Google Glass: Installation von nativen Apps

Prinzipiell lässt sich jedoch jede herkömmliche Android App installieren, aber nicht so einfach wie auf einem Smartphone oder Tablet bedienen, da nur das Touchpad zur Eingabe bereit steht. Abhilfe hat mir eine Maus gebracht, welche ich über ein OTG-Adapter an die Glass angeschlossen hatte. Ein weiteres Problem ist die Kompatibilität mit der Kamera, so ist es mir immer noch nicht gelungen einen BarcodeReader oder sogar Google Goggles zu installieren.

Das installieren Nativer Apps ist einfacher, als gedacht. Zur Installation per Android Debug Bridge reicht ein einfaches “adb install paketname.zip“. Um die Apps zu starten sollte man noch “launchy“ installieren, durch dies wird das lästige starten der App per ADB überflüssig. Interessant war zu sehen, dass das System der Glass auf normalem Android basiert. Lediglich die System-Apps wurden angepasst. Mit installiertem Nova Launcher und angeschlossener Maus lies sich die Glass fast wie ein Smartphone bedienen.

Google Glass fasziniert

Am beeindruckensten ist jedoch die App Sky Map! Diese App lässt den Anwender die Sterne und Sternbilder über AR erforschen. Ich fand die App am Smartphone immer schon beeindruckend, doch die Glass bringt das ganze auf eine völlig neue Ebene. Man muss einfach nur in den Himmel schauen und hat direkt alles im Blick. Man kann sich frei bewegen. Man fühlt sich einfach wie der Gott der Sternbilder! Nach 10 Tagen Test muss ich sagen, dass ich wirklich fasziniert bin!

Ich bin wirklich gespannt, was die Zukunft noch bringen wird, denn das Potenzial hinter dieser Technik ist wirklich groß! Ich habe mich schnell an diese smarte Brille gewöhnt und nutze sie wirklich gerne. Doch so schnell wie ich mich an das Gadget gewöhnt habe, wird sich die Öffentlichkeit wohl nicht daran gewöhnen. Denn die Meisten wissen wahrscheinlich gar nicht, was ich da für ein komisches Teil auf dem Kopf trage, weshalb ich erste einmal komisch beäugt werde. Was dann aber alle erkennen ist die Kamera, und genau darin liegt das Problem.Nach NSA-Skandal und Co. haben viele Menschen Angst vor der Überwachung, so treten sie der Glass von vornherein kritisch gegenüber.

Nur selten werde ich dann angesprochen. Meistens mit “Boar cool, ist das die Google-Brille?“ oder “Was kann das? Filmst du mich gerade?“. Anders ist das bei den Kollegen in den USA, welche von sehr großem Interesse berichten. Wenn man sie fragt, was das tollste an der Glass sei, heißt es in 90% der Fällen so etwas wie: “Das Interesse der Öffentlichkeit an der Glass und der so gewonnene soziale Kontakt mit Menschen verschiedensten Alters.“

Falls ich euer Interesse geweckt habe, möchte ich euch meinen Blog ans Herz legen. Dort werde ich in regelmäßigen Abständen über meine Erfahrungen mit der Glass informieren: www.mygoogleglass.de /oder auf Facebook

 

Jens mit einer Google Glass

Auch wir von GIGA haben auf der Google I/O in San Francisco einen kleinen Eindruck der Google Glass gewinnen können. Mein Erfahrungsbericht nach wenigen Minuten

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Jens Herforth
Jens Herforth, GIGA-Experte.

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