Wie die neuen Ikoria-Mechaniken Magic: The Gathering revolutionieren

ANZEIGE (16. April 2020)

Die brandneue MTG-Erweiterung „Ikoria: Reich der Behemoths“ bringt einige neue Gameplay-Elemente ins Spiel – das gilt für Magic: The Gathering Arena natürlich ebenso wie für die Tabletop-Variante. Vor allem die Monster-Mutationen, die Umwandlung und die neuen Gefährten erweitern die Mechaniken des Kartensammelspiels immens. Wie genau sie funktionieren und was sie für Spiel und Taktik bedeuten, erklären wir im Folgenden. 

Ikoria – so heißt die neue Welt, in die die jüngste Erweiterung für Magic: The Gathering Tabletop- und Arena-Spieler entführt. Und Ikoria ist eine ganz besonderes Reich, aufgeteilt in fünf Triome und voller gigantischer Monster und beeindruckender Städte. Diese Besonderheiten der Welt spiegeln sich in den neuen Ikoria-Karten und natürlich den Mechaniken wieder …

Mutationen schaffen riesige Monster

Nicht, dass die Monster in Magic: The Gathering bislang allesamt klein und unbeeindruckend gewesen wären – aber die gigantischen Kreaturen, die Planeswalker mit der neuen Erweiterung beschwören können, stellen alles bisher dagewesene in den Schatten: So können die Monster aus Ikoria neben der klassischen Wirkung für etwas mehr Mana auch mutiert werden. Das bedeutet, dass betreffende Kreatur über oder unter eine bereits im Spiel befindliche Nicht-Mensch-Karte gelegt werden kann und das neue, größere Monster fortan die Fähigkeiten beider Karten besitzt.

Am oben abgebildeten Beispiel wird klar, wie das im Spiel funktioniert: Der bereits ausgespielte Moosfell-Goriak besitzt keine Mutationsfähigkeit – der Planeswalker gibt dann aber drei Mana plus drei rote Mana für die Mutation des Wolkendrängers aus und legt die Karte dann über oder unter den Goriak. Dabei gibt es zwei mögliche Ergebnisse: Der Goriak erhält die Fähigkeiten des unten liegenden Dinosauriers (Mutation, Reichweite, Wachsamkeit) und bleibt bei  2/4 – oder der Wolkendränger liegt oben, die Fähigkeiten sind die gleichen und die Kreatur hat 5/4.  Auch wenn es scheint, dass letztere Variante die sinnvollere wäre, kann es Situationen geben, in denen der Spieler bewusst zu einer „kleineren“ Kreatur mutieren möchte, zum Beispiel, um diese vor Angriffen oder Zaubern zu schützen, die erst ab bestimmten Werte greifen.

Etwaige Marken, Auren oder Rüstungen bleiben beim Mutieren ebenso erhalten, wie die Tatsache, dass die Zielkreatur eventuell getappt war. Außerdem kann die Mutation mit etwaigen weiteren Mutationskarten beliebig oft fortgeführt und so wahrlich gigantische Monster geschaffen werden. Überdies gibt es auch noch Karten mit der „Immer wenn diese Kreatur mutiert“-Fähigkeit, die sowohl für zaubernde als auch die Zielkreatur gilt und kontinuierlich Boni vergibt. Mutieren lohnt sich also doppelt!

Gefährten: Zieh mit Kreaturen ein deiner Seite in die Schlacht

In „Ikoria: Reich der Behemoths“ gibt es insgesamt zehn legendäre Kreaturen, die die „Gefährten“-Fähigkeit haben. Diese Karten werden nicht gewirkt, sondern im Vorfeld – ähnlich der bekannten und beliebten Commander-Spielart – als Gefährten des Spielers definiert. Der große Vorteil: Der Zufall und die Wartezeit bis die Karte im Spiel aus dem Deck gezogen wird, entfällt, stattdessen liegt der Gefährte für alle sichtbar im Sideboard und wird dann eingesetzt, wenn der Spieler es wünscht.

Aber die Gefährten sind auch an Bedingungen geknüpft, die von Kreatur zu Kreatur unterschiedlich sind. So muss das genutzte Deck ähnlich wie bei den Commandern um die Gefährtenkarte herum gebaut sein – im Falle des oben abgebildeten Keruga dürfen darin zum Beispiel nur Länderkarten und Karten mit umgewandelten Manakosten von 3 und mehr enthalten sein. Dafür kann der Gefährte dann einmal pro Partei ins Spiel gebracht werden und als Zauber gewirkt und entsprechend abgelegt (oder schlimmstenfalls neutralisiert) werden.

Umwandlung – wenn’s mal wieder länger dauert

Die Umwandlung ist keine neue Mechanik, da sie aber ebenfalls Teil der Ikoria-Erweiterung ist, wollen wir sie nicht unerwähnt lassen: Statt eine Karte zu wirken, kann sie gegen eine in der Beschreibung der Fähigkeit angegebenen Mana-Kosten umgewandelt, sprich abgeworfen und gegen eine andere Karte (zufällig gezogene) andere Karte aus dem Deck getauscht werden.

Zusätzlich wird dabei der auf der Karte angegeben Zauber gewirkt – der unter Umständen das Zünglein an der Waage in der laufenden Partie sein kann: Im obigen Falle wird für 1 Mana eine neue Karte gezogen und jede bereits ausgespielte Drannithische Feuerstecherin fügt 1 Schaden zu.

Marken für mehr Übersicht

Keine neue Mechanik, aber eine ungemein praktische Ergänzung stellen die neuen Schlüsselwert-Marken aus „Ikoria: Reich der Behemoths“ dar: Mit diesen physischen Chips können die zusätzlich gewonnenen Fähigkeiten von Kreaturen leicht erkennbar hervorgehoben werden – das Ganze ist völlig optional und bringt keinerlei spielerischen Vorteil. Die Schlüsselwert-Marken können aber natürlich gerade bei den riesigen, durch Mutationen entstandenen Kreaturen, die in Ikoria ihr Unwesen treiben, oder bei durch Zauber entstandenen neuen Fähigkeiten ungemein hilfreich sein, um nicht den Überblick zu verlieren.

„Ikoria: Reich der Behemoths“ bringt also ein paar spannende Ergänzungen in die Welt von Magic – es wird spannend, zu sehen, was die Spieler daraus machen und welche riesenhaften Kreaturen künftig in Duellen rund um den Globus entstehen werden. Allen, die nicht schon Magic-Spieler sind oder aufgrund der aktuellen Situation nicht so richtig zum Spielen der Tabletop-Variante mit Freunden kommen, empfehlen wir doch einfach mal (wieder) die digitale Version „Magic: The Gathering Arena“ auszuprobieren. Die steht wie gehabt kostenlos zum Download bereit und erhält natürlich ebenfalls die Ikoria-Erweiterung mit allen Karten und den oben vorgestellten Mechaniken.

Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Redaktion der Ströer Content Group Brand Solutions in Zusammenarbeit mit Hasbro erstellt.