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Interview mit dem Europameister: So wurde DGP zur Summoners War Legende

Der Niederländer Daan „DGP“ Postma schrieb im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als er als Underdog das Finale des SWC2018 Europe Cup in Berlin gewann. Jetzt steckt er inmitten der Vorbereitungen auf die anstehende Turnier-Saison: DGP will seinen Titel verteidigen und sich erneut für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Warum das ein hartes Stück Arbeit wird und was sich in seinem Leben seit dem Titel alles verändert hat, erzählt er uns im Interview.

  • Riesenüberraschung: Underdog DGP gewinnt das SWC Europe-Turnier

    Riesenüberraschung: Underdog DGP gewinnt das SWC Europe-Turnier

  • Bei der Summoners War-WM 2018 trafen die besten Monsterbeschwörer der Welt aufeinander

    Bei der Summoners War-WM 2018 trafen die besten Monsterbeschwörer der Welt aufeinander

  • Das Interesse ist gigantisch: Die Summoners War WM in Seoul.

    Das Interesse ist gigantisch: Die Summoners War WM in Seoul.

  • Auf der WM-Bühne wurde die Sky Arena nachgebaut.

    Auf der WM-Bühne wurde die Sky Arena nachgebaut.

  • Fans aus ganz Europa kamen zum SWC Europa nach Berlin.

    Fans aus ganz Europa kamen zum SWC Europa nach Berlin.

  • Immer live dabei: Kommentatoren-Legende IslandGrown11

    Immer live dabei: Kommentatoren-Legende IslandGrown11

  • beat.d wird in Seoul zum Summoners War-Weltmeister gekürt.

    beat.d wird in Seoul zum Summoners War-Weltmeister gekürt.

  • EM-Finale 2018: DGP vs. Chene.

    EM-Finale 2018: DGP vs. Chene.

  • Europameister DGP holt sich sein Preisgeld ab.

    Europameister DGP holt sich sein Preisgeld ab.

  • So sehen Sieger aus: DGP mit seinem Gewinner-Check.

    So sehen Sieger aus: DGP mit seinem Gewinner-Check.

  • Im Überblick: Alle Teilnehmer der Summoners War-EM 2018

    Im Überblick: Alle Teilnehmer der Summoners War-EM 2018

  • Heiß begehrt: Summoners War-Merchandise und Toys.

    Heiß begehrt: Summoners War-Merchandise und Toys.

GIGA GAMES: Noch einmal herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sieg. Mit einem dreiviertel Jahr Abstand: Hast du inzwischen verarbeitet, was bei den Europameisterschaften im letzten Jahr passiert ist?

DGP: Nach ein paar Monaten ist mein persönliches Hype-Level natürlich etwas gesunken, aber ich denke immer noch regelmäßig daran, wie cool es ist, der amtierende Summoners War-Europameister zu sein. Ich bin sehr stolz auf die Leistung, die ich bei dem Turnier abgeliefert habe. Ich war alles andere als der große Favorit und habe dennoch gewonnen. Das zaubert ab und zu schon noch ein Lächeln auf mein Gesicht.

Dein Freundeskreis und deine Familie wissen sicherlich Bescheid über deinen Triumph, aber wie sieht es mit anderen Leuten aus? Wirst du auf der Straße mittlerweile erkannt?

Die Nachricht von meinem Sieg hat sich in meiner Heimatstadt rasend verbreitet, insbesondere nachdem ich Arbeitskollegen davon erzählt hatte. Die Chefin des Unternehmens, für das ich arbeite, stattete meinem Büro einen offiziellen Besuch ab und sagte: „Ich kenne mich mit Gaming überhaupt nicht aus, aber ich bin froh, dass wir so talentierte Angestellten haben.“ (lacht).

Als ich aus Berlin in die Niederlande zurückgekehrt bin, haben mir Freunde Videos von Watch Parties gezeigt, auf denen ich sehen konnte, wie Leute das Finale verfolgt haben und mich angefeuert haben. Ich sehe mich selbst nicht als Celebrity, aber die Begeisterung der Fans mitzubekommen, fühlt sich großartig an – wenn auch nach wie vor etwas unwirklich.

Ich sehe mich selbst nicht als Celebrity, aber die Begeisterung der Fans mitzubekommen, fühlt sich großartig an – wenn auch nach wie vor etwas unwirklich.

Lass uns die Zeit etwas zurückdrehen. Wie bist überhaupt dazu gekommen, mit Summoners War anzufangen und was hat dich motiviert, dabei zu bleiben?

Ich habe im Sommer 2014, also fast direkt nach Launch, angefangen, Summoners War zu spielen. Ein Bekannter hatte mir das Spiel auf Facebook empfohlen. Es stellte sich heraus, dass 15 bis 20 Leute in meiner Kleinstadt ebenfalls spielten. Wir haben eine Gilde gegründet und wurden Freunde. Später bin ich einer anderen Gilde beigetreten mit besseren Spielern, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen und konnte mich so weiterentwickeln.

Wann kam der Zeitpunkt, an dem du realisiert hast: Ich habe das Zeug dazu, Europameister zu werden?

Bei meiner ersten Europameisterschaft 2017 landete ich auf dem dritten Platz, obwohl ich durch die ganze Aufregung etwas unkonzentriert war. Im darauffolgenden Jahr traf ich direkt in der ersten Runde auf den haushohen Favoriten, Blu aus Schweden. Und als ich ihn besiegt hatte – nicht aufgrund von Glück, sondern meiner Strategie – dachte ich mir: „Ok, ich habe hier wirklich eine realistische Chance, mit dem Pokal nach Hause zu fahren.“

Im Finale gegen den Franzosen Chene wollte ich dann unbedingt den Titel. Und als es geklappt hat, sind die Emotionen mit mir durchgegangen. Es war definitiv der Höhepunkt meiner Summoners War-Reise, die ich vier Jahre zuvor begonnen hatte.

Was hast du mit dem Preisgeld von 10.000 US-Dollar angestellt?

Ich habe mit meiner Freundin eine Reise nach Bali gemacht. Der Urlaub war schon vorher geplant, aber wir haben das Budget etwas erhöht und ein paar Nächte in einem 5-Sterne-Hotel verbracht und gefeiert (lacht). Aber der Großteil ist noch auf meinem Konto. Meine Freundin und ich planen, uns in den nächsten Jahren ein Haus zu kaufen und da hilft jeder Cent.

GIGA GAMES: Noch einmal herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sieg. Mit einem dreiviertel Jahr Abstand: Hast du inzwischen verarbeitet, was bei den Europameisterschaften im letzten Jahr passiert ist?

DGP: Nach ein paar Monaten ist mein persönliches Hype-Level natürlich etwas gesunken, aber ich denke immer noch regelmäßig daran, wie cool es ist, der amtierende Summoners War-Europameister zu sein. Ich bin sehr stolz auf die Leistung, die ich bei dem Turnier abgeliefert habe. Ich war alles andere als der große Favorit und habe dennoch gewonnen. Das zaubert ab und zu schon noch ein Lächeln auf mein Gesicht.

Dein Freundeskreis und deine Familie wissen sicherlich Bescheid über deinen Triumph, aber wie sieht es mit anderen Leuten aus? Wirst du auf der Straße mittlerweile erkannt?

Die Nachricht von meinem Sieg hat sich in meiner Heimatstadt rasend verbreitet, insbesondere nachdem ich Arbeitskollegen davon erzählt hatte. Die Chefin des Unternehmens, für das ich arbeite, stattete meinem Büro einen offiziellen Besuch ab und sagte: „Ich kenne mich mit Gaming überhaupt nicht aus, aber ich bin froh, dass wir so talentierte Angestellten haben.“ (lacht).

Als ich aus Berlin in die Niederlande zurückgekehrt bin, haben mir Freunde Videos von Watch Parties gezeigt, auf denen ich sehen konnte, wie Leute das Finale verfolgt haben und mich angefeuert haben. Ich sehe mich selbst nicht als Celebrity, aber die Begeisterung der Fans mitzubekommen, fühlt sich großartig an – wenn auch nach wie vor etwas unwirklich.

Ich sehe mich selbst nicht als Celebrity, aber die Begeisterung der Fans mitzubekommen, fühlt sich großartig an – wenn auch nach wie vor etwas unwirklich.

Lass uns die Zeit etwas zurückdrehen. Wie bist überhaupt dazu gekommen, mit Summoners War anzufangen und was hat dich motiviert, dabei zu bleiben?

Ich habe im Sommer 2014, also fast direkt nach Launch, angefangen, Summoners War zu spielen. Ein Bekannter hatte mir das Spiel auf Facebook empfohlen. Es stellte sich heraus, dass 15 bis 20 Leute in meiner Kleinstadt ebenfalls spielten. Wir haben eine Gilde gegründet und wurden Freunde. Später bin ich einer anderen Gilde beigetreten mit besseren Spielern, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen und konnte mich so weiterentwickeln.

Wann kam der Zeitpunkt, an dem du realisiert hast: Ich habe das Zeug dazu, Europameister zu werden?

Bei meiner ersten Europameisterschaft 2017 landete ich auf dem dritten Platz, obwohl ich durch die ganze Aufregung etwas unkonzentriert war. Im darauffolgenden Jahr traf ich direkt in der ersten Runde auf den haushohen Favoriten, Blu aus Schweden. Und als ich ihn besiegt hatte – nicht aufgrund von Glück, sondern meiner Strategie – dachte ich mir: „Ok, ich habe hier wirklich eine realistische Chance, mit dem Pokal nach Hause zu fahren.“

Im Finale gegen den Franzosen Chene wollte ich dann unbedingt den Titel. Und als es geklappt hat, sind die Emotionen mit mir durchgegangen. Es war definitiv der Höhepunkt meiner Summoners War-Reise, die ich vier Jahre zuvor begonnen hatte.

Was hast du mit dem Preisgeld von 10.000 US-Dollar angestellt?

Ich habe mit meiner Freundin eine Reise nach Bali gemacht. Der Urlaub war schon vorher geplant, aber wir haben das Budget etwas erhöht und ein paar Nächte in einem 5-Sterne-Hotel verbracht und gefeiert (lacht). Aber der Großteil ist noch auf meinem Konto. Meine Freundin und ich planen, uns in den nächsten Jahren ein Haus zu kaufen und da hilft jeder Cent.

Danach stand die Weltmeisterschaft in Südkorea auf dem Plan, bei der du bereits im Viertelfinale ausgeschieden bist. Herrscht auf der globalen Bühne ein ganz anderes Skill-Level?

Wir haben in Europa mittlerweile wirklich exzellente Spieler, aber die Konkurrenten, auf die ich in Asien getroffen bin, sind schon auf einem anderen Niveau. So auch beat.d, mein Gegner im Viertelfinale, der später dann Weltmeister wurde. Er hat seinen Job gekündigt, um mehr Zeit zum Spielen zu haben – ich dagegen kann und möchte mit dieser Hingabe nicht mithalten. Ich arbeite noch immer Vollzeit und mag meinen Job viel zu sehr.

Ich hoffe natürlich, ich werde ein ebenso gutes Turnier wie im Vorjahr spielen und wieder einen Startplatz für die WM ergattern, aber es wird verdammt schwer.

Du steckst mitten in der Vorbereitung für die Turniersaison 2019. Was hast du dir für dieses Jahr vorgenommen?

Chene, der Zweitplatzierte, und ich sind automatisch für die kommenden Vorausscheidungen der Europameisterschaft qualifiziert. Ich hoffe natürlich, ich werde wieder unter die letzten Acht kommen und ein so gutes Turnier wie im Vorjahr spielen, um mir wieder einen Startplatz für die WM zu ergattern, aber es wird verdammt schwer. Ich werde mein Bestes geben, meinen Monsterpool bis dahin weiter zu optimieren, doch ich werde erneut auf Spieler treffen, die bessere Monster und Runen haben als ich.

Was würdest du neuen und alten Spielern empfehlen, die sich verbessern wollen?

Mein Rat ist: Seid geduldig. Versucht nicht, euer Monster-Arsenal in kürzester Zeit auf Teufel komm raus zu vergrößern. Es wird Wochen geben, in denen ihr keine nennenswerten Runen bekommt und es wird Zeiten geben, in dem ihr unglaubliche Fortschritte macht. Genießt diese Momente und erinnert euch an sie, wenn es mal nicht so läuft. Das ist meine Philosophie – nicht nur für Summoners War, sondern für das Leben im Allgemeinen.

Summoners War feiert ja nun bereits seinen fünften Geburtstag. Was erhoffst du dir von den nächsten fünf Jahren?

Ich bin sehr zufrieden mit den jüngsten Updates und Verbesserungen, die vorgenommen wurden – insbesondere das Ausbalancieren der verschiedenen Monster. Alle paar Monate kommen so andere Monster in den Fokus und das sorgt dafür, dass das Spiel unterhaltsam bleibt.

Ich persönlich bin natürlich großer Fan des Echtzeit-PvP-Arena-Modus, andere wiederum begeistern sich für die Gildenkämpfe. Ich bin optimistisch, dass Com2uS uns weiterhin mit interessanten Inhalten für alle Spieler und deren Vorlieben überrascht. Als eSports-Athlet freue ich mich natürlich auf weitere Turniere und Offline-Events, um Fans und andere Spieler persönlich kennen zu lernen.

Zum Abschluss eine persönliche Frage: Was ist dein Lieblingsmonster und warum?

Es gibt zwei Monster, die einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, weil ich sie während den großen Turnieren 2017 und 2018 bekommen habe. Während des SWC-Turniers 2017 gab es ein gemeinsames Abendessen, auf dem wir gemeinsam Monster beschworen. Ich habe den seltenen Feuer Affenkönig (Mei Hou Wang) bekommen, den ich seitdem sehr schätze.

Ein Jahr später in Korea dann habe ich einen Bekannten das Beschwörungsritual ausführen lassen und auf einmal gab es einen Blitz und Bastet, die Wasser Wüstenkönigin stand da. Das sind spezielle Momente, die man so schnell nicht wieder vergisst.

Danach stand die Weltmeisterschaft in Südkorea auf dem Plan, bei der du bereits im Viertelfinale ausgeschieden bist. Herrscht auf der globalen Bühne ein ganz anderes Skill-Level?

Wir haben in Europa mittlerweile wirklich exzellente Spieler, aber die Konkurrenten, auf die ich in Asien getroffen bin, sind schon auf einem anderen Niveau. So auch beat.d, mein Gegner im Viertelfinale, der später dann Weltmeister wurde. Er hat seinen Job gekündigt, um mehr Zeit zum Spielen zu haben – ich dagegen kann und möchte mit dieser Hingabe nicht mithalten. Ich arbeite noch immer Vollzeit und mag meinen Job viel zu sehr.

Ich hoffe natürlich, ich werde ein ebenso gutes Turnier wie im Vorjahr spielen und wieder einen Startplatz für die WM ergattern, aber es wird verdammt schwer.

Du steckst mitten in der Vorbereitung für die Turniersaison 2019. Was hast du dir für dieses Jahr vorgenommen?

Chene, der Zweitplatzierte, und ich sind automatisch für die kommenden Vorausscheidungen der Europameisterschaft qualifiziert. Ich hoffe natürlich, ich werde wieder unter die letzten Acht kommen und ein so gutes Turnier wie im Vorjahr spielen, um mir wieder einen Startplatz für die WM zu ergattern, aber es wird verdammt schwer. Ich werde mein Bestes geben, meinen Monsterpool bis dahin weiter zu optimieren, doch ich werde erneut auf Spieler treffen, die bessere Monster und Runen haben als ich.

Was würdest du neuen und alten Spielern empfehlen, die sich verbessern wollen?

Mein Rat ist: Seid geduldig. Versucht nicht, euer Monster-Arsenal in kürzester Zeit auf Teufel komm raus zu vergrößern. Es wird Wochen geben, in denen ihr keine nennenswerten Runen bekommt und es wird Zeiten geben, in dem ihr unglaubliche Fortschritte macht. Genießt diese Momente und erinnert euch an sie, wenn es mal nicht so läuft. Das ist meine Philosophie – nicht nur für Summoners War, sondern für das Leben im Allgemeinen.

Summoners War feiert ja nun bereits seinen fünften Geburtstag. Was erhoffst du dir von den nächsten fünf Jahren?

Ich bin sehr zufrieden mit den jüngsten Updates und Verbesserungen, die vorgenommen wurden – insbesondere das Ausbalancieren der verschiedenen Monster. Alle paar Monate kommen so andere Monster in den Fokus und das sorgt dafür, dass das Spiel unterhaltsam bleibt.

Ich persönlich bin natürlich großer Fan des Echtzeit-PvP-Arena-Modus, andere wiederum begeistern sich für die Gildenkämpfe. Ich bin optimistisch, dass Com2uS uns weiterhin mit interessanten Inhalten für alle Spieler und deren Vorlieben überrascht. Als eSports-Athlet freue ich mich natürlich auf weitere Turniere und Offline-Events, um Fans und andere Spieler persönlich kennen zu lernen.

Zum Abschluss eine persönliche Frage: Was ist dein Lieblingsmonster und warum?

Es gibt zwei Monster, die einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, weil ich sie während den großen Turnieren 2017 und 2018 bekommen habe. Während des SWC-Turniers 2017 gab es ein gemeinsames Abendessen, auf dem wir gemeinsam Monster beschworen. Ich habe den seltenen Feuer Affenkönig (Mei Hou Wang) bekommen, den ich seitdem sehr schätze.

Ein Jahr später in Korea dann habe ich einen Bekannten das Beschwörungsritual ausführen lassen und auf einmal gab es einen Blitz und Bastet, die Wasser Wüstenkönigin stand da. Das sind spezielle Momente, die man so schnell nicht wieder vergisst.

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Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Redaktion der Ströer Media BRAND VOICE in Zusammenarbeit mit Com2uS erstellt.