iPhone 2018: Darum wünschen wir uns den „ultimativen Verrat“ an Steve Jobs

Sebastian Trepesch 1

Apple wird mit dem neuen iPhone wohl doch nicht den „ultimativen Verrat“ an Steve Jobs begehen, wie eine News gestern verkündigte. Das wäre schade.

Apple schreckt vorm ultimativen Verrat an Steve Jobs zurück“: In dieser Nachricht verweisen wir auf taiwanesische Branchenexperten, die behaupten, dass die iPhones 2018 wohl doch keine Unterstützung des Apple Pencil bekommen werden, wie bislang angenommen. Die Verwendung des leistungsfähigen Stifts (siehe unseren Test) bliebe damit weiterhin dem iPad Pro und dem iPad 2018 (folgend in Bildern) vorenthalten. 

Bilderstrecke starten(20 Bilder)
9,7" iPad von 2018 in Bildern: So schaut's aus!

Warum das iPhone den Apple Pencil unterstützen sollte

Doch auch mit dem iPhone wäre der Einsatz des Apple Pencil in einigen Fällen sehr sinnvoll. Ein paar Beispiele:

  • Wer schon mal ein PDF auf dem Touchscreen mit dem Finger unterschreiben wollte, wird feststellen, dass der Schriftzug höchstens nach Grundschulniveau aussieht. Eine ganz andere Qualität liefert der Apple Pencil auf dem iPad.
  • So viele Fotos werden mit dem iPhone geschossen und von dort verschickt. Bei manchen Bearbeitungen – vor allem Retusche – würde der Pencil enorm helfen.
  • Markierungen und die neuen smarten Anmerkungen (siehe folgendes Vidoe) in Pages-Dokumenten könnte man damit auch auf dem iPhone solide vornehmen. Ähnliches gilt natürlich auch für PDFs.
Intelligente Anmerkungen in iOS.

Wo der Apple Pencil auf dem iPad sinnvoll zum Einsatz kommt, siehe im Artikel: Die besten Apps für den Apple Pencil und das iPad (Pro).

Einerseits wachsen die Bildschirme der iPhones in diesem Jahr wohl weiter, so dass man immer mehr Stift-Aufgaben solide auf dem Smartphone erledigen kann. Andererseits kann der Pencil gerade bei kleinen Bildschirmen ein praktisches Tool sein (z.B. eben Foto-Retusche). 

Warum ein iPhone mit Apple-Pencil-Unterstützung kein „Verrat“ wäre

Als einen „Verrat an Steve Jobs“ würde ich die Stift-Unterstützung grundsätzlich nicht bezeichnen, selbst wenn der einstige Apple-Chef bei der Vorstellung des allerersten iPhones gesagt hat: „Niemand will einen Stift“. Denn er sprach hier von der Bedienung des Systems, vom Navigieren in den Karten, Telefonieren und Nachrichten schreiben. Für jeden Klick benötigte man (mehr oder weniger zwingend) bei den meisten anderen Smartphones eben einen unhandlichen, kleinen Stift. An Retusche oder Zeichnen war auf den 3,5-Zoll-Bildschirmen von damals noch nicht zu denken.

Mit einem iPhone 2018 mit Apple-Pencil-Unterstützung würde sich an der grundlegenden Bedienung nichts ändern: Eine eintreffende Mitteilung kann man verschieben, eine Nachricht tippen – alles auf die Finger-Bedienung optimiert. Der Stift wäre ein Werkzeug für zusätzliche Aufgaben, wie eben Handschrift. Den man nicht immer zusammen mit dem iPhone im Gepäck hat, aber dann, wenn man ohne iPad loszieht, gerne in die Tasche steckt.

Pencil-Unterstützung? Die Mehrheit hat keinen Bedarf

Mit dem Wunsch nach der Apple-Pencil-Unterstützung stehe ich leider recht alleine da: In unserer Leserumfrage zu den kommenden iPhones stellte ich die Frage: „Was darf den neuen iPhones außerdem nicht fehlen?“ Nur fünf Prozent setzten ihren Haken auch bei „Unterstützung des Apple Pencil“.

Wer jetzt sagt: „Verwende doch einen gewöhnlichen Tablet-Stift!“, den möchte ich auf unseren Vergleichstest zu den iPad-Stiften verweisen. Da bleibt nur zu hoffen, dass im Umfeld von Tim Cook der Apple Pencil doch noch als sinnvolles Eingabe-Tool für das iPhone gesehen wird.

Hier die Umfrage:

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung