Google Glass: Release der Datenbrille verschiebt sich auf 2014

Andreas Floemer 3

Wer gehofft hatte, eine der „Cyberbrillen“ unter dem Weihnachtsbaum zu finden, dürfte enttäuscht sein: Google Glass wird es aktuellen Informationen zufolge nicht mehr in diesem Jahr zu kaufen geben. Die finale Version soll nach derzeitigem Stand erst 2014 regulär in den Handel kommen.

Google Glass: Release der Datenbrille verschiebt sich auf 2014

Gegenüber dem Magazin Computerworld gab eine Google-Sprecherin an, dass die Google Glass-Entwickler eifrig an der Arbeit seien, ein Produkt zu entwerfen, das für Endnutzer großartig sei. Im Zuge der Entwicklung würden Timelines und Roadmaps gesetzt und erneut angepasst. Dies bedeute offenbar zum Teil auch, dass (intern) gesetzte Release-Termine nicht eingehalten werden können. So hieß es noch im Mai dieses Jahres auf der Google I/O, dass Google Glass unter Umständen bereits Ende 2013 marktreif sei. Hier hat man sich aber wohl verschätzt.

Die Prognose für den 2013er Release war allerdings vorsichtig formuliert und wurde bereits vor der Google I/O im April 2013 von Googles Vorstandvorsitzendem Eric Schmidt als recht unwahrscheinlich hingestellt. Denn in einem Interview mit der BBC ging er davon aus, dass ein marktreifes Produkt wohl erst 2014 fertig sei. Als Grund gab er zu diesem Zeitpunkt an, dass man nach ersten Erfahrungen mit der Brille durch das Explorer-Programm außerhalb der Google-Labs sowie umfangreichem Nutzerfeedback und gesammelten Daten, die Brille nochmals komplett überarbeiten zu wollen, um ein „rundes Produkt“ abzuliefern.

Google ist eigentlich dafür bekannt, seine Produkte im Beta-Status auf die Masse loszulassen – man denke an die ersten Android-Versionen, Google+ oder das Nexus Q. Dass das Unternehmen sich bei Google Glass zurückhält, ist durchaus löblich. So können wird hoffen, dass Google Glass im nächsten Jahr eine nahezu perfekte User-Experience liefert und zudem womöglich zu einem guten Preis zu haben sein dürfte – man rechnet derzeit mit 200 bis 300 US-Dollar.

Quelle: ComputerWorld; Bild: HitoshiMitani [via AndroidAuthority]

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