Eine SSD wie die Samsung  EVO 750 kann auch Vorteile für Spiele bringen
Eine SSD wie die Samsung EVO 750 kann auch Vorteile für Spiele bringen

Dass eine SSD das Betriebssystem enorm beschleunigt, ist kein Geheimnis mehr. Sollte das Betriebssystem deines Spiele-PCs immer noch auf einer mechanischen Platte liegen, solltest du so schnell wie möglich auf eines der flotten Flash-Laufwerke umsteigen – es lohnt sich wirklich.

Aber jetzt geht's um Spiele. Läuft ein Spiel schneller, wenn es auf einer SSD installiert ist? Nun, an der In-Game-Performance ändert sich wenig, aber: durch die geringeren Zugriffszeiten werden die Ladezeiten deutlich verkürzt. Insbesondere für Titel, in der die Spielwelt während des Spielens gestreamt wird, also praktisch alle Open World Games, ist das ein entscheidender Vorteil. Wenn man beispielsweise mit dem Düsenjet in GTA 5 in hoher Geschwindigkeit über Los Santos hinwegheizt, geht das Nachladen von Texturen und Objekten in der Spielwelt viel schneller vonstatten, wenn die Spieldaten auf einer SSD liegen. Und weil die Preise für SSDs schon seit Monaten im freien Fall sind, lohnt sich die Anschaffung einer SSD, auf der man die zwei, drei Lieblings-Games installiert, durchaus.

Gebrauchte Spiele-SSD aufrüsten – das musst du wissen

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  • Aktuelle Spiele nehmen viel Platz auf der Platte in Anspruch, oft 30 GB und mehr. Wer eine SSD für Spiele nutzen will, sollte schon eine Kapazität von 120 GB oder mehr einplanen – bei diesen ist, auch bei gebrauchten Geräten, aktuell das Preis-Leistungs-Verhältnis am besten.
  • Bei SSDs gibt es unterschiedliche Controller und Speichertypen, die neben dem Datendurchsatz auch Einfluss auf die Langlebigkeit der Laufwerke haben. Doch keine Panik: Selbst bei SSDs mit geringen Datenraten gilt, dass sie allenthalben schneller sind als normale Festplatten. Und selbst SSDs mit einer nominell geringeren Langlebigkeit überleben im normalen Betrieb (gelegentliches Löschen und Neuinstallieren von Games) in der Regel viele Jahre.
  • Es gibt diverse Anschlussmöglichkeiten für SSDs. Bei Laufwerken mit den Schnittstellen NVMe oder M.2 (früher NGFF) muss man darauf achten, dass das Mainboard entsprechende Anschlüsse aufweist.
  • Die meisten SSDs haben aber einen SATA2- oder SATA3-Anschluss, den jedes aktuelle Mainboard unterstützt. SATA3-Platten lassen sich dabei, natürlich mit geringerem Datendurchsatz, auch an SATA2-Anschlüssen betreiben, weil der SATA-Standard abwärtskompatibel ist.

Gebrauchten Arbeitsspeicher (RAM) nachrüsten – das gilt es zu beachten

Mehr Arbeitsspeicher in den PC einzubauen lohnt sich – allerdings nicht immer. Wer gebrauchte RAM-Riegel shoppen will, sollte auf ein paar Dinge achten.

Vier Slots belegt nach dem Schema ABAB - das ist die optimale Anordnung von RAM-Riegeln für den Dual-Channel-Betrieb
Vier Slots belegt nach dem Schema ABAB - das ist die optimale Anordnung von RAM-Riegeln für den Dual-Channel-Betrieb
  • Wie viel RAM ist sinnvoll? Aktuell liegt der „Sweet Spot“ für PC-Zocker bei 8 GB. Weniger sollten es nicht sein, mehr RAM bringt im Alltag allerdings auch kaum bis gar keine Vorteile. Dank der meist recht günstigen Preise kann eine Aufrüstung auf 16 GB aber zumindest eine Investition in die Zukunft darstellen.
  • Wichtig ist der RAM-Standard, den das Mainboard diktiert – DDR2, DDR3 oder DDR4? Keine falschen Riegel kaufen, die Standards sind untereinander nicht kompatibel!
  • RAM wird nicht umsonst in Kits, also Zweiersets verkauft: So kann man sich die Dual-Channel-Fähigkeiten aktueller Mainboards zunutze machen, dank der der Datendurchsatz erhöht wird. Soll heißen: zwei 8-GB-Riegel sind flotter als ein 16-GB-Riegel mit denselben Werten.
  • Achte beim Einbau darauf, dass du die RAM-Riegel Dual-Channel-konform einbaust. Soll heißen: Entweder in die Bänke (von links gezählt) 1 und 3 oder 2 und 4. Viele Boards zeigen das auch durch Farben an – gleiche RAM-Bausteine gehören in dieselbe Farbe.
  • Ob du nun zwei oder vier RAM-Bänke deines Mainboards belegst – am sichersten fährst du, wenn alle verbauten RAM-Riegel identisch sind. Sonst orientiert sich die Gesamtgeschwindigkeit am langsamsten verbauten RAM-Riegel und es kann sogar zu Problemen und Abstürzen aufgrund von Inkompatibilitäten kommen.
  • Die Speicherfrequenz, erkennbar am vierstelligen Zahlenzusatz hinter der RAM-Art (DDR4-3200 zum Beispiel hat eine Frequenz von 3.200 MHz) hat der allgemeinen Lehrmeinung zufolge kaum Einfluss auf die System- und Spieleleistung. Ganz so einfach ist das aber nicht. Die Kollegen von Digital Foundry haben nachgewiesen, dass ein höherer Speichertakt enormen Einfluss auf die Performance in Spielen haben kann, zumindest bei schwächeren Prozessoren. Mehr Takt ist also durchaus besser.
  • Die Timings, also Werte wie die CAS Latency (CL) haben aber tatsächlich nur geringen Einfluss auf die Leistung und können in der Regel ignoriert werden.
  • RAM-Preise sind starken Schwankungen unterlegen, das gilt indirekt auch für Gebrauchtpreise. Überprüfe beim Preisvergleichsportal deiner Wahl, ob die Preise in den Vormonaten schon einmal deutlich besser waren und wie der aktuelle Trend verläuft. Im Zweifel und wenn die Aufrüstung nicht zeitkritisch ist, warte noch ein paar Monate.

Gebrauchten Monitor aufrüsten

Auch ein „neuer“ gebrauchter Monitor kann sich für den Spielebetrieb lohnen. Auch hier gilt es aber einiges zu beachten:

Mit einem guten Monitor, hier der hier der Dell S2715H, hat man mehr vom Spiel
Mit einem guten Monitor, hier der Dell S2715H, hat man mehr vom Spiel
  • Ein merklicher Vorteil für Games sind aber höhere Bildwiederholraten – 120 oder 144 Hz merkt man durchaus im Spiel, sofern das Game flott genug auf der Hardware läuft.
  • Techniken zur adaptiven Bildsynchronisierung sind momentan der letzte Schrei bei Monitoren. Sie bringen ein ruhigeres Bild und verhindern Bildreißen (Screentearing), insbesondere bei niedrigeren Bildwiederholraten, sind aber noch teuer. Achtet darauf, dass die verwendete Technik (Nvidia: G-Sync; AMD: Freesync) zu eurer Grafikkarte passt und von dieser auch unterstützt wird.
  • Höhere Auflösungen als Full-HD machen das Bild schärfer, fordern aber ihren Tribut, indem die Hardware-Anforderungen deutlich steigen, wenn man die Games in ihrer nativen (also dem Monitor entsprechenden) Auflösung spielen will.
  • In der Regel stellt sich bei der verwendeten Bildschirmtechnologie die Frage: TN- oder ein IPS-Panel? TN-Panels sind meist etwas schneller, haben aber weniger Farbbrillanz und schlechtere seitliche Blickwinkel als IPS-Displays. Wer keine schnellen Shooter auf Turnierniveau spielen will, dem raten wir zu IPS-Panels.

  • Gibt es Farbfehler, Pixelfehler, Probleme in der Ausleuchtung? Bringt diese Information im Vorfeld vom Verkäufer in Erfahrung, sofern sie nicht in der Angebotsbeschreibung kommuniziert wird.
  • Technik und Design hat sich bei Monitoren in den vergangenen Jahren rapide weiterentwickelt. Daher macht es wenig Sinn, sich ein Modell zu kaufen, das älter als ca. 3 Jahre ist.
  • Restgarantie vom Hersteller ist ebenfalls ein großer Vorteil.

Übrigens: Selbst wenn du vor dem Kauf von Gebrauchtware zurückschreckst, ist das aktuelle eBay-Angebot für Technik und Elektronik anlässlich der gamescom einen Besuch wert. Auch dort kannst du viel Geld sparen, wenn du Neuware oder generalüberholte Produkte kaufst.

Hiermit möchten wir unseren kleinen Aufrüst-Guide beschließen. Hast du Feedback? Wir freuen uns über Tipps und Aufrüst-Stories, schreib uns von deinen Erfahrungen in die Kommentarsektion.

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