HiSense Pulse: Google TV zum Budget-Preis [IFA 2012]

Lukas Funk 3

Der chinesische Hersteller Hisense, in seinem Heimatland seit Jahrzehnten für seine Fernsehgeräte bekannt und beliebt, möchte auf dem europäischen Markt durchstarten. Neben eher mäßig interessanten Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem präsentierte das Unternehmen auf der IFA 2012 aber auch eine TV-Set-Top-Box mit Google TV und deren angestrebter Preis von 99 Euro ist eine Kampfansage an den Konkurrenten Sony.

HiSense Pulse: Google TV zum Budget-Preis [IFA 2012]

Uns gänzlich unbekannt konnte das chinesische Unternehmen Hisense auf der IFA 2012 mit einem imposanten Messestand beeindrucken. Als Hersteller von Fernsehgeräten macht sich Hisense seit den 1970er Jahren in China einen Namen, produziert darüber hinaus aber inzwischen auch Unterhaltungselektronik und Weiße Ware. In die Rubrik Unterhaltungselektronik fällt auch die Set-Top-Box von Hisense, die Google TV auf den großen Bildschirm bringen soll:

Klingt vertraut? Genau, auch Sony hat auf der IFA 2012 eine solche Box mit Google TV präsentiert und ihre Veröffentlichung für den September angekündigt. So schnell kann Hisense jedoch nicht nachziehen: Obwohl die Hardware schon komplett und bereit für die Massenproduktion ist und ab Oktober in den USA verkauft werden soll, fehlt für Deutschland noch die Zustimmung von Google. Die Verhandlungen um eine Lizenz laufen schon, mit dem Verkaufsstart, so sagte man uns, sei jedoch frühestens im ersten Quartal 2013 zu rechnen. Sony muss um seinen Status als erster Vertreiber von Google TV in Deutschland also nicht fürchten.

Dennoch sollte man sich im Hause Sony vor der chinesischen Konkurrenz in Acht nehmen: Mit einem angestrebten Verkaufspreis von 99 Euro ist die Box von Hisense bei wahrscheinlich fast identischem Angebot nur halb so teuer wie die der Japaner. Wie erfolgreich die Set-Top-Box aus China letztendlich werden wird, hängt vor allem davon ab, ob das Gerät rechtzeitig auf den Markt gebracht werden kann. Denn mit einer frühen Veröffentlichung könnte man Sonys Angebot das Wasser abgraben, bevor dieses richtig in Fahrt kommt.

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