Evolution der 3D-Plattformer: Wie PlayStation-Hits von Croc bis Astro Bot ein Genre präg(t)en

ANZEIGE (09. November 2018)

Astro Bot Rescue Mission wird wenige Wochen nach Veröffentlichung bereits als Meilenstein des VR-Gaming bezeichnet. Laut Metacritic ist das Abenteuer des kleinen Roboters mit einem auf 41 Kritiken basierenden Score von 90 Punkten ein absolutes „Must-Play.“ Der Titel markiert den vorläufigen Höhepunkt einer langen Geschichte von 3D-Jump ‘n’ Runs auf der PlayStation. Wir blicken zurück auf die 3D-Plattformer-Meilensteine auf Sonys Konsolen.

Mit Astro Bot sind Jump ‘n’ Runs endgültig im 21. Jahrhundert angekommen. Das Spiel ist sowohl eine Hommage an klassische Hüpfspiele als auch ein innovativer Beitrag zur Weiterentwicklung des Genres.

Was es von einer bloßen Liebeserklärung an die Plattformer unserer Kindheit unterscheidet, ist der Wille, bewährte Gameplay-Mechaniken nicht einfach zu übernehmen. Stattdessen werden sie durch die Integration in VR clever vorangetrieben. Das fühlt sich immer organisch und nie forciert an, so dass aus Astro Bots Rescue Mission die logische Fortführung von über 20 Jahren 3D-Platforming auf der PlayStation wird.

Wir nehmen dich mit auf eine kleine Zeitreise – an deren Ende mit Astro Bot ein neuer Eintrag in die Geschichtsbücher steht.

Wie alles begann

In Europa ging die PlayStation 1995 an den Start – 1996 stand mit Crash Bandicoot bereits der erste 3D-Jump ‘n’ Run-Hit parat, für den niemand Geringeres als das heute vor allem für die PlayStation-Exklusives Uncharted und The Last of Us bekannte Team von Naughty Dog verantwortlich zeichnete. Im Spiel versucht ihr mit dem namensgebenden Beutelfuchs, den ihr in fester Kameraperspektive von hinten, seitlich oder von vorne steuert, einen violetten Kristall ins Ziel zu bringen und sammelt dabei Boni ein, in dem ihr Kisten mit einer Wirbelattacke zerstört.

Crash Bandicoot war ein voller Erfolg und begründete eine inzwischen 18 Teile umfassende Reihe; den aktuellsten Eintrag, die N. Sane Trilogy, könnt ihr ihr auf der PlayStation 4 Pro sogar in 4K spielen. 

Übrigens haben die Entwickler von Naughty Dog dem Klassiker in Uncharted 4 einen spaßigen Gastauftritt spendiert: Im Spiel könnt ihr als Nathan Drake ein paar Runden Crash Bandicoot auf einer PlayStation 1 gegen eure Ehefrau Elena spielen (die offenbar sehr gut darin ist).

Croc statt Yoshi

Auf dem Nintendo 64 gab es Super Mario 64, auf der PlayStation erschien 1997 Croc: Legend of the Gobbos: Tatsächlich war der Titel ursprünglich als Yoshi-Spiel für Nintendos Konsole konzipiert worden, wurde dann aber vom Entwickler Argonaut umgebaut, mit dem neuen Protagonisten Croc versehen und für die PlayStation entwickelt.

Croc: Legend of the Gobbos wurde auf der PlayStation zum größten Erfolg des Entwicklerstudios Argonaut Games und wurde vor allem für seine für die damalige Zeit visuell beeindruckende Welt und die Musik gelobt.

Lange vor Spiderman war Spyro

Insomniac Games hat PlayStation 4-Besitzer kürzlich mit dem fantastischen Spider-Man beglückt – 20 Jahre zuvor feierten PlayStation 1-Nutzer aber bereits Spyro  the Dragon: Der kleine lilafarbene Drache konnte (natürlich) Feuer spucken, großes Lob erhielt der Titel aber vor allem für die hübsche Spielwelt sowie die tollen Dialoge und die Story. Die Reviews bescheinigten Spyro seinerzeit, eines der technisch besten Spiele und der beste 3D-Plattformer für die PlayStation zu sein.

Wer damals nicht in den Genuss kam, Spyro auf der ersten PlayStation zu spielen, der hat in Kürze die Gelegenheit das auf der PlayStation 4 mit der Spyro Reignited Trilogy nachzuholen, die am 13. November erscheint:

Nebenbei wurde Spyro gemeinsam mit Crash Bandicoot auch zum Maskottchen für die PlayStation-Plattformer und lag damit voll im Trend: Fast jeder Publisher kreierte damals seinen eigenen mehr oder weniger unverwechselbaren Jump-and-Run-Charakter. Diese Tradition greift Sony jetzt auch mit Astro Bot wieder auf, seinem neuen Fackelträger für PlayStation VR.

Der perfekte Mix: Ratchet & Clank

Umwerfende Grafik, spritzige Dialoge, eine packende Story und liebenswerte Protagonisten: Alle Komponenten, die ein tolles 3D-Jump ‘n’ Run ausmachen, kamen in Ratchet & Clank zusammen, das Ende 2002 auf der PlayStation 2 debütierte. Abermals war es das Team von Insomniac Games, das den Titel mit RPG-Elementen wie Ausrüstungs- und Waffenkauf sowie in späteren Teilen sogar einem Fortschrittssystem anreicherte. Das schlug sich auch in den Wertungen nieder: Vom ersten Teil der Saga angefangen konnten sämtliche Ratchet & Clank-Spiele konstant sehr hohe Punktzahlen bei Metacritics und GameRankings einfahren.

Übrigens: Ratchet & Clank machen nicht mehr nur PlayStation-Konsolen unsicher, sondern erfreuten 2016 auch Groß und Klein im Kino – ihr könnt den CGI-Streifen inzwischen ganz bequem auf YouTube ansehen:

Diebisches Vergnügen: Sly Cooper

Buchstäblich und im übertragenen Sinne im Schatten unterwegs war der Waschbär Sly Cooper, der ebenfalls 2002 auf der PlayStation 2 debütierte: Überschattet vom Erfolg von Ratchet & Clank ist Sly Racoon – so der Originaltitel der ersten Teils – vielen wahrscheinlich gar nicht so geläufig. Dabei gehören das Jump ‘n’ Run und seine Folgeteile mit ihren Schleichelementen, schicker Cel-Shading-Optik und den liebenswerten Protagonisten zum Besten, was wir je auf der 2. und später auch der 3. Generation der PlayStation spielen durften.

Und ja, auch von Sly Cooper erwarten wir in Kürze eine Filmadaption – bis dahin versorgt PlayStation uns mit spannenden animierten Kurzfilmen rund um Sly und seine Gang:

Kleiner Planet ganz groß

„Meine Güte, sieht das gut aus“ – das haben all jene gedacht, die 2014 auf der E3 den Ankündigungstrailer zu Little Big Planet für die PS3 gesehen haben: Eine fast schon fotorealistische Knuddelwelt, die von kleinen, steuerbaren Stofffiguren – den Sackgirls und Sackboys – bevölkert wird. Mehr als 50 liebevoll gestaltete Level warteten darauf, mit Geschick und Grips überwunden zu werden, eine realistische Physikengine trug ihren Teil dazu bei, den Spieler konstant zu überraschen und ihm ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Wer selbst kreativ werden wollte, konnte im mitgelieferten Editor eigene Level basteln und diese dann gemeinsam mit bis zu 3 Freunden zu meistern versuchen. Little Big Planet erhielt 2011 und 2014 zwei Nachfolger, die auf das erfolgreiche Prinzip aufbauten und es sinnvoll erweiterten. 

Ein Spiel wie ein Traum

Ist das eigentlich noch ein Spiel oder schon Kunst? In den vergangenen Jahren ist es zwar glücklicherweise immer gängiger geworden, Videospiele als Kunstwerke oder kulturell relevante Beiträge zu betrachten – als Journey 2012 exklusiv für die Playstation 3 erschien, war das aber nicht unbedingt üblich. Umso euphorischer fielen die Kritiken aus, die Journey attestierten, märchenhaft, inspirierend und ein Meisterstück, vor allem aber einer der damals noch wenigen Titel zu sein, die den Spieler nach Beendigung zum Reflektieren des virtuell Erlebten anregten.

Ein interessantes Feature war überdies der subtil integrierte Multiplayer-Koop-Aspekt: Man traf im Spiel auf von anderen Menschen gesteuerte Figuren, die aber anonym blieben und mit denen man nur durch einen per Knopfdruck ausgelösten Zuruf interagieren konnte, um so gemeinsam einige Herausforderungen zu meistern.

Für alle, die diese besondere Erfahrung seinerzeit auf der PS3 nicht erleben konnten, steht Journey inzwischen auch als aufgebohrte Version für die PlayStation 4 im PS Store zum Download bereit.

Der Kreis schließt sich in VR

Den vorläufigen Höhepunkt ihrer Entwicklung haben Jump-and-Runs mit Astro Bot Rescue Mission erreicht. Was das Besondere am Spiel ausmacht, ist nicht primär die Transplantation der oben genannten Konventionen in die VR-Perspektive: Springen und Rennen, ein zumindest bei den Endbossen knackiger Schwierigkeitsgrad und sogar eine motion-gesteuerte Grappling Hook.

Nein, den Beitrag den Astro Bot zum Vorantreiben des Genres leistet, ist die einzigartige Position, die du im Spiel einnimmst. Du verkörperst den Roboter nicht selber, sondern begleitest ihn in den Levels als mit einem virtuellen Controller ausgestatteter Riese:

So entstehen unvergessliche Gameplay-Momente: das Hinabblicken in Canyons um hinter Felsen versteckte Collectibles zu finden, spontane Kopfballduelle mit Gegnern oder das Werfen von Ninjasternen, um selber Plattformen entstehen zu lassen. Das alles lässt sich nur schwer in Worte fassen – deshalb solltest du es schnellstmöglich selber ausprobieren. Wenn du Astro Bot spielst, kannst du Jump-and-Run-Geschichte in Echtzeit miterleben.

ALLES ZU PLAYSTATION VR

Hardware-Reihe: Sony PlayStation
Release: 13.10.2016
Hersteller: SCE
Genres: VR-Brille

Mehr zu Astro Bot und PSVR

MEISTGELESENE ARTIKEL ZU PLAYSTATION VR

Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Redaktion der Ströer Media BRAND VOICE in Zusammenarbeit mit Sony Interactive Entertainment erstellt.