PonoPlayer soll mit „echtem“ Musikerlebnis überzeugen

Martin Malischek 6

Dank Musikplattformen wie Spotify oder Deezer ist es mittlerweile kein Problem mehr, kostengünstig die Lieblingsmusik an jedem Ort und mit fast jedem Gerät zu genießen. Den Entwicklern des PonoPlayers ist jedoch die Mustikqualität von MP3-Dateien und besagten Streams ein Dorn im Auge, sie wollen die Musikliebhaber wieder auf den „echten“ Musikgeschmack bringen.

War noch vor einigen Jahren die CD das Non-Plus-Ultra was Musik angeht, ist es mittlerweile die MP3-Datei. Dank ihr passen tausende Musiktitel auf einen MP3-Player, das Smartphone oder sonstige Abspielgeräte. Während das steigende Angebot an MP3s die Piraterie von Musikstücken stark nach oben schraubte, da diese einfach ausgestauscht werden können, schafften Musikstreaming-Dienste wie Spotify oder Deezer Abhilfe:

Mit ihnen können Nutzer kostenlos Musik mit Werbeunterbrechungen anhören, bestimmen ihr Programm jedoch selbst. Wie auch bei MP3-Dateien sind die abgespielten Songs bei den Diensten stark komprimiert. Hierbei werden einige Tonspuren, die kaum oder gar nicht vom menschlichen Gehör wahrgenommen werden, nicht bei der Umwandlung in eine MP3-Datei beibehalten. Natürlich verringert sich hierdurch nichtsdestotrotz die Qualität der jeweiligen Songs.

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PonoPlayer: FLAC statt MP3 für Studioqualität

Hier setzt der PonoPlayer mit seiner eigenen Musikplattform an, bei welcher auf FLAC-Dateien (Free Lossless Audio Codec) zurückgegriffen wird. Werden MP3-Dateien beispielsweise mit 320 kbit/s angeboten, fängt das Musikangebot von „Pono“ bei 1411 kbit/s an. Die Betreiber der Plattform beschreiben dieses Dateiformat als „verlustfreie CD-Qualität“. Da FLAC-Dateien um einiges größer als MP3-Dateien sind, passen auf den 64 GByte großen Speicher des PonoPlayers lediglich 50 bis 250 Musikdateien im FLAC-Format.

Der PonoPlayer an sich hat Maße von 13 cm x 5 cm x 2,5 cm (h/b/t) und wiegt 130 Gramm. Der 64 GByte große Speicher lässt sich mit einer SD-Karte erweitern und die verbaute Hardware soll für Musik in Studioqualität sorgen. Neben der Anbindung an den hauseigenen Musikshop und der dazugehörigen Software für MACs und Windows-Computer, die bald veröffentlicht werden soll, lässt sich das Musikabspielgerät auch als Speichergerät am jeweiligen Computer öffnen. So könnt ihr auch MP3s und andere Dateitypen zur Musikwiedergabe auf dem internen Speicher oder der SD-Karte ablegen.

Finanziert wurde der PonoPlayer via Crowdfunding und brachte es auf eine stolze Summe von 6 Millionen US-Dollar, angepeilt waren 800.000 Dollar. Wer an dem PonoPlayer interessiert ist, kann diesen ab sofort für 399 US-Dollar bestellen, muss sich aber mit einer Lieferzeit zwischen Januar und März nächstes Jahres gedulden. Die Auslieferung der Modelle für Crowdfunding-Unterstützer soll noch in diesem Monat erfolgen.

Quelle: Pono, via Heise

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