gamescom 2016: Taschenkontrollen, Wartezeiten und Verbot von Waffen-Attrappen

Alexander Gehlsdorf

Infolge der Anschläge in Würzburg und Ansbach sowie des Münchener Amoklaufs verschärft die Koelnmesse ihre Sicherheitsvorschriften für die gamescom 2016. Neben strengeren Zugangskontrollen, die zu Verzögerungen führen werden, müssen vor allem Cosplayer auf jede Form von Waffen-Attrappen verzichten.

Wie wir bereits vor einer Woche berichtet haben, werden auf der gamescom erstmals seit Bestehen der Messe flächendeckende Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Wer in diesem Jahr die Spielemesse in Köln besuchen will, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen. Der genaue Umfang dieser Maßnahmen ist weiterhin nicht bekannt, bestätigt sind aber bereits verpflichtende Taschenkontrollen. Zur Beschleunigung der Wartezeit empfiehlt die Koelnmesse neben einer frühen Ankunftszeit keine nicht zwingend notwendigen Taschen und Rucksäcke mitzubringen. Die gleichen Maßnahmen gelten auch für Aussteller und Fachbesucher.

Weiterhin sind Waffen-Attrappen jeder Art verboten. „Sämtliche Nachbildungen von Waffen oder waffenähnliche Bestandteile eures Kostüms − unabhängig von Material und Größe − werden euch vor Eintritt in das Gelände abgenommen“, so die Koelnmesse. Das Verbot beschränkt sich daher nicht nur auf Plastikgewehre, Schwerter und Messer, sondern auch Peitschen, Bögen und Lichtschwerter. Ein Verbot, unter dem insbesondere die Cosplay-Szene zu leiden hat. Sogenannte Walking-Acts - überlebensgroße Maskottchen und kostümierte Werbefiguren - können im Einzelfall vom Veranstalter genehmigt werden. Auf ein Erinnerungsfoto mit dem Master Chief oder Lara Croft müsst ihr also nicht zwingend verzichten.

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Der Veranstalter begründet die Maßnahmen mit den Anschlägen der letzten Wochen sowie dem Amoklauf in München und dem daraus resultierenden „Bedürfnis nach Sicherheit bei allen Beteiligten.“ Es wird daher darum gebeten, auch außerhalb des Messegeländes auf Waffen-Attrappen zu verzichten, um Anwohner und Touristen nicht zu beunruhigen.

Betroffen sind von den neuen Sicherheitsvorschriften alle Besucher der Games Developers Conference Europe und der gamescom. Auch Presse- und Fachbesucher müssen sich demnach auf längere Wartezeiten einstellen. Die Kontrollen starten jeweils ab 7 Uhr, sie sind variabel angelegt und richten sich nach kurzfristigen Rücksprachen mit den Sicherheitsbehörden.

Was haltet ihr von den strengeren Sicherheitsvorkehrungen? Werdet ihr die Messe trotz längerer Wartezeiten besuchen?

Quelle: Gamescom.de

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