Fritzbox: Internet-Bandbreite zwischen Geräten priorisieren – so geht's

Robert Schanze

Ihr könnt eure Fritzbox so einstellen, dass bestimmte Geräte im Netzwerk immer eine höhere Internet-Bandbreite als andere haben. Wie die sogenannte Priorisierung funktioniert und wie ihr die Internet-Geschwindigkeit von Netzwerk-Geräten hoch- und herunterstufen könnt, erklären wir euch in diesem Tipp.

AVM Fritzbox: Erste Schritte.

Fritzbox-Priorisierung: Was ist das?

Angenommen an einem PC wird ständig über das Internet gespielt (Spiele-PC). Wenn ein anderer Netzwerk-Teilnehmer dann große Dateien aus dem Internet herunterlädt, kann die Verbindung beim Spiele-PC abbrechen oder stocken (laggen).

Um das zu verhindern, könnt ihr in der Fritzbox einstellen, welches Netzwerk-Gerät bevorzugt behandelt wird und „mehr Internet-Geschwindigkeit“ erhält. Priorisiert ihr beispielsweise den Spiele-PC, wird er eine stabile Internet-Verbindung haben, auch wenn andere Geräte im Netzwerk gleichzeitig auf das Internet zugreifen und große Dateien hoch- oder herunterladen.

Bilderstrecke starten
22 Bilder
FritzBox: Diese 19 Funktionen sollte jeder Besitzer kennen.

Fritzbox-Priorisierung einrichten

  1. Öffnet die Fritzbox-Benutzeroberfläche.
  2. Wechselt zum Menüpunkt Internet, Filter und klickt auf den Reiter Priorisierung.
  3. Euch werden nun die drei Kategorien Echtzeitanwendungen, Priorisierte Anwendungen und Hintergrundanwendungen angezeigt.

Die Kategorien haben folgende Bedeutung:

Echtzeitanwendungen
(Höchste Priorität)
Hier eingetragene Netzwerk-Geräte erhalten immer die geforderte Internetbandbreite. Wenn mehrere Geräte eingetragen sind, wird die Datenrate zu gleichen Teilen aufgeteilt.
Hinweis: „Internettelefonie“ ist standardmäßig unter den Echtzeitanwendungen eingetragen und wird immer priorisiert. Damit wird sicher gestellt, dass die Verbindung bei Telefonaten immer vernünftig funktioniert.
Priorisierte Anwendungen
(Mittlere Priorität)
Eingetragene Geräte erhalten 90 Prozent der Upload-Datenrate der Fritzbox, sofern keine Echtzeitanwendungen diese benötigen. Nicht-priorisierten Anwendungen bleiben damit 10 Prozent der Bandbreite, sofern die priorisierten Anwendungen mit voller Last übertragen sollten.
Hintergrundanwendungen
(Herabgestufte Priorität)
Hier eingetragene Netzwerk-Geräte werden bei ausgelasteter Internet-Verbindung immer nachrangig behandelt. Wenn keine Bandbreite verfügbar ist, weil Echtzeitanwendungen oder priorisierte Anwendungen diese nutzen, müssen die Hintergrundanwendungen warten.

Fazit: Ihr habt hier also eine Prioritätseinstufung: Je höher ihr ein Gerät einstuft, desto besser wird es mit Datenrate versorgt, sofern es zu einem Bandbreiten-Engpass kommen sollte.

Gemäß unseren obigen Beispiels könnten wir den Spiele-PC also unter den Echtzeitanwendungen einstufen und andere PCs im Netzwerk als Priorisierte Anwendungen. Falls der Spiele-PC dann die volle Brandbreite nutzen würde, würden den anderen Netzwerk-Geräten noch 10 Prozent der Bandbreite bleiben.

  1. Um eine Priorisierung vorzunehmen, klickt ihr unter der entsprechenden Kategorie auf den Button Neue Regel.
  2. Wählt oben nun euer Netzwerk-Gerät aus.
    Tipp: Unter Heimnetz, Heimnetzübersicht könnt ihr auf Details klicken, um einem Gerät einen aussagekräftigen Namen zu geben wie „Jürgens PC“. So erkennt ihr die Geräte in Fritzbox-Menüs leichter.
  3. Darunter bestimmt ihr, für welche Art Verbindung die Priorisierung gilt (Alle, Surfen, HTTP-Server, BitTorrent etc.). Wenn ihr euch nicht sicher seid, wählt Alle und bestätigt mit OK.

Wiederholt den Vorgang für andere Geräte. Wenn ihr die Verbindung eines Netzwerkgeräts drosseln wollt, solltet ihr es unter Priorisierte Anwendungen oder Hintergrundanwendungen eintragen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA TECH

  • Google Home Max im Preisverfall: Großer WLAN-Lautsprecher zum Kampfpreis?

    Google Home Max im Preisverfall: Großer WLAN-Lautsprecher zum Kampfpreis?

    Googles kraftvollster WLAN-Lautsprecher ist eine mögliche Alternative zu Sonos-Lautsprechern und eignet sich, um auch größere Räume zu beschallen. Mittlerweile wird der anfängliche Preis von 399 Euro (UVP) vom Handel deutlich unterboten. GIGA hat sich aktuelle Angebote angeschaut, wie jetzt aktuell bei MediaMarkt und Saturn.
    Stefan Bubeck
  • Jogging, Fitness, Yoga: Diese Kopfhörer eignen sich am besten für Sport

    Jogging, Fitness, Yoga: Diese Kopfhörer eignen sich am besten für Sport

    Musik hören und dabei Sport machen: Eine super Kombo, die für gute Laune sorgt und die Motivation fördert. Es stellt sich allerdings die Frage: „Welchen Sport-Kopfhörer soll ich kaufen?“ GIGA verrät dir, worauf zu achten ist und stellt die besten Bluetooth-Modelle für Sportler vor.
    Stefan Bubeck
  • Günstiger Gaming-PC für 300 Euro: So viel Leistung bietet ein Rechner zum Konsolen-Preis

    Günstiger Gaming-PC für 300 Euro: So viel Leistung bietet ein Rechner zum Konsolen-Preis

    Wer eine günstige Plattform zum Zocken sucht, der greift in den meisten Fällen zur Konsole – so ein Gaming-PC kostet schließlich verdammt viel Geld. Doch ist das wirklich so? GIGA hat mit der Unterstützung von Notebooksbilliger.de einen günstigen Rechner für etwa 300 Euro zusammengestellt, um diesem Gerücht auf den Grund zu gehen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. 
    Robert Kohlick 10
* Werbung