Shore für Google Glass: Die erste App, die Emotionen in Echtzeit erkennt

Kamal Nicholas 2

Eine Anwendung für Google Glass, die menschliche Emotionen in Echtzeit entwickeln kann, klingt irgendwie gruselig. Das Fraunhofer-Institut hat eine solche App dennoch entwickelt.

Shore für Google Glass: Die erste App, die Emotionen in Echtzeit erkennt

Die gegenwärtige Technologie entwickelt sich erschreckend schnell. Es ist kaum zu glauben, dass Smartphones erst wenige Jahre alt sind. Der nächste Schritt in intelligenter und tragbarer Technologie heißt definitiv Googles Glass. Bisher zwar noch eher als Spielzeug für Nerds und Geeks verschrien, dringt die intelligente Brille immer weiter vor.

Das „Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen“ (IIS) hat nun eine App entwickelt, die  zum einen die Frage aufwirft, wofür man das genau braucht und die zum anderen einen Vorgeschmack auf die Zukunft bietet. Für diese wurde die echtzeitfähige Software zur Gesichtserkennung und -analyse namens „Shore“ für die Google Glass weiterentwickelt. Was man damit machen kann? Natürlich die Emotionen dieser Person anhand des jeweiligen Gesichtsausdrucks bestimmen.

Zusätzlich kann Shore auch das Alter der gesehenen Person schätzen und das Geschlecht zuordnen. All das passiert in Echtzeit. Eine Identifikation der Person ist hingegen nicht möglich.

Shore Google Glass 2014.

Wozu das Ganze?

Während vor meinem inneren Auge als erstes Bilder aus Sci-Fi-Filmen wie Terminator, Universal Soldier, Robocop & Co. auftauchten, sieht das IIS den Einsatz eher als „Hilfsmittel zur Kommunikation für Personen mit Erkrankungen aus dem autistischen Spektrum.“ Gerade hier gibt es oft Probleme dabei, die Emotionen zu erkennen und zu identifizieren, die hinter einem bestimmten Gesichtsausdruck stecken. Mit Hilfe der Google Glass und der Shore-App könnte dem entgegengewirkt werden.

Doch auch in anderen Bereichen sieht das IIS einen Verwendungszweck der neuen Glassware. So könnten auch Menschen mit Sehschwächen von der Anwendung profitieren. Zwar könnten sie die auf der Brille dargestellten Informationen nicht sehen, stattdessen wäre aber eine akustische Übertragung möglich.

Die Shore Software wurde bereits früher vom Fraunhofer-Institut entwickelt und kann dank ihres „hohen Optimierungsgrades für nahezu alle Pattformen und Betriebssysteme angepasst werden, insbesondere in mobilen Geräten, wie Tablets oder Smartphones.“ Weitere Informationen zu Shore findet ihr hier.

Quelle: Fraunhofer-Institut via gizmag

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