Google Glass: Erstes Unboxing, Werbeverbot für Glass-Apps

Frank Ritter

Google Glass kommt nun endlich auch bei „Normalsterblichen“ an. Auf YouTube ist ein erstes Unboxing-Video der „Cyberbrille“ (Zitat von FOCUS Online) aufgetaucht. Überdies wurde nun bekannt, dass Google Werbung in Apps für Glass verbietet – vorerst.

Gestern berichteten wir, dass die ersten Exemplare der Google Glass Explorer-Edition in den Versand gehen. Dan McLaughlin hat sich sein Exemplar sogar persönlich in Mountain View abholen können und konnte so die US-Post umgehen. Überdies hat er gleich ein Unboxing gedreht. Dessen Qualität ist zwar ziemlich schrecklich, allein aufgrund des historischen Werts bringen wir das Video aber natürlich trotzdem.

Glass Unboxing.

Nach diesem Video aus der Kategorie „Die Neunzigerjahre haben angerufen, sie wollen ihren Matrix-Bildschirmschoner zurück“ gibt es dann aber doch noch eine relevante neue Erkenntnis im Google Glass-Kontext. Wie wir gestern berichteten, setzt Google sehr strenge Vorgaben, was Apps für Google Glass angeht. Dazu gehört, dass die Informationen zeitnah erfolgen, sich dem Nutzer nicht in den Weg stellen und keine unerwarteten Ergebnisse produzieren. Dieser Idee entsprechend legt Google in den Nutzungsbedingung eine nur auf den ersten Blick überraschende Einschränkung für Glass-Apps fest: Sie dürfen keine Werbung enthalten.

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Mit der Mirror-API können Entwickler Android-Apps für Glass schreiben. In deren Nutzungsbedingungen hat Google, wie jetzt bekannt wurde, explizit festgelegt, dass keine Werbung, in welcher Art auch immer, enthalten sein darf. Überdies dürfen auch keine Gebühren für die gelieferten Services verlangt werden.

Dies ist freilich nicht in Stein gemeißelt. Wie Google gegenüber The Verge angab, beziehen sich die Nutzungsbedingungen der Mirror API noch auf die eingeschränkte Vorschauversion der API, die Entwickler zum Experimentieren und Erfinden ermutigen soll. Zum jetzigen Zeitpunkt sei noch nicht absehbar, in welche Richtung sich die API entwickle - entsprechend könnten sich auch die Bedingungen zu deren Nutzung noch ändern.

Wie findet ihr diese Einschränkung von Google? Werden durch das vorläufige Werbeverbot Entwickler abgeschreckt, die das App-Ökosystem für Glass gerade am Anfang dringend stärken müssten, oder sind „saubere“ Anwendungen erst einmal gut für den Kunden?

[via Frischkopp @ Twitter, The Verge]

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