtsherum. Die dritte Boosterpackung wird im Anschluss wieder links herum gedraftet.

Hinweis: Für das Draften ist jede Kombination von Boosterpackungen erlaubt – lediglich bei Turnieren achtet man darauf, dass Booster zum Beispiel nur aus den Erweiterungs-Sets genutzt werden, die auch dem neuesten Block angehören.

Nachdem alle Booster verteilt sind, hat jeder Drafter vor sich einen verdeckten Stapel aus 42 beziehungsweise 45 Karten je nach Set und muss sich daraus sein Deck bauen. Jedes Deck muss dafür aus mindestens 40 Karten inklusive Länder bestehen. Wir empfehlen euch, lieber ein kleines Deck anzulegen als ein zu großes, bei dem ihr schnell den Überblick verliert. Starke Karten könnt ihr wie gewohnt mehrmals wirken. Als weiteren Tipp, solltet ihr euch schon beim Draften auf zwei Farben fokussieren, um ein zweifarbiges Deck bauen zu können. Um eine gute Mischung in eurem Deck zu haben, lohnen sich folgende Richtwerte:

      • 17 Länder (Diese müssen nicht gedraftet werden, sondern werden im Idealfall vom jeweiligen Verkaufsanbieter zur Verfügung gestellt oder als Standardländer von zuhause aus der eigenen Sammlung mitgebracht)
      • 14 – 17 Kreaturen
      • Spontanzauber, Hexereien, Verzauberungen und Artefakte als restliche Karten

 Strategietipps für euren Boosterdraft

Eine der bekanntesten und beliebtesten Strategien ist „B-R-E-A-D“. Das hat tatsächlich nicht mit Brot zu tun, sondern ist eine einfache Eselsbrücke für die Unterteilung der Booster-Karten in „Bombs“, „Removal“, „Evasion“, „Attackers“ und „Duds“. Wenn ihr nach diesen Kategorien die Karten des Boosterpacks auswählt, fällt es euch meist leichter, ein stimmiges Deck mit vielen Synergien zu bilden.

    • Bombs stehen für die stärksten Karten. Wenn ihr eine „Bomben-Karte“ wirkt und sich euer Gegenspieler nicht schnell dagegen behaupten kann, dürfte die Partie zu euren Gunsten schnell vorbei sein. Der erste Impuls beim Sichten ist zwar immer die stärksten Karten zu finden, doch vergesst dabei nicht euren Fokus auf euer bisheriges, zweifarbiges Deck. Habt ihr beim Draft bisher zum Beispiel den Fokus auf Weiss – Blau verfolgt, solltet ihr keine „Bombe“ in einer anderen Farbe wählen, sondern lieber auf das nächste Boosterpack dafür setzen.
    • Removal stehen für Beseitigungen – also alle Karten, die Kreaturen entfernen. Sie gelten nach den Bombs als wichtigste Karten. Schließlich können sie im Zweifel sogar Bomben selbst auslöschen. Removal-Karten sind entscheidend, um euch gegen eure Gegenspieler zu verteidigen. Vor allem bei Widerstand lohnen sich Karten wie „Schock“ – der einem beliebigen Ziel zwei Schadenspunkte zufügt – oder auch „Mord“ – mit dem ihr eine Kreatur eurer Wahl zerstört. Im neuen Set von Zendikars Erneuerung findet ihr mit der “Antikognition”, “Jwarische Störung” oder auch “Einvernehmliche Verteidigung” drei hilfreiche Spontanzauber-Karten, mit denen ihr Zauber eurer Wahl neutralisieren könnt – es sei denn, sein Beherrscher bezahlt.
    • Evasion beschreibt Karten, die Barrikaden euer Gegner durchbrechen können. Darunter fällt zum Beispiel Zendikars Kreatur und Minotaurus  „Akoum-Krieger“, “Grotag-Ungezieferfänger” oder auch die Insekten-Kreatur “Himmelsfestung-Geopede”. Dank dieser Karten habt ihr die Fähigkeit von Trampelschaden, der dem Gegner mit großer Wahrscheinlichkeit Schaden zufügt, selbst wenn die Kreatur vorher blockiert wurde. Als wichtigen Tipp empfehlen wir euch, die grünen Kreaturen im Auge zu behalten – sie haben mehr Stärke für den Widerstand und geringere Manakosten als Karten in den anderen Farbidentitäten.

    • Attackers füllen eure Manakurve geschickt auf. Achtet darauf, dass ihr eine gute Mischung aus Karten mit unterschiedlichen Manakosten habt – so seid ihr für jeden Angriff gut gerüstet und habt selbst bei geringem Mana noch Angriffsmöglichkeiten. Ein gutes Gleichgewicht aus günstigen Kreaturen und Tieren mit höheren Manakosten ist ideal. Dazu zählen aber auch eher Defensiv-typische Karten wie die „Tajuru-Fäulnisklinge“, die mit der Todesberührung eine beliebige Kreatur zerstören kann.
    • Duds sind die übrigen Karten, unter denen oft aber auch vermeintlich schwache Siegertypen stecken. Gemeint ist damit, ein kleiner Anwendungsbereich, der vielleicht nur selten zum Zug kommt, aber dann entscheidend sein kann. Gerade wenn es um die letzten Punkte geht, könnt ihr mit den Duds die Partie manchmal noch zu euren Gunsten drehen. Oft ist eine Duds-Karte genau das, was eurem Gegner mit seinem Angriff den richtigen Konter verpasst, wenn ihr insgesamt auf eine gut abgestimmte Mischung eures Decks achtet. Die Karte “Absturz” lohnt sich zum Beispiel sehr (und ausschließlich) bei Gegnern, die fliegende Kreaturen sind – sie zerstört eine Kreatur eurer Wahl im Flug. Da Magic in der Regel in “Best-of-3”-Partien gespielt wird, sind Karten wie Absturz zunächst gut im Sideboard aufgehoben und können dann je nach Bedarf für Spiel 2 und 3 ins Deck aufgenommen werden.

Eine andere Strategie ist es, die Karten im Booster nach Archetypen zu wählen. Das heißt, es ist nicht zwingend wichtig welche einzelnen Karten ihr verwendet, sondern die Richtung, die ihr mit eurem Deck gehen wollt. Als Beispiel gelten in Zendikars Erneuerung folgende primäre und sekundäre Archetypen:

    • Weiss-Schwarz für Aggressivität
    • Weiss-Rot für Umwandlung
    • Weiss-Blau für Flugfähigkeit
    • Weiss-Grün für Wachsamkeit
    • Blau-Rot für Zaubersprüche
    • Blau-Schwarz für Aufblitzen
    • Blau-Grün für Mutation
    • Rot-Grün für Landrückgewinnung
    • Schwarz-Rot für Bedrohlichkeit
    • Schwarz-Grün für Friedhof

Probiert die „B – R – E – A -D“- oder Archetypen-Strategie am besten einfach mal aus und testet, ob ihr euch damit leichter tut, ein starkes Deck zusammenzustellen. Letztlich kommt es auf Synergien und eine gute Ausgewogenheit an. Achtet also immer auf eure Manabasis, eure Manakurve, die Anzahl der Kreaturen, Entfernungszauber und euren insgesamten Kartenvorteil und ihr werdet ein

Jetzt kostenlos in der Magic Arena spielen

Wer gerne neue Karten ausprobiert, sollte auch einen Blick in das „Sealed“-Format bei MTG werfen. Ähnlich wie beim Boosterdraft, könnt ihr ohne ein vorgefertigtes Deck spielen. Der Unterschied liegt aber darin, dass ihr euer Deck mit den Karten aus sechs statt drei Boosterpackungen baut, die ihr selbst alle gleichzeitig öffnet. Für viele Einsteiger lohnt es sich, sich erst mit dem Sealed-Format und dann dem Boosterdraft vertraut zu machen und gleichzeitig neue Karten für die eigene Sammlung zu gewinnen. Falls ihr als Magic-Neuentdecker noch mehr Übung wollt oder als Profi mit anderen Spielern eure Deck-Kenntnisse unter Beweis stellen wollt, könnt ihr ab 18. September das neue MTG Karten-Set „Zendikars Erneuerung“ direkt in der Magic The Gathering Arena ausprobieren.

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