Große Gefühle: Heavy Rain

Tobias Heidemann

Eigentlich sollte hier so etwas wie „LittleBigPlanet“ oder „Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots“ stehen. Dass ich mich trotzdem für „Heavy Rain“ entschieden habe, überrascht mich selbst ein bisschen. Immerhin ist David Cage ein ziemlicher Vollpfosten, der sein Projekt des interaktiven Films gerade erst mit „Beyond“ spektakulär gegen die Wand gefahren hat.

Doch wenn es hart auf hart kommt, dann sind es bei mir letztlich immer die einmaligen, die besonderen Momente, die hängen bleiben – und „Heavy Rain“ war eben voll davon. Schon in den ersten Spielminuten im Kaufhaus, als Ethans Sohn in der Menge verschwindet, schon zu diesem Zeitpunkt hatte ich begriffen, dass „Heavy Rain“ anders war als andere Spiele. Selten zuvor fühlte ich mich emotional so direkt angesprochen und eingebunden.

Dass dieses Spiel objektiv betrachtet narrative Diarrhoe ist, will ich gar nicht bezweifeln. Doch David Cage hat mit diesem Spiel Potentiale aufgedeckt, von denen wir zuvor nur ahnten, dass es sie gibt. „Heavy Rain“ legte den Finger auf diese Punkte und sagte: Hier geht’s weiter, das können Spiele, wenn wir es richtig machen.

Heavy Rain Soundtrack.

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