Google Now wird schon bald immens aufgebohrt. Das ließ der zuständige Produktmanager im Rahmen der SXSW-Konferenz in Austin durchblicken. Demnach befindet sich eine offene Schnittstelle (API) in Arbeit, die es Entwicklern erlaube, ihre Apps an den digitalen Assistenten anzudocken. Die Ergebnisse und Informationen sollen zudem noch persönlicher werden. Darüber hinaus sind Karten unterwegs, die beispielsweise Auskunft über Wartezeiten in Freizeitparks geben.

 

Google Now

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Seit einigen Wochen kooperiert Google mit gewissen Drittanbietern, um eine etwaige Integration von Apps in den hauseigenen digitalen Assistenten auszuloten. Die in die Testphase aufgenommenen 40 Anwendungen stellen dabei zunächst lediglich weiteres Informationsmaterial zur Verfügung, das dem Benutzer – sofern relevant – in Form von Karten dargeboten wird. In Mountain View ist man offenkundig von dem Ansatz, Google Now für Entwickler zugänglich zu machen, überzeugt, denn eine offene Schnittstelle ist nach Aussage von Aparna Chennapragada, seines Zeichens leitender Produktmanager für Google Now, bereits in Entwicklung.

Mit dieser API wird es Entwicklern möglich sein, sich bei Suchanfragen des Benutzers prominenter zu präsentieren. Während bislang lediglich Informationen aus den Google-Diensten sowie bisweilen der Wikipedia herangezogen wurden, könnte Google Now bald schon umfangreichere Antworten zu geben in der Lage sein. Ob es damit für Entwickler auch möglich sein wird, Karten in der Oberfläche des Assistenten zu platzieren, wie es im kontrollierten Testprojekt der Fall ist, wurde vom Google-Manager nicht kommuniziert.

Google Now wird persönlicher und hilft bald auch in Freizeitparks aus

Ferner kündigte er an, dass Google Now künftig noch individueller werden wird. So könnte der digitale Assistent beispielsweise, wenn jemand gerne frühzeitig vor einem Flug zum Flughafen anreist, die Abfahrtszeit beziehungsweise –erinnerung dementsprechend anpassen.

Doch selbstredend wird in Mountain View auch weiterhin daran gearbeitet, den Umfang von Google Now zu erweitern. Dazu werden seit einiger Zeit sogar weitreichende Nutzerumfragen durchgeführt. Mithilfe einer App, werden ausgewählte Benutzer mehrmals am Tag gefragt, welche Information sie in just diesem Moment nützlich fänden. Anstatt sich in Konferenzräumen über mögliche Features die Köpfe zu zerbrechen, sollen weitaus aussagekräftigere Alltagssituationen ausgewertet werden. Bei einem Besuch im Disneyland kam Chennapragada etwa die Idee, Google Now mit Wartezeiten in Freizeitparks zu füttern – wann diese Funktion freigeschaltet werden wird, ist indes noch unklar.

Es wird also fleißig getüftelt in Mountain View. Wir gehen davon aus, spätestens zur Google I/O 2015 Ende Mai erste Ergebnisse dieser Arbeit vorgestellt zu bekommen.

Quelle: The Next Web