Spiele-PC günstig aufrüsten mit gebrauchten Teilen – so geht's

Frank Ritter 7

Du möchtest gern am PC zocken, aber deine Hardware ist langsam nicht mehr auf dem Stand für aktuelle Games? Kein Problem - in diesem Guide zeigen wir dir, wie man auch betagte PCs fit für die Top-Titel im Jahr 2016 macht, die aktuell auch auf der gamescom gezeigt werden. Mit Komponenten vom Gebrauchtmarkt kann man dabei massig Geld sparen. Wir sagen euch, worauf ihr achten müsst.

Trotz Xbox One, PlayStation 4 und WiiU hat der PC weiterhin ein enormes Standing als Plattform zum Zocken. PC-Veteranen schwören auf die präzise Steuerung per Maus und Tastatur, preiswerte Games und natürlich die universelle Aufrüstbarkeit des PCs. Anders als eine Konsole, die nur alle paar Jahre einen Refresh erhält – auch wenn sich die Zyklen mittlerweile verkürzen –, kann man einen PC immer wieder und Schritt für Schritt aufrüsten – für mehr Leistung und mehr Komfort und für unterschiedlich dicke Geldbeutel.

Hinweis: Anlässlich der gamescom bietet eBay gerade zahlreiche Gaming-Hardware sowie Artikel aus den Bereichen Elektronik und Technik vergünstigt an.

In diesem Special wollen wir verschiedene Aufrüst-Optionen für Gaming-PCs mithilfe von Gebrauchtkomponenten beleuchten. Natürlich kann man auch nach Gebrauchtartikeln bei Amazon und in den eBay Kleinanzeigen schauen – das „echte“ eBay ist aber weiterhin der wichtigste Anlaufpunkt für den sicheren Handel mit Gebrauchtwaren – obwohl es dort natürlich auch jede Menge Neuware gibt. Dieser Guide basiert auf Erfahrungswerten Stand August 2016 und bezieht sich explizit auf Desktop-PCs, denn für Notebooks gibt es in der Regel leider deutlich weniger Möglichkeiten zum Aufrüsten.

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Prozessor aufrüsten – so funktioniert’s

intel core i7 prozessor cpu bild

In allen Computern tickt ein Prozessor. Je nach Hersteller und Prozessorgeneration unterscheiden sich die Sockel, in die der Prozessor eingeführt wird. Wer keinen Mainboard-Wechsel auf sich nehmen will, der aufwändig und teuer ist und oft auch den Kauf neuer RAM-Riegel erfordert, hat trotzdem die Möglichkeit, über einen Prozessorwechsel mehr Leistung herauszuholen. Das geht so:

CPU-Z

  1. Finde heraus, welchen Prozessorsockel dein PC-Mainboard hat, zum Beispiel mit dem kostenlosen Tool CPU-Z (Download). Dort erfährt man im Reiter „CPU“ unter „Package“, welchen Sockel das Board besitzt.
  2. Der Rest ist ein wenig Fleißarbeit: Schau im Netz, welche die performantesten Prozessoren für den jeweiligen Sockel sind und verschaffe dir bei eBay einen Überblick über gängige Gebrauchtpreise der jeweiligen CPU. Vergleiche dabei auch Leistungswerte deines aktuellen Prozessors mit denen der Wunsch-CPU.
  3. Du hast deinen Traum-Prozessor gefunden? Dann überprüfe sicherheitshalber, ob dein Mainboard kompatibel ist (manchmal ist ein Software-Update fürs BIOS notwendig), schlag zu und bau den Prozessor ein.

Tipps zur CPU-Wahl

  • Für die meisten Spiele ist die CPU-Power nicht so wichtig wie die Grafikleistung. Lest euch Spiele-Benchmarks durch: Wenn du durch ein Prozessor-Upgrade nicht mindestens 20 Prozent mehr Leistung bekommst, lohnt eine Aufrüstung nicht.
  • Ein Vierkernprozessor sollte es mindestens sein, um aktuelle Games zocken zu können. Sechs Kerne oder mehr müssen es aber aktuell (noch) nicht sein.
  • Auch wenn du aufrüsten willst, musst und solltest du nicht zum teuersten CPU-Modell für den jeweiligen Sockel greifen. Achte auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Bei Prozessoren ist das Alter nicht so wichtig. Auch ein fünf Jahre alter Prozessor kann oft noch genügend Leistung für aktuelle Spiele mitbringen.
  • Hyperthreading ist eine Technik von Intel, mit der ein echter Prozessor-Kern wie zwei virtuelle Kerne genutzt werden können. Für Spiele ist die Technik aber unwichtig.
  • Mehr Leistung erhält man unter Umständen auch durch Übertaktung der CPU. Wenn man diesen Weg einschlägt, sollte man aber auch ein gutes Mainboard mit dafür optimierten Chipsatz besitzen. Auch solltest du dir über mögliche Risiken im Klaren sein: kürzere Lebensdauer der CPU, höherer Energieverbrauch, Notwendigkeit eines guten CPU-Lüfters und eventuelle Stabilitätsprobleme.
  • Wenn du in der „Aufrüstfalle“ bist, also auf deinem aktuellen Board keine signifikant flottere CPU genutzt werden kann, halte alternativ nach Ausschau, bei denen ein modernerer Sockel zum Einsatz kommt. Beachte, dass eventuell neue RAM-Riegel notwendig sind.

Ein typisches Szenario zum Aufrüsten einer CPU

Dein PC besitzt einen Intel Core i3-2120 mit zwei Kernen und 3,3 GHz Maximaltakt. Laut CPU-Z nutzt das Board den Sockel 1155. Per Online-Recherche findest du heraus, dass der Intel Core i5-2500K 4 statt 2 Kerne besitzt, ebenfalls auf 3,3 GHz taktet, Übertaktungspotenzial hat und bessere Spieleleistung bringt. kosten gebrauchte Exemplare der weitverbreiteten CPU rund 80 Euro. Bingo! Nach dem Einbau kannst du deine alte CPU bei eBay, abzüglich Versand und Gebühren noch für etwa 30 Euro verkaufen, sodass du erheblich mehr Leistung für rechnerisch 50 Euro bekommst.

Auf der nächsten Seite erfährst du, worauf du beim Gebrauchtkauf von Grafikkarten achten solltest.

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