Einen Anonymous Proxy finden und in Windows einrichten - ganz einfach

Marco Kratzenberg

Ich kann in meinem Browser einstellen, ob ich zur Verbindung mit dem Internet einen Proxyserver verwenden will. Das bietet mir eine minimale Anonymität.

Einen Anonymous Proxy finden und in Windows einrichten - ganz einfach

Anstatt mich also direkt über meinen Provider ins Internet zu begeben, wird dabei ein Server mit einer anderen IP-Adresse zwischengeschaltet. Bei einem sogenannten anonymen Proxy wird dabei – im Gegensatz zu einem transparenten Proxy – meine eigene IP-Adresse versteckt und die Server auf der anderen Seite sehen die IP des Proxyservers. Und das kann durchaus von Vorteil sein. Beispielsweise dann, wenn mir Youtube mal wieder wegen des Gema-Streits ein Musikvideo nicht zeigen will, weil ich ja eindeutig aus Deutschland komme.

Anonymous Proxy? Wo finde ich die?

Der Bedarf an anonymen Proxys ist hoch. Denn wie ist die Menge der Webseiten anders zu erklären, die sich auf die Suche danach spezialisiert haben? Und warum gibt es sonst so viele dieser Anonymous Proxys? Zumindest diese Frage lässt sich schnell und einfach beantworten: Viele Serveradministratoren haben schlichtweg geschlampt und wissen nicht, dass auf ihrem Server Tür und Tor sperrangelweit offen stehen. Es handelt sich vielfach nicht um absichtliche Proxys, sondern um nachlässig konfigurierte Webserver. Teilweise sind diese Server natürlich auch absichtlich offen, um verzweifelten Internetsurfern eine Ausweichmöglichkeit zu bieten.

Um also die IP-Adresse eines Anonymous Proxy zu finden, braucht man sich nur durch die entsprechenden Listen zu klicken. Unter proxy-listen.de hat der Anwender die Möglichkeit sich die brauchbaren anonymen Proxys herauszusuchen und dabei auch gleich zu sehen, wie die Reaktionszeit ist, ob es sich um einen transparenten oder anonymen Proxy handelt und vor allem, welche IP er hat und über welchen Port er geht.

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Einen Anonymus Proxy im Browser benutzen

Die Einbindung einer anonymen Proxy-IP im Browser ist wesentlich einfacher, als man sich das vielleicht denkt. Es geht darum – und das kann man in jedem Browser gesondert einstellen – wie er sich mit dem Internet verbindet. Bei Firefox finden wir diesen Punkt unter „Extras – Einstellungen“. Nun das Icon „Erweitert“ anklicken und dort den Reiter „Netzwerk“ anwählen. Ganz oben steht dann „Festlegen, wie sich Firefox mit dem Internet verbindet“. Der Button „Einstellungen“ öffnet das gesuchte Fenster. Üblicherweise ist dort „Kein Proxy“ ausgewählt. Uns interessiert in dem Fall aber die „Manuelle Proxy-Konfiguration“.

Hier werden zwei Werte abgefragt, die wir beide in einer Anonymous Proxy-Liste finden können. Zum einen die IP des Proxy, zum anderen den verwendeten Port. Der Port ist zumeist entweder 80 oder 8080 – ein Standardport des http-Protokolls. Nachdem man das gespeichert und beide Fenster geschlossen hat, sollte man gleichmal ausprobieren, ob es denn auch geklappt hat. Seiten wie etwa wieistmeineip.de zeigen uns normalerweise zuverlässig unsere IP an. Wenn alles geklappt hat, dann zeigen Sie uns nun eine fremde IP.

Gefahren und Probleme der Anonymous Proxys

Ein anonymer Proxy stellt eine Art Versteck dar. Man maskiert seine wahre Herkunft und gibt vor, ganz woanders zu sein. Für Ermittlungsbehörden ist es kein Problem, festzustellen, wer sich wirklich dahinter verbirgt. Aber erst einmal klappt das gut. Allerdings ist es technisch verhältnismäßig leicht, als Webseitenbetreiber zu erkennen, ob jemand einen Proxy nutzt. Anscheinend ist Google das egal, aber andere Seiten sperren Proxy-Nutzer aus. Paypal zum Beispiel, denn hier geht es um Geld. Da will man keine Kunden, die ihre Identität zu verschleiern versuchen.

Abgesehen davon sollte man sich klar machen, dass nun sämtlicher Datenverkehr über den Server einer Person läuft, von der ich nicht das Geringste weiß. Ich habe keine Ahnung, wer das ist und was er vielleicht mit meinen Daten macht. Ich weiß nicht, ob er mir irgendwelche anderen Sachen unterjubelt oder ob er meine Zugangsdaten für Webseiten mithört. Man sollte sich also auf alle Fälle gut überlegen, was man da tut. Im Zweifelsfall ist das Risiko größer als der Nutzen.

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