Google Glass-Porn: Keine Sex-Apps für die Cyberbrille

Amir Tamannai 7

Fast ein Koitus Interruptus, den Google da abzieht: Nachdem der App-Store für Erwachsene gestern seine erste Google Glass-Anwendung mit dem schönen Namen Tits & Glass (zu deutsch etwa: „vulgär für Busen“ & [Google] Glass) veröffentlicht hatte, wurde sie prompt aus dem Glass-Hub verbannt — damit einher ging ein stilles Update der Nutzungsbedingungen für Entwickler, das Glassware, die „Nacktheit, anschauliche Sexualakte oder anderweitig sexuell explizites Material“ beinhaltet, verbietet.

Google Glass-Porn: Keine Sex-Apps für die Cyberbrille

Da wollte MiKandi die Pornoindustrie mittels Google Glass revolutionieren — wir berichteten — und nun ist schon am Veröffentlichungstag der dazu notwendigen App Schluss mit sexy time: Kurz nach der Veröffentlichung der „Tits & Glass“-App, die gleich in den ersten Stunden immerhin ein paar mal heruntergeladen wurde, hat Google seine Nutzungsbedingungen dahingehend geändert, dass Glassware dieser Art fortan nicht mehr akzeptiert wird.

MiKandi seinerseits hat dazu im eigenen Blog erklärt, dass man über diese Änderung von Google nicht informiert wurde; erst vor ein paar Tagen hätte man die Nutzungsbedingungen natürlich mehrfach und akribisch dahingehend überprüft, ob man mit der Tits & Glass-App gegen diese verstoßen würde — ohne zu diesem Schluss zu kommen.

Nun will der Anbieter die eigene Anwendung bis morgen so überarbeiten, dass sie mit den aktualisierten Bedingen kompatibel ist; wie nun so eine Porno-App ohne Nacktheit und sexuell explizites Material aussehen wird, finden wir beinahe spannender, als den vormals geplanten Inhalt …

Wer nun Google gleich Prüderie und Apple-eske Züge vorwirft, hat zwar nicht ganz unrecht — auf der anderen Seite hat der Konzern aus Mountain View natürlich ein nachvollziehbares Interesse daran, ein ohnehin schon aus Gründen des Datenschutzes umstrittenes und von dem Medien stark beobachtetes Produkt wie Glass nicht noch zusätzlich mit dem Image einer Schmuddelbrille zu belasten.

MiKandi-Blog [via VentureBeat]

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