WLAN-Licht Philips hue im ganz persönlichen Test

Sebastian Trepesch 18

Seit ein paar Monaten besitze ich privat das Philips WLAN-Lichtsystem hue. Es bietet einen Komfortgewinn, wie ich ihn anfangs nicht für möglich gehalten hätte – trotz ein paar größerer Makel. Ein persönliches Zwischenfazit.

WLAN-Licht Philips hue im ganz persönlichen Test

Ganz schleichend zieht das „Smart Home“ in die Wohnungen und Häuser ein, ganz schleichend werden immer mehr alltägliche Geräte in das heimische Computernetz eingebunden. Für viele dürfte Philips hue eine erste – eher unbewusste – Annäherung an das Thema Haushaltsvernetzung sein.

Philips hue – das WLAN-Lampensystem

Philips hue ist ein Lichtsystem, das in das heimische Netzwerk integriert wird. Das  (Bild oben), die in ganz gewöhnliche E27-Lampenfassungen eingeschraubt werden. Zudem ist die Steuerungsbox  im Lieferumfang, die sogenannte „Bridge“. Andere Kombinationen sind erhältlich, die Komponenten gibt es natürlich auch einzeln zu kaufen – zur Erweiterung des Systems.

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Die Bridge wird an den Router angeschlossen, die Lampen in eine Fassung geschraubt, über eine App für iPhone oder Android alles konfiguriert. Dann können die Lampen über die Anwendung gesteuert werden. Auf Wunsch kann sogar ein Zugriff über das Internet gestattet werden. Ich könnte also, wenn ich heimkomme, schon von draußen das Licht anschalten, sogar per Ortungsfunktion des Smartphones. Diese Funktion nutze ich aber nicht.

Die Standard-Lampen sind 9-Watt-LEDs (600 Lumen), die 16 Millionen Farben darstellen können (2.200K bis 6.500 K).

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Philips hue im Test: Warum ich begeistert bin – und warum nicht

Ich habe das Starterkit Philips hue nun seit ein paar Monaten und war von Anfang an sehr begeistert von dem Licht. Die verschiedenen Farben sind ein echter Komfortgewinn: Oft wünscht man ein warmweißes Licht. An trüben Tagen, oder wenn man einfach noch nicht genug Tageslicht genießen konnte, wirkt ein Tageslicht-Weiß aber sehr positiv. Während des Fernsehens oder einer Party darf der Raum gerne dunkel und bunt beleuchtet sein. Das alles kann Philips hue leisten, und zwar sehr gut. Hätte ich gewusst, wie angenehm LEDs mit Farbwechsler sind, hätte ich mir schon eher welche zugelegt.

Über die Apps für iOS und Android lassen sich verschiedene Konfigurationen aufrufen und auch selbst erstellen. Die einzelnen Lampen können in unterschiedlichen Farben und Helligkeiten leuchten. Blinklicht und mehr ist über Anwendungen von anderen Anbietern möglich. Die Standard-App (siehe folgende Bilder) bietet zumindest eine Apple Watch-Anbindung.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Den Raum beim Fernsehschauen noch etwas abdunkeln? Kein Problem, aufstehen ist nicht nötig: Die Steuerung erfolgt also zum Beispiel vom Sofa oder Schreibtisch aus, einfach über das Smartphone. Besucher ohne Zugriff auf die Steuerung können einfach den Lichtschalter betätigen – dann leuchtet die „Glüh-“Birne warmweiß.

Die Lampen selbst sind übrigens sehr stromsparend. Dunkle, kräftige Farben (blau, rot) benötigen gerade mal 3 Watt.

Wie schon angedeutet kommt jetzt noch ein großes ABER, denn perfekt ist hue wahrlich nicht. Ein Nachteil macht das System für mich im Schlafzimmer sogar gänzlich unbrauchbar: Die Birnen fiepen. Leise, aber doch hörbar. Und zwar dann, wenn sie über die App ausgeschaltet wurden. Schaut man sich die an, scheint das nicht viele Nutzer zu stören. Mich schon. Sitze ich am Schreibtisch und ist die hue-Lampe aus, betätige ich zusätzlich den Lichtschalter. Dann ist sie komplett vom Stromnetz getrennt und kann natürlich auch nicht mehr fiepen. Ist man 3 Meter entfernt oder sind die LEDs angeschaltet, ist nichts zu hören. Die Rettung für die Lampen, dass ich sie trotzdem behalten wollte.      

Die weiteren Nachteile des Systems:

  • Die blauen Kontrolllichter der Bridge sind viel zu hell – muss das sein? Abhilfe: Abkleben.
  • Die Verbindung von Smartphone und Bridge sollte etwas schneller aufgebaut werden.
  • Die App von Philips könnte etwas funktionsreicher ausgestattet sein.
  • Die Lampen sind nur für E27-Fassungen erhältlich, ich benötige – welche zwar günstig, aber bei manch Lampenschirmen wegen der Größe nicht einsetzbar sind.

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Mein persönliches Fazit: Die Philips hue-Lampen möchte ich nicht mehr missen. Durch ein paar Nachteile wird das helle Vergnügen aber etwas getrübt.

Eine normale LED-Lampe ist günstiger – rund 189 Euro muss man für das Starter-Kit einplanen:

Alle Bilder: Philips

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