MacBook Pro mit GTX 1080 Ti in Thunderbolt-Gehäuse bringt vier Mal bessere Grafikleistung

Florian Matthey 3

Nvidia hat kürzlich Mac-Treiber für die Grafikkarten GeForce Titan Xp und Pascal veröffentlicht. Das kommt nicht nur Hackintosh-Benutzern zugute: Die Grafikleistung eines aktuellen MacBook Pro lässt sich um ein Vierfaches verbessern.

Die Veröffentlichung der Mac-Treiber für die aktuellen Nvidia-Grafikkarten kam ziemlich überraschend: Immerhin lassen sich die Grafikkarten gar nicht in aktuelle Macs einbauen. Die „Hackintosh“-Szene freute sich natürlich darüber, die Karten mit macOS in ihren zusammengebastelten Rechnern verbauen zu können. Und auch für Besitzer eines alten Tower-Mac Pro sind die Karten eine Option. Hinzu kommt, dass sie aber auch einem MacBook Pro ordentlich Beine machen können.

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Immerhin lassen sich PCIe-Grafikkarten über ein externes Thunderbolt-3-Gehäuse als „externe GPU“ mit einem aktuellen MacBook Pro verbinden. Die Macher der Website eGPU.io haben eben das mit dem Gehäuse Mantiz Venus und der Nvidia-GeForce-Pascal-Karte GTX 1080 Ti getestet. Das Ergebnis ist beeindruckend.

Während die ins 15-Zoll-MacBook Pro integrierten Notebook-Grafikchips AMD Radeon Pro 450 und Pro 460 im Luxmark-3.1-Benchmark 5822 und 6056 Punkte erreichten, schaffte die Kombination aus MacBook Pro und GTX 1080 Ti stolze 23.172 Punkte. Die Grafikleistung verbessert sich also fast um ein Vierfaches – und das, obwohl Thunderbolt 3 etwas langsamer als ein 16x-PCIe-Slot ist, die Grafikkarte also ein wenig ausgebremst wird.

Es zeigt sich: Auch mit einer externen Lösung ist wirklich gute Grafikleistung mit einem Mac möglich – wenn der GPU-Hersteller entsprechende Treiber bereitstellt. Der Nvidia-Schritt ist daher wirklich sehr zu begrüßen. Möglicherweise werden sich jetzt auch Hersteller von VR-Brillen – allen voran Oculus – offener für eine Mac-Unterstützung zeigen. Oculus erklärte einst, das Macs einfach nicht leistungsstark genug seien; zuletzt gab es von der Facebook-Tochter aber zumindest Andeutungen, dass eine Mac-Unterstützung mittelfristig wahrscheinlicher geworden ist.

Quelle: eGPU.io via AppleInsider

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